Misereorgottesdienst 2011
von Julia89 (23.11.11 18:31:23)direkt vor dem Gottesdienst:
Mini 1:„Menschenwürdig leben. Überall!“
Mini 2: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, also über 3,5 Milliarden Menschen lebt heute in Städten. Mit den Städten ist in den letzten Jahren auch die Armut gewachsen. So ist die Zahl der Menschen, die in den Armutsvierteln der Städte lebe mit einer Milliarde erschreckend hoch – Tendenz steigend.
Mini 3: MISEREOR steht mit seinen Partnern an der Seite dieser Menschen, die auch im Elend Akteure ihres eigenen Lebens bleiben wollen. Selbstbewusstsein, Organisation, Fachwissen und viel Kreativität sind weltweit nötig, um sich etwa gegen Ausbeutung, Mietwucher oder Vertreibung erfolgreich zur Wehr zu setzen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Menschen in den Ländern der Südkontinente in ihrem Einsatz für ein menschenwürdiges Leben zu unterstützen. Heute, am MISEREOR-Sonntag, sind wir eingeladen, uns mit unserem Gebet und mit unserer Spende an die Seite der Armen zu stellen und sie in ihrem Kampf um ein menschenwürdiges Leben zu unterstützen
Mini 1:„Menschenwürdig leben. Überall!“
Eingangs-Lied: Jetzt ist die Zeit...... KP 138 1/2/5
Liturgische Eröffnung
P: Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
P: „Menschenwürdig leben. Überall!“ Mit diesem Wort hat die Aktion MISEREOR den heutigen 5. Fasten-Sonntag überschrieben. Zugleich Wunsch und Verheißung nimmt das Wort vor allem die Menschen in
den Blick, die weltweit in den Armutsvierteln der Städte leben.
Als deren Schwestern und Brüder wollen wir unseren Gottesdienst feiern.
Kyrie
L: Herr Jesus Christus, es gibt keinen Ort, an dem du nicht zu finden bist.
A: Kyrie eleison (Taizé) KP 88
L: Herr Jesus Christus, es gibt keinen Weg zu den Menschen, auf den du dich nicht machen würdest.
A: Christe eleison (Taizé ) KP 88
L: Herr Jesus Christus, vor dir gibt es keinen Menschen, dem Gottes Güte nicht offen stünde.
A: Kyrie eleison (Taizé) KP 88
Tagesgebet
Lasset uns beten:
Guter Gott, schaff uns neu, damit wir Dich in unserem Nächsten suchen und finden und an einer Welt mit bauen, die Deinen Verheißungen entspricht. Darum bitten wir Dich in Deinem Sohn der zum Leben in Fülle ruft – jetzt und in Ewigkeit. Amen
Lesung, Röm 8,8-11: Der Geist Gottes wohnt in euch!
Lied: Meine Hoffnung.....KP 318
Evangelium Joh. 11, 17- 43
Lied: Meine Hoffnung.....KP 318
Spr 1: Da ist kein Ort, an dem Gott nicht zu finden ist, kein Weg zu uns, auf den er sich nicht machen würde, kein Mensch, dem seine Güte nicht offen stünde. So, liebe Gemeinde, haben wir vor wenigen Augenblicken im Kyrie gebetet. An den „Gott-mitten-unter-uns“ also haben wir unseren Ruf gerichtet: Kyrie eleison – Herr, erbarme dich.
Nur selten erreichen uns Bilder oder gar Stimmen aus den Wohngebieten der Armen. Kein Wunder. Denn immer abgelegener finden sich die erbärmlichen Quartiere der Menschen ganz unten. Es gibt sie fast überall auf der Welt: Menschen, die im Nirgendwo der Städte leben: unter der Autobahn, an Flussufern oder an Bahngleisen, auf ehemaligen Fabrikgeländen, neben oder gar auf der Müllhalde oder schon ganz jenseits der administrativen Grenzen der Städte. Immer weiter hinaus werden die Armen vertrieben, dahin wo das Land noch wertlos ist. Wagt man sich hinein in das Gewirr aus Hütten, meist errichtet aus den Abfallmaterialien der wohlhabenden Gesellschaftsschichten, dann bekommt man Lebensverhältnisse zu sehen, deren harsche Realität die Vorstellungskraft der meisten von uns vermutlich weit überschreitet. Mit einem menschenwürdigen Leben hat all das wenig zu tun. Die viel zu hohe Sterblichkeitsrate der Mütter und der Kinder oder die überhaupt niedrige Lebenserwartung der Menschen, die Zeit ihres Lebens aus den Elendsvierteln der Städte nicht herauskommen, belegen, das dort eher der Tod als das Leben zuhause ist. Wie nun könnten wir inmitten der globalen Wohlstandsgesellschaft diesem Tod begegnen, der das Leben so vieler Menschen umfängt? Die Antwort, die die Bibel und die christliche Glaubenstradition auf diese Frage geben, ist nicht gerade bequem. Sie möchten uns in Anspruch nehmen: als Kinder Gottes und als Brüder und Schwestern aller Menschen. Überall auf der Welt. – Wozu lädt uns das ein? „Gott hat nur unsere Hände, um seine Werke heute zu tun. Er hat nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu begleiten. Er hat nur unsere Lippen, um heute von ihm zu erzählen. Wir sind Gottes Botschaft, in Taten und Worten geschrieben“
Mit dem Leitwort Mini 1:„Menschenwürdig leben. Überall!“ will MISEREOR uns anstiften, Boten dieses Gotteswortes zu werden:
Lied: Ich glaube fest...... KP am Schluß 1 – 4
Minis 5, 6 und 7 gehen in die Slumhütte
Fürbitten
P: Unser Gott ist kein Gott des Todes, sondern ein Gott des Lebens. Ihn, der in Jesus von Nazaret Platz
genommen hat unter den geringsten unserer Schwestern und Brüder, wollen wir bitten:
Mini 4: Um die Kraft, aufzustehen gegen die unwürdigen und unheilvollen Tode unserer Zeit – überall auf der
Welt. Du, Gott des Lebens: A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
Mini 4.1: Um den Mut, deutlich und aufrichtig beim Namen zu nennen, was Menschen um ihr Leben bringt – überall auf der Welt. Du, Gott des Lebens: A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
Mini 4: Um das Vertrauen, dass unsere Solidarität und unser Engagement für gerechtere Lebensverhältnisse
nicht vergebens sind – überall auf der Welt. Du, Gott des Lebens: A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
Mini 4.1.: Um die Einsicht in die Unheilszusammenhänge einer globalisierten Menschheitsfamilie, in die wir
selbst verstrickt sind, und die oftmals tödlich verlaufen – fast überall auf der Welt. Du, Gott des Lebens:
A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
Mini 4: Um ein Leben in Würde für jede Frau, jeden Mann und jedes Kind – überall auf der Welt.
Du, Gott des Lebens: A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
Mini 4.1: Um die Vertiefung unserer Freundschaft zu den Menschen in unserer Partnergemeinde in Trujillo
Du, Gott des Lebens: A:Wir bitten Dich, erhöre uns!
L: Guter Gott, in den vielen Menschen, die weltweit den Weg des Friedens und der Gerechtigkeit gehen,
zeigt sich die Vielfalt der Wege zu Dir. Als eine Menschheitsfamilie danken wir Dir und preisen Dich
in dieser Zeit und in Ewigkeit. Amen
vor der MISEREOR-Kollekte ( 3 Minis kommen aus der Slumhütte)
Mini 5: V1: Liebe Gemeinde, wir bitten Sie heute um Ihre Hilfe. „Wir“, das sind die Armen in den Städten dieser Welt: mehr als eine Milliarde Menschen, die in Armutsvierteln wohnen und dort um ein Leben in Würde ringen. Wir leben in winzigen Hütten. Wir leben ohne fließendes Wasser, ohne Toilette. Wir leben ohne Müll- und Abwasserentsorgung. Wir leben mit der ganzen Familie in einem einzigen Raum ohne Privatsphäre für die Kinder, die Erwachsenen, die Alten. Wir wohnen in Den Elendsvierteln – voller Sorge um den neuen Tag, an dem wir kaum wissen, wie wir unsere Kinder satt bekommen können.
Mini 6: V 2: Wir Menschen in den Elendsvierteln ringen um ein Leben in Würde, das doch eigentlich selbstverständlich sein müsste – überall. Dafür arbeiten wir miteinander in Nachbarschaftsgruppen an der Verbesserung der Wohnverhältnisse, einer Müllentsorgung oder einer gemeinschaftlichen Sorge um unsere Kranken Wir klagen bei Behörden unser Recht auf menschenwürdiges Wohnen ein und protestieren gemeinsam, wenn wieder ein Armutsviertel geräumt und Menschen vertrieben werden sollen.
Mini 7: V3: In unserem tagtäglichen Kampf um ein Leben in Würde wissen wir, dass wir nur gemeinsam viel bewegen können – gemeinsam mit Ihnen. Darum bitten wir Sie um Ihre Hilfe: in Ihrem Gebet, in Ihrer Aufmerksamkeit für uns Arme der Weltgesellschaft und in Ihrer Spende, mit der Sie unsere Selbsthilfe mittragen und ermutigen. Lassen Sie uns gemeinsam menschenwürdig leben. Überall. Mit Ihrer Spende schaffen wir das! Herzlichen Dank!
Zur Gabenbereitung Lied Herr wir bringen dir..... KP128 2x
P: Wir bringen Brot und Wein. Und wir bringen Gaben, die Zeichen für ein menschenwürdiges Leben
in sich tragen: Trinkwasser und das täglich Brot der Welt, Zeit zum Spielen und die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, Gesundheitsversorgung und Rechtssicherheit, ein Dach über dem Kopf, ausreichende Kleidung, eine gesunde Umwelt und Hoffnung auf eine gute Zukunft. So wie Brot und Wein Zeichen von Gottes Liebe sind, so sollen auch alle anderen Gaben Zeichen seiner Liebe sein, die wir bereitwillig mit austeilen
– überall auf der Welt. Amen
Es steht ein Korb mit den weiteren ‚Gaben‘ am Altar. Der Priester weist mit einer Geste darauf hin.
Lied Sanctus KP 142
Lied Vater unser KP 155
Kommunionvers
P: Amen, das sage ich euch: Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt – und wenn sie noch so unbedeutend sind –, das habt ihr für mich getan (Mt 25,40), so spricht der Herr.
Lied Singt dem Herrn KP 107 1+2
P: Schlussgebet
Ev. bringen die Minis die Slumhütte zum Ausgang
Segen und Sendung
P: Der Segen und die Güte Gottes führen uns und alle Menschen von der Trauer zur Freude von der Habsucht in die Freiheit von der Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit von den Reichen zu den Armen vom Überleben zum Leben in Würde. Überall! So segne euch der gute Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
A: Amen
P: Gehet hin und bringt der Welt Gerechtigkeit und Frieden.
A: Dank sei Gott
Lied Singt dem Herrn KP 107 3+4
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