eigens Kind im Lager und Problemen mit den Leitern
von styrchan (09.09.10 11:01:28)Hallo alle zusammen,
ich bei Leiter bei den Pfadfinder und fahre seit 4 Jahren als Küchenmitarbeiter mit ins Sommerlager. Seit dieser Zeit fährt auch mein Sohn (jetzt 11 Jahre) mit der mitlerweile seit zwei Jahren in seiner eigenen Gruppe mit Leitungsteam dabei ist.
Nun wirft man mir vor, das ich mich zuviel um die Kinder allgemein und im speziellen um meinen Sohn kümmere.
Bei den Leitern scheint die einstimmige Meinung vertretten zu sein, das die Kinder so mehr oder weniger alles alleine machen sollen. Sie bekommen nur spärlich Hilfe aus dem Leitungsteam, werden allenfalls kontroliert, ob alles gemacht wurde wie gesagt.
Ich habe da einen andere Einstellung, helfe den Kindern gerne wenn es die Situation erfordert und bekomme jetz nicht unerhebliche Kritik.
Wer hat ähnliche Situationen erlebt?
Ist es wirklich zu viel den Kindern helfend zur Seite zu stehen. Denn ich denke "Learning by doing" heist nicht, nichts zu tun.
Die teilnehmenden Kinder sind zwischen 9 und 13 Jahre.
Viele Grüße
Stefan
Wir habe auch jedes Jahr Eltern mit dabei, die in unsere Lagern kochen.
Sehr wichtig finde ich, dass das Küchenteam nicht einzelne Kinder bevorzugt. Als ichnoch als Kind in Lagern dabei war, hatten wir einmal eine Person, die seinen "Lieblingskindern" spezielle "Lebensmittel" gab, wenn sie in die Küche gingen. Dies finde ich eher schlecht.
Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass die Köche sich um das Essen und nicht um die Kinder kümmern sollten. Also die Leiter sind dafür verantwortlich, dass die Kinder eine Regenjacke tragen und die Sonnencreme eingestrichen haben. Ich erwarte jedoch auch von den Leitern, dass sie die Kinder bei schwierigen Aufgaben unterstützen.
Wenn jedoch ein Kind krank ist, bin ich immer sehr froh, wenn jemand aus der Küche sich um das Kind kümmern kann. Diese haben meistens selber Kinder und haben mehr Erfahrung, wie man mit "Kranken" umgehen muss. Jedoch sollte dies vor dem Lager mit dem Leiterteam abgesprochen sein.
Es davon abhängig, in welchem Rahmen du Hilfe leistest. Kannst du ein Beispiel schreiben?
Meiner Meinung nach, hat das Küchenteam sehr viel zu tun. Demensprechend würde ich nach beendeter Arbeit die Freiheit geniessen und mich von der restliche Verantwortung distanzieren
Hallo Roland,
Kinder beim Essen bevorzugen, so wie du es schilderst kommt gar nicht in Frage.
Es geht z.B. darum, wenn Kinder kommen und mich bitten:
-Ihre Trinkflasche voll zu machen
- eine feste Schleife zu binden o.Ä
dabei ist es meistens so, das mich die Kinder ansprechen und nicht ihre Leiter.
Ich bin nicht der Typ, der dann ein Kind unverichteter Dinge wieder weg schickt. Wenn es möglich ist helfe ich.
Außerdem ist es so, das mich einige Dinge stören, wie mit den Kinder umgegangen wird. Ich bin mir nicht zu Schade mal mit anzupacken, damit es in der Hektik z.B. des Abbaues schnell geht, auch mal einen Luftmatratze einzupacken usw.
Natürlich leidet darunter nicht die Küchenarbeit.
Das mit dem Ausruhen ist dann solch eine Sache, mann bekommt schnell den Vorwurf zu hören, das wir (drei Küchenleute bei 50 Personen) nichts zu tuen haben und dann bei nächsten mal auch mit weniger Leuten fahren können.
Gruß Stefan
Hallo Stefan
Vielleicht wäre ein Aussprache zwischen dir und dem Lagerleiter (eine Person!) einen guten Ansatz. So kannst du darlegen was dich stört.
3 Köche auf 50 Personen finde ich persönlich angemesse. Ich wäre als Leiter froh, soviele Freiwillige zu finden, die in der Küche mithelfen. Dies ist nicht selbstverständlich. Den Leiter sollte einsehen, dass das Küchenpersonal viel mehr arbeit hat, als man sieht. Wer sind die ersten, die am Morgen aufstehen, alles einkaufen und alles wieder aufräumen müssen? -> richtig, das Küchenteam...
Was denken andere dazu?
Hallo! Der Idealfall wäre ja, dass man sich als ein Team versteht, in dem alle gemeinsam dazu beitragen, den Kindern ein schöne Zeit zu bereiten. Ich fände es sehr angenehm als Leitung zu wissen, dass da noch ein paar Augen und Hände mehr für die Kinder da sind. Dass beim Essen niemand bevorzugt und beim Mithelfen niemand "benachteiligt" werden sollte, ist wohl selbstverständlich und scheint bei Dir ja auch so zu sein. Ich denke, dass dann vielleicht persönliche, vielleicht sogar unbewusste Dinge eine Rolle spielen können- vielleicht ist bei den Leitern ein Stück Eifersucht mit im Spiel, wenn sie sehen, dass die Kinder gern in der Küche sind? Ich wünsche Dir, dass solche Dinge sich ansprechen und klären lassen! Viele Grüße, Andrea
Ich habe das Gefühl, dass es bei euch in erster Linie an Kommunikation untereinander mangelt. Du scheints nicht genau zu wissen, was die Intentionen der Leiter ist ("scheint die einhellige Meinung vertreten zu sein..."), die Leiter dagegen scheinen zwar dein Verhalten zu kritisieren, aber nicht bereit zu sein, zu erläutern, warum sie dein Verhalten als unangebracht ansehen.
Sinnvoll wären klare Absprachen mit den Leitern. Es kann ja durchaus sein, dass die Kinder mit den Betreuern etwas ausgemacht hatten und dich dazu benutzen, um diese Absprache zu umgehen (z.B. Kind soll Schleife binden lernen, kommt aber zu dir, weil du ihm die Schuhe immer so nett zubindest.). In solchen Fällen wäre es einfach, wenn die Leiter kurz kommentieren, warum du dies oder jenes nicht tun solltest, damit deren Autorität nicht untergraben wird. Umgekehrt finde ich es auch wichtig, wenn du die Möglichkeit bekommst, deine Unzufriedenheit mit bestimmten Situationen anzusprechen. So kannst du erklären, warum du in dieser Situation so gehandelt hast. So wird vielleicht aus einer vermeindlichen Einmischung in den Aufgabenbereich der Leiter eine Unterstützung in einer hektischen Situation.
Grundlegend vertrete ich eher die Ansicht, das Kind soll lernen Dinge selbstständig zu erledigen. Dafür braucht es meiner Meinung nach aber Anleitung, wie man es macht. Allerdings gibt es auch Situationen, wo Geschwindigkeit und Effizienz wichtiger sind, als der Lerneffekt (z.B. wenn es auf einen Ausflug gehen soll,habe ich keine Viertelstunde Zeit, damit das Kind lernenkan, seine Schnürsenkel zu binden, da mache ich das schon mal.)
Ich glaube, Kommunikation ist einer der wichtigsten Punkte bei euch, da sowohl unzufriedene Leiter als auch unzufriedene Küchenhelfer sich negativ auf ein Lager auswirken.
Hallo,
ich war mal bei einer zweiwöchigen Freizeit dabei. Hier war ich normale Betreuerin, ein spezielles Küchenteam gab es nicht. Ich habe die gleiche Einstellung wie Stefan und zwar bin ich ebenfalls der Ansicht, dass man die Kinder nicht allein auf sich gestellt lassen sollte. Kinder merken, wer diese Einstellung hat und suchen zu dieser Person häufigeren Kontakt als zu den anderen Betreuern. Ich musste mir damals auch anhören lassen, dass die Kinder zu mir kommen müssen wenn sie etwas spielen wollen und ich denen nichts anzubieten habe. Ich habe mich sehr intensiv mit den Kids beschäftigt, weil ich gemerkt habe, dass ich bei den anderen Betreuern mit meiner Einstellung nicht weiter kam. Auch eine Aussprache half da nicht. Ich habe gemerkt, dass diese Art von betreuen, die von mir von den anderen Betreuern verlangt wurde, nichts für mich ist. Nach der Ferienfreizeit habe ich gesagt, dass ich nicht mehr mitkommen werde.
Vielleicht solltest du auch für dich überlegen, dass es vielleicht nicht die richtige Gruppe für dich ist und dich umorientieren, sofern eine Aussprache mit der Campleitung nichts bringt.
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