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MultiCaches mit Jugendgruppen gestalten

von verschiedenen Autoren
(06.05.12 22:49:08)
Es gibt verschiedenen Anlässe (wie bspw. Vereinsfeste, Ferienfahrten, Umsetzung von Jahresthemen), bei denen Jugendliche zum Erstellen eines eigenen MultiCaches oder einem GPS-Geländespiel motiviert werden können. Um dies erfolgreich gestalten zu können, kommt es nicht nur darauf an, dass diese schon Erfahrung im Umgang mit GPS-Geräten und bereits mehrere Caches gesucht haben, sondern vor allem auch auf das Geschick des Gruppenleiters an. Im Folgenden soll daher ein mögliches Vorgehen für eine Planung und Umsetzung einer GPS-Route mit Jugendlichen für Kinder, Jugendliche und/oder Erwachsenen beschrieben werden. Das Entwickeln eigener MultiCaches macht Jugendlichen sehr viel Spaß.
Auf die bereits geschriebenen Hinweise zum Aufbau eines Caches für Kinder und Jugendliche sowie die Regeln wird hier nicht weiter eingegangen (kann aber jederzeit unter Regeln für das Cachen (allgemein) (Vorschau), Eigene Caches für Kinder- und Jugendgruppen (Vorschau) und Tipps für das GeoCachen mit Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen (Vorschau) nachgelesen werden). Je nach Art der bisher gemeinsam durchgeführten Projekte und der örtlichen sowie zeitlichen Bedingungen sollte man den folgenden Vorschlag auf mehrere Wochen verteilen bzw. an Projekttagen durchführen.
 
1. Kennenlernen der Grundkenntnisse
Je nach Kenntnisse der Jugendlichen kann dieser Block entfallen. Hier geht es vor allem darum, die Grundlagen von GPS zu verstehen und sich somit übergeordnetes Wissen - fern von Zahlen eintippen und hinterherrennen - aneignen. Dazu sollte man als Betreuer das Grundlagen-Wissen über GPS (Vorschau) und Geocaching (Vorschau) parat haben. Als spielerischer Einstieg bietet sich daher vor allem Stadtausrichtung (Vorschau), 3 Satelliten (Vorschau) und Kennenlern-Cachen (Vorschau) an. Sollte dabei auch noch eine Einführung in die Geräte notwendig sein, so sollte man für diesen Bereich rund 60 Minuten planen. Ohne Einführung in die Geräte und je nach Kenntnisstand sollte man trotzdem nicht auf ein Einführungsspiel verzichten, wodurch die Minalzeit bei 15 Minuten liegen sollte.
 
2. Entwickeln einer Vorstellung
Anschließend wird den Teilnehmern das weitere Vorgehen erläutert. Zuerst sollte in diesem Block eine Einigung über das Thema oder Motto herbeigeführt werden. Dazu kann man verschiedene Methoden wie bspw. Brainstorming (Ideensturm) (Vorschau), [AL]631[/Al] und Kopfstand-Methode (Vorschau) angewandt werden. Auch die direkte Themenvorgabe wie bspw. zu einer Aufgabe/Funktion des Vereins sind möglich. Doch auch dabei kann noch eine Einbettung in eine Geschichte vorgenommen werden, die dem ganzen "mehr Pepp" verleiht. Zu abstrakte Themen sollte man dabei vermeiden und auch aufpassen, dass die Teilnehmer nicht "zu sehr spinnen" - und keiner, der nicht mitgeplant hat, mehr versteht, worum es geht!
Nachdem man sich auf das Thema, Motto und/oder die Geschichte geeinigt hat, werden sehr schnell noch Ideen für Stationen, Rätsel, Verstecke und Aufgaben notiert. Dabei ergibt sich meist ein recht ansehnlicher Stapel, der sich spätestens bei der Zeitplanung, wieder lichten muss. Das ist nicht immer gut und sollte dann mit viel Fingerspitzengefühl vorgenommen werden. Ebenso kann man hier auch schon wieder Ideen aussortieren, die mit dem vorhandenen Material oder für die vorgesehene Zielgruppe nicht umsetzbar wären.
Am Ende dieser Phase sollte also das Thema bzw. Motto, die grobe Rahmengeschichte und einige Ideen für Stationen, Rätsel und Aufgaben vorhanden sein.
 
3. Ablauf des Geländes
Auch wenn man bei der letzten Aktion schon über Verstecke nachgedacht hat, so muss man diese jetzt aufsuchen und auf Tauglichkeit überprüfen - oder auch erst finden, wenn man das Gelände nicht kennt. Dazu sollte man am besten die Versteck-Checkliste (Vorschau) und Vermessungs-Checkliste (Vorschau) mitnehmen und bei jedem passenden Versteck überprüfen. Der Ablauf des Geländes ist aber auch notwendig, um sich von der Auslastung von Muggels sowie der Gesamtlänge und der Gesamtdauer zu überzeugen. Bei der Berechnung der Dauer allerdings auch schon an die benötigte Zeit für das Suchen denken. Denkt dabei auch an die Regeln für das Cachen (allgemein) (Vorschau).
Nach dem Rundgang sollte die Position des Starts, der verschiedenen Stages und des Finals sowie die jeweils vorhandenen ausgesuchten Versteckmöglichkeiten dokumentiert sein. Für die weitere Planung bietet es sich an den Weg auf ein Plakat zu zeichnen, jede Station zu markieren und mit den dazugehörigen Daten zu versehen.
 
4. Planung 
Nachdem jetzt die Vorarbeit geleistet ist, folgt jetzt die ausführliche Umsetzung. Hierbei müssen die einzelnen Stationen ausgearbeitet, in die Geschichte eingebaut, mit Rätseln und Aufgaben versehen werden (so dass immer die Koordinaten für die nächste Stage herauskommen) und zum Schluss die "Schatzkisten" gepackt werden. Vor dem Einpacken unbedingt nochmal die Geschichte bzw. Rahmenhandlung auf Stimmigkeit und die Rätsel und Aufgaben auf die richtigen Ergebnisse für die Koordinaten des nächsten Caches überprüfen. Es ist schade, wenn eine Geschichte mittendrin einen "Knick" hat oder falsche Koordinaten trotz der richtigen Rätsel- bzw. Aufgabenlösung herauskommen. Zum Überprüfen bietet sich die Arbeit mit der [AL]5717[/Al] an.
 
5. Test
Nachdem alles versteckt, doppelt gecheckt und  nochmal kontrolliert ist, bittet mehrere nicht an diesem Cache beteiligte Personen aus eurem Verein den MultiCache zu testen. Geht dabei mit und haltet euch in erster Linie zurück. Erst wenn die Tester in völlig falsche Richtungen oder Entfernungen laufen, schreitet ein. Beobachtet vor allem, wie die Tester auf eure Geschichte und eure Rätsel bzw. Aufgaben reagieren. Macht euch dabei Notizen, um anschließend die Stages nochmal zu überabeiten. Fragt dann nochmal andere Testpersonen. Bei jedem Test und auch bei jeder Durchführung tragt die Lösungen für die Rätsel und die Koordinaten für die Stationen mit euch, um einfach kontrollieren, überprüfen und helfen zu können.
 
6. Freigabe
"Tatatata" Es ist geschafft! Ihr gebt euren Cache frei. Wenn es ein betreuter Cache ist, dann schaut nochmal in die Regeln für das Cachen mit Kinder- und Jugendgruppen (Vorschau). Bei anderen veröffentlicht die Koordinaten und freut euch auf die Rückmeldungen! Viel Spaß mit dem eigenen Cache - vielleicht findt ihr ja noch weitere Nutzungsideen dieses Caches in "Ideen, Anregungen und Projekte rund um Caches für Kinder- und Jugendgruppen (Vorschau)".
 
Für Jugendgruppen ist es ein tolles Erlebnis und echtes Teamwork, wenn sich diese nicht nur am GPS-Hype konsumierend beteiligen, sondern selbst eigene Caches planen, entwickeln, überprüfen und erstellen - von den vielen sozialen und methodischen Fähigkeiten ganz zu schweigen! Vor allem kann man ihnen aber so auch noch einen anderen Zugang dazu liefern und auch die Selbstbeteiligung fördern. Bisher hat es jeder Gruppe "mehr wie Spaß" gemacht!
 
Noch weiterführende Hinweise, Tipps und Anregungen zum GeoCachen mit Jugendgruppen befinden sich in der Kategorie "Einführung in GeoCaching".


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Kategorien dieses Artikels:
Ideenpool - Spiele - GPS, Geocaching und verwandte Methoden - Global Positioning System (GPS) - Einführung in GeoCaching

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