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Diskussionsplatz - Pädagogische Fragen - "spezielle" Kinder

Mit muslimischen Kinder zur Ausstellung in einer Kirche

von mehlersoft (23.12.09 14:05:36)

Dies ist das sechste Situationsbeispiel von pädagogisches Handeln neu durchdacht (Vorschau), wie es sich bei einer Ferienfahrt, einem Lager oder einer Gruppenstunde zutragen könnte. Mich interessiert dabei, was Du tun würdest, wie Du in dieser Situation reagieren würdest. Über weitere Situationsbeispiele freue ich mich natürlich (bitte in pädagogisches Handeln neu durchdacht (Vorschau)).

 

Wir hatten zusammen mit den Kindern Bilder für eine Ausstellung gemalt. Die Ausstellung fand in einer Kirche statt. Zur Eröffnung (Presse war auch da), gingen wir mit einigen Kindern hin, damit sie ihre Werke presentieren konnten. Mit dabei waren auch einige muslimische Kinder. Zwei benahmen sich wärend des Besuches ziemlich daneben und bekamen die entsprechenden Sanktionen.

Kurze Zeit darauf kam der Vater zu uns, um sich zu beschweren. Jedoch nicht, wie wir dachten, wegen der Sanktionen, sondern weil seine muslimische Tochter in ein christliches Gebäude gegangen war. Jeglicher Versuch, während des Gesprächs auf das Fehlverhalten der Tochter einzugehen, wurde vom Vater vollständig ignoriert.


Wie geht man mit Eltern um, die wie oben beschrieben, zwar ein Gespräch suchen, bestimmte Prroblempunkte jedoch umgehen oder ignorieren und ständig das Thema wechseln?

Kurzinfo: Auf sein Anliegen wurde eingegangen. Die Ausstellung hatte keinen kirchlichen Hintergrund, die Kirche war lediglich Ausstellungsort. Es wurde keine Messe oder ähnliches abgehalten.

 

Kommentar von Gwyneth (27.12.09 13:32:38)

Hm, das ist schwer. Ich glaube nicht, dass man viel erreicht, wenn man mit einem aufgebrachten Vater über etwas in seinen Augen nichtiges oder sogar richtiges reden soll, während er sich wegen einer ganz anderen Sache aufregt.

Ich glaube, ich würde ihn quasi ins Leere laufen lasssen, für diesmal aufhören, nachzuhaken, und stattdessen einen Brief schreiben, um ihm darin mein Anliegen sachlich zu erklären, aber auch aufzeigen, dass ich seinen Standpunkt verstehe, wenn auch vielleicht nicht akzeptiere. Man kann in dem Brief dann auch einen Termin nennen, an dem man sich aussprechen kann. Bis es soweit ist, hat er sich wohl die Gedanken durch den Kopf gehen lassen.

Gefahr dabei ist natürlich, dass er den Brief nicht liest. Trotzdem halte ich das für eine sinnvollere Möglichkeit, als ständig gegen ihn anzuschreien.




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