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Diskussionsplatz - Pädagogische Fragen

Mutter und Tochter trennen?!?

von mehlersoft (23.12.09 14:02:07)

Dies ist das vierte Situationsbeispiel von pädagogisches Handeln neu durchdacht (Vorschau), wie es sich bei einer Ferienfahrt, einem Lager oder einer Gruppenstunde zutragen könnte. Mich interessiert dabei, was Du tun würdest, wie Du in dieser Situation reagieren würdest. Über weitere Situationsbeispiele freue ich mich natürlich (bitte in pädagogisches Handeln neu durchdacht (Vorschau)).

 

Eine Mutter bringt ihre Tochter (Kindergartenalter) in jede Gruppenstunde. Sie ist sehr bekümmert um ihre Tochter und schaut auf alles. Sie bleibt immer sehr lange sitzten und schaut zu. Solange die Mutter anwesend ist, hat das Mädchen eine Art "Heimweh", sobald die Mutter weg ist, benimmt es sich wie ein normales Kind. Die Mutter jedoch fargt ihre Tochter vor der Gruppenstunde 10 Mal, ob sie wirklich hier bleiben möchte. Die Tochter weint jedes mal, bevor die Mutter geht.

Kommentar von Matze2903 (23.12.09 14:55:16)

Das schreit doch nach einem Gespräch mit der Mutter.

Inhalt:

  1. Der Mutter erklären, das das "Heimweh" durch die Fragerei  künstlich hochgehalten wird, denn
  2. wenn die Mutter weg geht, dann fühlt sich das Kind wohl. Beispiele, vielleicht das eine oder andere Foto machen (Film wäre besser aber zu aufwendig).
  3. Angebot an die Mutter: Über einen (festgelegten) Zeitraum (z.B.vier mal) die Mutter anrufen und ihr mitteilen, wie es dem Kind geht/das es dem Kind gut geht, damit sie sich nicht als schlechte Mutter fühlt oder
  4. wenn es die Räumlichkeiten hergebn, die Gruppe aus einem "Versteck" zu beobachten, dies der Mutter ermöglichen, damit sie sich von der positiven Situation selbst überzeugen kann.

Sollte das nicht funken, dann einfach die Kinder an der Tür in Empfang nehmen und die Eltern aussen vor zu lassen. Motto: Ab hier können wir alleine laufen. Dies vielleicht in ein Spiel oder Bastelprogramm einbinden.

Kommentar von hannes (03.01.10 22:58:07)

Ich würde das nicht so professionell angehen.

Aber es ist sicher wichtig, mit der Mutter ehrlich darüber zu sprechen!

In meiner Gruppenstunde (Pfadfinder, 11-13-jährige, ca. 9 Kinder) will ich unter keinen Umständen Eltern haben.

Und zwar seit einem sehr negativen Vorfall:

Eine Oma war mit ihrem (offensichtlich etwas merkwürdigen, vllt. zurückgebliebenen) Enkel eine ganze Gruppenstunde dabei. So hat sie

-  Ihm die Möglichkeit genommen, ungezwungen Kontakt in einer neuen Umgebung zu finden und

- Unsere zugegebenermaßen außergewöhnlich chaotische Gruppenstunde aus ihrer Sichtweise sehr streng bewertet. Sie war ihr zu planlos.

...Der Junge kam nie wieder.

 

Bei Kindergartenkindern ist das sicherlich was anderes. Da kann man die Eltern natürlich nicht kategorisch ausschließen.

Aber man kann mit ihnen reden, denn sie wollen ja sicherlich das Beste für ihr Kind!

 

Kommentar von majo06021996 (08.12.14 21:01:31)

Bei uns in den Trainingseinheiten stehen wir dem Bleiben von Eltern etc. in den Einheiten auch kritisch gegenüber.

Das hat folgenden Grund: Wir möchten den Kindern ein störungsfreies Traiining ermöglichen. Die Eltern beeinflussen die Kinder während einer Trainingseinheit sehr stark. Für die pädagogischen Sachen beim Training haben wir immer mindestens ein bis zwei hochqualifizierte Trainer anwesend. Beim ersten Training gehen wir natürlich anders um, denn auch die Eltern sollen sich erst von unseren Methoden ein Bild machen können.

Bei dem angesprochenen Beispiel würde ich auch das Gespräch mi den Eltern suchen.

LG

MAJO 




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