wie wird man Hauptamlicher Jugendleiter
von MaryLou (02.07.09 12:35:17)Ich wollte mich mal informieren, was man gelernt haben muss, dass man in den verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit Hauptamtlich tätig sein kann. Muss man dazu unbedingt studiert haben?? Hab im Internet irgendwie nichts richtiges dazu gefunden.
Es kommt ganz darauf an, was Du machen willst bzw. sollst? Je nachdem reichen Qualifikationen, die Du als Ehrenamtliche durch vielschichtige Tätigkeiten erlangt hast. Ansonsten finden sich aber ganz häufig Pädagogen (auch: Sozialpädagogen, soziale Arbeit) und Erziehungswissenschaftler auf solchen Stellen.
Ich denke, dass dies ganz von der Stelle an sich abhängt und natürlich wie gut man den Träger kennt (Vitamin B) ...
Ja also die meisten sind soz. Päds. und Dipl. Pädagogen, in kirchlichen Einrichtungen auch oft Religionspädagogen. Manche Einrichtungen besetzen solche Stellen aber auch gerne mit Erziehern (aus Kostengründen).
Hauptamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit sind meistens:
Erzieher (schulische Ausbildung, weltlich staatlich, evangelisch, katholisch))
Jugend- und Heimerzieher (schulische Ausbildung, s.o.)
Sozialpädagogen (Studium FH Uni BA)
Diakone und Jugendreferenten in der evangelischen Kirche(Studium)
Bei den katholischen kenne ich mich nicht so aus.
Ich kenne auch zwei Personen die Betriebswirtschaftlehre als Studiengang hatten und dann (natürlich mit entsprechender Vorbildung über Ehrenamtliche Arbeit) eingestiegen sind.
Vermutlich ist der Arbeitgeber auch der, bei dem der BWLer seine Ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt hat. Das ist aber die Ausnahme. Und das Problem ist nur dabei, das das nicht jeder Arbeitgeber anerkennt und wenn sich die wege des BWlers und seines Arbeitgebers trennen, es schwer wird, was zu finden, bzw. einen Arbeitgeber, der dieses anerkennt. Das papier zählt nicht alles aber viel in Deutschland.
Es gibt auch Jugendreferenten in der katholischen Kirche, die dann Sozialpädagogik studiert haben
Also ein Studium ist nie falsch. Gerade in der sozialen Schiene gibt es eine Menge Konkurrenz. Als Mann ist es etwas leichter eine Stelle zu finden (weil eben noch kein typischer Männerberuf - sieht man leicht an den Zahlen der Studiengänge, da sind meist 90% weibliche Studenten).
Auch bis Erzieher in ein Studium eingebettet wird dauert es keine 10 Jahre mehr - Pilotprojekte laufen und in Europa wird das in der Regel auch so gehandhabt, gerade in nordischen Ländern mit den Vorbildsozialsystem.
Das Problem beim Quereinstieg ohne irgendwelche zusätzlichen Qualifikationen ist eben die Abhängigkeit von einem Träger. Bewirbst du dich neu, dann hast du gegen den Master/Dipl-SozPäd wenige Chancen, zumindest bei uns ist das so. Und wenn du eine Stelle willst die wirklich Verantwortung für Personal trägt, dann wirds ohne akademischen Titel wirklich schwer da rein zu kommen, bei der Arbeit in der täglichen Praxis ist es allerdings leichter.
Also wenn du die Möglichkeit zum Studien hast: nutze sie, dann brauchst du dich später nicht ärgern :)
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