Mafiosi-Spielkarten-Postkarte II: Geschichte
von verschiedenen Autoren (04.07.10 12:49:19)Hier darf, kann und soll jeder an dieser Geschichte mitschreiben können ... einfach im rechten Menü "editieren" auswählen.
1. Kurze Version
Wir schreiben das Jahr 1113. Burg Grik erblühte in den letzten Jahren dank des weisen und umsichtigen Herrscher Cristanus zu einer Stadt voll Frieden und Harmonie. Zusammen mit Gräfin Herlinde hatte er es in wenigen Jahren geschafft, Diebe und Krawallmacher aus der Stadt zu entfernen. Wichtige Entwicklungen wurden erfolgreich umgesetzt: Der Stadtring wurde erhöht und gefestigt. Die Stadttore wurden verstärkt und die Hauptkirche wurde vergrößert. Und selbst die Entsorgung von Müll auf den Straßen hatte begonnen.
Doch jede Nacht sterben Bürger in Burg Grik. Gerüchteweise streifen "Schwarze Ritter" umher, einigen sich auf ein Opfer und töten dies. Bürger, Kaufleute und der Adel fürchten sich vor den Nächten und auch die Verstärkung der nächtlichen Stadtbewachung hat zu keiner Besserung geführt. Erste Verdächtigungen werden ausgesprochen, wer nachts ein schwarzer Ritter sei. Daher hat Graf Cristanus eine Versammlung von Bürgern, Kaufleuten und Adeligen einberufen, die sich über die Verdächtigungen berät und täglich einen Verdächtigen zur Abschreckung der anderen schwarzen Ritter hinrichten lässt. Ob das helfen wird?
2. Lange Version
Wir schreiben das Jahr 1113. Burg Grik erblühte in den letzten Jahren dank des weisen und umsichtigen Herrscher Cristanus zu einer Stadt voll Frieden und Harmonie. Zusammen mit Gräfin Herlinde hatte er es in wenigen Jahren geschafft Diebe und Krawallmacher aus der Stadt zu entfernen. Wichtige Entwicklungen wurden erfolgreich umgesetzt: Der Stadtring wurde erhöht und gefestigt. Die Stadttore wurden verstärkt und die Hauptkirche wurde vergrößert. Und selbst die Entsorgung von Müll auf den Straßen hatte begonnen.
Auch die Bewohner waren mit dem Graf und der Gräfin zufrieden. Ihre Fachwerkhäuser erstrahlten in neuem Glanz und die Stadt profitierte von vielen Handlungsreisenden, die die Stadt als sichere Übernachtsmöglichkeiten kennengelernt hatten. In den Herbergen waren die Betten regelmäßig belegt und selbst die Angebote auf den Märkten wurden immer umfangreicher.
"Herr Graf", sprach ein Bote direkt in der Empfangshalle zum Grafen, "ich bringe schlechte Kunde: Auch diese Nacht ist wieder ein Mord geschehen!"
Seit geraumer Zeit gingen Gerüchte von umherstreifenden Raubrittern um, die nachts durch die Gassen zogen und wohlhabende Kaufleute und Handwerker um ihren Besitz und ihr Leben brachten. Wie sie in die Stadt gelangten, war ein Rätsel, wurden doch alle Tore zur sechsten Stunden geschlossen und jeder der tagsüber hereinwollte von den Wachen überprüft.
Der Graf schickte erschrocken den Boten aus um nach dem Baumeister des Stadtrings zu suchen. Wenig später klopfte der Bote erneut im großen Saal an: "Herr Graf, der Baumeister ist jetzt da!" "Möge er eintreten", erwiderte der Graf. Mit dem Satz "Ich verneige mich vor Eurem Glanze" trat der Baumeister mit einer tiefen Verbeugung in den Saal. "Ich nahm Kunde von dem Schicksal des Kaufmanns! Wie kann ich Euch dienen?" Der Graf erhob sich und trat an den Baumeister heran: "Wie erkläre er sich, dass erneut Unholde den Weg des Nachts in die Stadt geschaffen habe?" "Graf, ich kann es mir nicht erklären! Der Ring ist sicher; gut gebaut; kein noch so kleines Mäuschen würde ein Wegchen hindurch finden!" "Geh er fort und überprüfe sein Bauwerk. Ritter Thomas möge deine Schritte überwachen!"
Mit unzufriedener Miene verabschiedete sich der Baumeister vom Grafen und ging gemeinsam mit dem Ritter Thomas und seinen Helfern den Stadtring, erneut zu überprüfen. "Ich habe es schon dreimal überprüft, da ist kein Loch, kein Graben, kein Gang. Allerdings fürcht ich, mein Kopf könnte bald fehlen!"
Doch auch mit der Überprüfung der Helfer ließ sich kein Loch, keine Tür, keine lockeren Steine, kein Stollen unter dem Ring, kein Hilfsmittel für das Übersteigen des Rings und keinen Graben finden, der von Unholden des Nachts zum Eindringen in die Stadt genutzt werden könnte. So kehrten nach mehreren Stunden die Helfer zusammen mit dem Baumeister und Ritter Thomas zurück zum Graf Cristanus.
Ritter Thomas ergriff zuerst das Wort: "Seid mir gegrüßt, mein Graf!" Doch der Graf fragte gleich: "Ich hoffe, ihr habt einen Weg gefunden mir all dies Unheil zu erklären!" Der Baumeister kniete nieder und sprach: "Mein Herr, auch mit den Helfern und dem wachsamen Auge von Ritter Thomas konnten wir kein Loch, kein Weg, kein fehlend Stück, kein Graben finden! Es tut mir leid!" Doch der Graf sprach mit ruhiger Stimme weiter: "Ich vertraue auf das Urteil von Ritter Thomas. Wenn es so sei, wie ihr gesagt, so sind die Unholde bereits unter uns. Ritter Thomas, sammel die Ritter, verteilt euch heut nacht, überwacht die Gassen und den Stadtring. Verhindert das weitere Morden meiner Untertanen!"
Sogleich verließen der Baumeister und Ritter Thomas den Saal. Wobei der Baumeister mit gefalteten Händen und dem Blick hoch zum Himmel flüsterte: "Danke Herr, dass ich meinen Kopf behalt!" Ritter Thomas hörte es zwar, beachtete es aber nicht und ging eilendes Schrittes los, um die anderen Ritter zu versammeln und zu informieren.
Die Kunde über die nächtliche Überwachung der Stadt machte die Runde unter den Bürgern. "Es wird auch Zeit, dass das geschieht!", sprach auf dem großen Marktplatz ein Händler zu einem Käufer. Doch dieser zischte nur zurück: "Die schwarzen Ritter wird der Graf niemals finden!" Der Händler wunderte sich über diese Antwort, doch als er antworten wollte, bemerkte er, dass der Käufer schon in dem Trubel, der auf dem Marktplatz herrschte, verschwunden war. Er sah nur noch einen kleinen Jungen, der gerade am Stand vorbeilief.
Bereits kurz vor der Dämmerung trafen sich die Ritter und Ritter Thomas ergriff das Wort: "Diese Nacht steht nicht nur unser Können, unser Fertigkeit, sondern auch das Vertrauen des Grafens in uns in Frage. Wir müssen Erfolge aufweisen. Wir müssen des nächtlich Töten stoppen und den Schuldigen finden! Dazu verteilen wir uns über die ganze Stadt und werden jede Gasse, jede Straße, jedes Haus ständig beobachten. Wir dürfen nicht versagen. Freunde, erhebt mit mir das Glas und lasst uns auf unseren Erfolg trinken." Danach verteilten sich die Ritter in der ganzen Stadt und beobachteten das Treiben auf den Straßen. Bereits mit Anbruch der Dämmerung waren die Gassen menschenleer. Niemand wollte heute Nacht auf der Straße sein. Doch da die Neugier bei allen groß war, saßen sie in ihren Türen und Fenster und schauten nach draußen, ob etwas geschah.
Doch es geschah lange nichts. Und dann hörte man ein lautes Schnarchen. Die Ritter waren von einer bleiernen Müdigkeit übermannt worden und schliefen auf den Gassen. Doch das merkten auch die Bürger nicht, denn diese schliefen trotz ihrer Neugier zu dieser späten Stunde auch schon. Nur noch Friderich war wach. Friderich hat heute Mittag am Marktstand ebenfalls die merkwürdige Antwort des Käufers gehört. Er wollte wissen, was es mit den schwarzen Rittern auf sich hat. Er saß ganz oben am Fenster, in völliger Dunkelheit und starrte hinaus auf die Straße. Und dann sah er sie. Es sah erst aus wie Schatten, doch dann war er sich ganz sicher: Es waren Ritter in völlig schwarz gefärbten Rüstungen, die aus mehreren Richtungen herbeieilten. Und kam da einer nicht erst aus dem Haus gegenüber?
Sie versammelten sich auf der Straße und schienen sich zu beratschlagen. Friderich wunderte sich, was diese schwarzen Ritter wohl vorhaben? Doch dann gingen sie sehr zielstrebig in die Webersgasse. Friderich haderte mit sich, ob er ihnen hinterherschleichen sollte. Doch er traute sich dann doch nicht. Er saß noch eine Weile am Fenster und schlief dann schließlich ein.
"Friderich, wach auf! Hast Du etwa die ganze Nacht am Fenster geschlafen? Na, Du machts vielleicht Sachen!" weckte ihn seine Mutter am nächsten Morgen. Friderich rieb sich die Augen und sagte: "Mama, ich habe die schwarzen Ritter gesehen!" "Ach Du immer und Deine Geschichten. Du hast geträumt!" "Nein, ich habe nicht geträumt. Sie haben sich getroffen und sind dann in die Webersgasse gegangen!" Jetzt stutzte seine Mutter und setzte sich neben ihn: "Friderich, das ist jetzt wichtig! Hör auf zu flunkern oder zu erfinden! Woher weißt du vom Mord in der Webersgasse?" "Was?" sagte Friderich."Dann stimmt es tatsächlich. Die schwarzen Ritter sind die, die töten, und sie wohnen unter uns. Mir schien es als sei einer aus dem Haus gegenüber gekommen!" "Friderich!" "Das stimmt, ich habe nicht gelogen!"
Und daher ging Friderich mit seiner Mutter los, um mit dem Grafen Cristanus zu sprechen. Doch sie wurden bereits vor dem Einlass abgewiesen: "Da könnt ja jeder kommen und Geschichten erzählen. Der Bub hat geträumt, mehr nicht!" Jetzt blieb ihnen nur noch eine Chance: Sie mussten den Ritter Thomas bei einem Ritt durch die Stadt treffen und ihm Bericht erstatten können. Kaum waren sie vom Einlass weggegangen, stand ihnen Ritter Thomas gegenüber. Er war aufgrund des nächtlichen Misserfolges schlechter Laune und wollte gerade dem Graf berichten. Bevor seine Mutter etwas sagen konnte, rannte Friderich auf ihn zu und es sprudelte nur so aus ihm heraus: "Bei uns wohnen schwarze Ritter, die treffen sich nachts, gehen raus und morden. Ich habe sie gesehen und bei mir gegenüber wohnt einer!" Friderichs Mutter ging in die Knie und sprach sofort: "Ritter Thomas, bitte entschuldigt das Vorpreschen meines Sohnes. Ich werde ihn entsprechend bestr..." "Schon gut", sprach Ritter Thomas und sagte zu Friderich: "Erzähl mir, ausführlich, was du gesehen hast!" Und so erzählte Friderich seine Beobachtungen Ritter Thomas. Und danach ging er mit Ritter Thomas zum Grafen, wo er wiederum seine Beobachtungen berichtete. Der Graf wurde blass. "Unter uns wohnen diese! Wie sollen wir sie finden? Wie erkennen?" fragte er. Und da sprach Friderich: "Ich denke, dass mein Nachbar einer von ihnen ist." "Bist du dir sicher?" sprach der Graf. "Nein", sagte Friderich. Trotzdem ließ der Graf den Nachbarn holen und fragte ihn, was er über schwarze Ritter weiß, was er des Nachts mache, wer sein Zeuge sein könnte.
Die Kunde über die Beobachtungen von Friderich hatte sich verbreitet und überall in der Stadt wurde nur noch über die schwarzen Ritter gesprochen. Daher wollten bereits nach kurzer Zeit viele weitere Bürger zum Grafen. Sie hatten auch Beobachtungen gemacht und Verdächtigungen ausgesprochen - oder wollten einfach nur mit dabei sein.
Doch der Graf befragte immer noch Friderichs Nachbarn. Doch er konnte aus seinen Antworten keine Entscheidung fällen: Ist er ein schwarzer Ritter oder keiner? So ließ er einige Bürger, Kaufleute und Adelige ein und sprach: "Dieser hier ist bezichtigt einer der schwarzen Ritter zu sein, die des Nachts durch unsere Straßen ziehen und morden. Fragt ihn aus und danach stimmen wir gemeinsam über sein Schicksal ab!" Und so stellten die Bürger ihm Fragen, stellten eigene Vermutungen auf und hörten Zeugen. Und nach der Abstimmung am Schluss wurde klar, dass er sofort sterben müsse.
So wurde er sofort hingerichtet und man hoffte, dass das Morden nun ein Ende haben würde. Doch der Graf Cristanus ließ wiederum Ritter überall in der Stadt aufstellen. Doch wieder konnten diese ein neuerliches Töten nicht verhindern.
Seit geraumer Zeit gingen Gerüchte von umherstreifenden Raubrittern um, die nachts durch die Gassen zogen und wohlhabende Kaufleute und Handwerker um ihren Besitz und ihr Leben brachten. Wie sie in die Stadt gelangten war ein Rätsel, wurden doch alle 2 Tore zur sechsten Stunden geschlossen und jeder der reinwollte tagsüber von den Wachen überprüft.
Habs oben nochmal weitergeschrieben ...
Ich finds sehr gut, aber vielleicht alles in allem ein bisschen zu lang?
"So ließ er einige Bürger ein und sprach:" --> da würde ich alle Guten bennen, also "So ließ er einige Kaufleute, Büger und (das dritte weiß ich nicht mehr) ein und sprach:" damit klar ist wer alles zu den Guten gehört =)
Das ist ein guter Einwand. Da ging wohl die Fantasie mit mir durch. Daher gibt es jetzt auch noch eine kurze Version, die das Wichtigste enthält (glaube ich). Die Erwähnung der guten Gesamtheit "Bürger, Kaufleute und Adelige" würde eingefügt.
Super, grad das Ende der ersten Version macht es spannend =)
Ich find es genial. Auch die lange Version zeigt den kompletten Spielablauf - wers möchte kann aishc hier die ein oder andere Idee holen, wenn er es frei erzählen möchte als Spielleiter. Find ich gut!
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