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Ideenpool - Gottesdienste & Spirituelles - Jugendgottesdienst

Ein kleines Licht scheint hell (Adventszeit)

von HannahMarie (29.12.08 10:36:40)

Eingangslied: Die Sache Jesu braucht Begeisterte

Begrüßung: Pfarrer 

Lied: Ins Wasser fällt ein Stein

Einstieg:  

Ein kleines Licht ist in großer Dunkelheit weit sichtbar. Jeden Morgen erfahren wir neu das Sonnenlicht. Es gibt helle Sonnentage und dunkle Regentage, aber immer umgibt uns Licht. Wir können Licht machen, wenn wir eine Kerze anzünden. Sie schenkt Licht und Wärme. Es ist schön, in eine brennende Kerze zu schauen. Sie kann uns viel erzählen.

Kyrie: Pfarrer 

Gloria: Ich lobe meinen Gott

Tagesgebet:  

Das Licht ist ein Geheimnis. Es erinnert uns an Gott, von dem alles Licht kommt. Das Licht kommt strahlend in unsere Hände und in unseren Alltag. Es erhellt unsere Stunden. Wir reichen es gerne weiter in andere Hände.
Viele Mitmenschen haben Ihre Schwierigkeiten zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Dann tut es gut, das Licht einer Kerze anzuzünden und im Lichtschein einer lebendigen Flamme ins Nachdenken zu kommen.
Wortlos melden sich Wünsche und Sorgen, Probleme und Schmerzen, Dunkelheiten und Ungereimtheit ins Licht. Es fällt einem leichter, Ruhe und Abstand zu gewinnen und die Dinge in ein anderes Licht zu rücken. Diese neue Sichtweise kann helfen vieles objektiver zu sehen und mit einer neuen Gelassenheit die Dinge anzugehen.
Mit einer Kerze fällt es einem auch leichter zu beten. Sie stellt eine Brücke zu Jesus dar. Versuchen wir in diesem Gottesdienst die Brücke zu Jesus zu finden.

Lesung:

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen des Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit ist eure Sache." - Die Weisen sagten: "Das ist eine gute Aufgabe."
Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. - Er dachte sich: "Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen."
Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig, und sie schafften bis zum späten Nachmittag das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger." - Der Vater antwortet: Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten."
Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.
Der Vater sagte: "Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen."

Zwischengesang: Herr, wir bitten

Evangelium: Mt 5,14 - 16

Predigt:

 Konnten wir uns in der Lesung wiederfinden? Geht es uns nicht auch manchmal wie dem älteren Bruder? Füllen wir unsere Welt und unser Leben nicht auch oft mit vielen nutzlosen Dingen an und merken gar nicht, dass unsere Welt dabei nur immer dunkler wird? Glauben auch wir, dass man gegen diese Dunkelheit, die unser Leben umgibt, gar nichts machen kann? Erwarten auch wir nichts mehr von dem Gott, der die Welt und uns geschaffen hat? Haben auch wir die Hoffnung aufgegeben, dass er nach uns sucht und unser Leben hell machen will?
Ich möchte euch zwei Menschen vorstellen, die von Gott noch etwas erwarten. Sie haben ihr Leben lang das Warten nicht aufgegeben und ihr Warten hat sich gelohnt!
Der eine Mensch ist der Prophet Jesaja. Er sagte vor langer Zeit:
"Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht; für die, die im Land der Finsternis wohnen, leuchtet ein Licht auf. Herr, du schenkst ihnen große Freude, darum jubeln sie laut."
Jesaja hat gewusst, dass es ein Licht gibt für diese Welt und dass dieses Licht von Gott kommen wird. Er selbst hat es nicht mehr erlebt.

Der andere Mensch, den ich euch vorstellen möchte, heißt Simeon. Er durfte das, was Jesaja angekündigt hat, selbst erfahren.
Simeon, der alte, fromme Mann, lebte in Jerusalem. Er wusste noch nicht, dass Jesus geboren war. Jeden Tag ging er in den Tempel, um zu beten. Er dachte bei sich: Wenn er erst da ist, der große König, der uns helfen wird, dann wird sich die ganze Welt freuen. Er wird das große Licht sein für die dunkle Welt. Er wird aus aller Dunkelheit und Finsternis retten.
Eines Tages geht Simeon wieder in den Tempel. Auf den Armen seiner Mutter erblickt er das Jesuskind. Freude erfüllt sein Herz. Er nimmt das Kind in seine Arme und spricht zu Gott: "Ich danke dir, Gott! Meine Augen haben Jesus, das Heil der Welt, den guten Freund aller Menschen gesehen. Jesus ist das große Licht für die ganze Welt, das Licht für alle Völker."

Lassen wir uns in dieser Adventszeit von dem Licht anstecken, das da in unsere Welt kommt! Entdecken wir, warum es heller und wärmer wird, seit dieses Kind geboren wurde! An Jesus, dem Licht der Welt, wird uns ein Licht aufgehen: denn er hat uns gezeigt, wie Gott zu uns steht, dass er ein liebender Gott ist, der nach jedem Menschen sucht und ihm nachgeht. Darum dürfen wir uns freuen und fröhlich sein!
An Jesus, dem Licht der Welt wird uns ein Licht aufgehen: denn er hat uns gezeigt, was es heißt, ein Licht für andere Menschen zu sein und Liebe zu geben. Sein Licht zeigt sich uns in vielen Dingen: in dem Lachen eines Kindes, in netten Gesten von Freunden, einer schönen Blume, den prachtvollen Farben der Natur. Darum dürfen wir uns freuen und fröhlich sein.
Wem dieses Licht aufgegangen ist und sich von seinen Strahlen wärmen ließ, für den werden viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen: er wird sich selbst neu sehen lernen als von Gott geliebten Menschen, der wertvoll ist. Wem dieses Licht aufgegangen ist, der wird auch ein Gespür für andere Menschen bekommen; wird merken, wenn sie Probleme haben und sich Zeit für sie nehmen.
Wem dieses Licht aufgegangen ist, der kann es nicht für sich behalten, sondern wird es weitergeben und unsere Welt ein klein wenig heller machen. Darum feiern Christen Advent, darum haben sie das Warten nicht aufgegeben, darum sind wir heute hier: Wir wissen, dass unser Licht kommt. Wir wissen, dass unser Herr kommt. Er wird unser Leben hell machen.
Ich wünsche uns allen, dass uns in dieser Adventszeit ein Licht aufgeht, dessen Schein unsere Herzen hell macht und hinausstrahlt in unser Leben und in bis in die hintersten Ecken dieser dunklen Welt. Amen.

Glaubensbekenntnis

Fürbitten:

  • Einleitung Pfarrer
  • Diese Kerze steht, für die Menschen die in dieser Adventszeit einsam und alleine sind, da sie Niemanden haben mit denen sie sich auf Weihnachten freuen können.
  • Diese Kerze steht, für die Entfernung die man vom Licht haben kann, doch wenn man glaubt, dann kommt man dem Licht immer einen Schritt näher. Wir wünschen uns, dass unsere Firmlinge immer den Weg ins Licht gehen und nicht im Dunkeln stehen bleiben.
  • Diese Kerze steht für die Menschen, deren Leben dunkel ist, weil sie ihre Arbeit verloren haben und im Dunkeln stehen, weil sie keinen Ausweg finden. Hilf jenen, die kein Licht bekommen und sende ihnen ein Licht als einen kleinen Funken Hoffnung für die Zukunft.
  • Diese Kerze steht für, das Leben. Dieses Licht erhellt unser Leben. Ein Licht das aufflackert, wenn wir ein gutes Wort sprechen, wenn wir nett zu anderen Menschen sind, wenn wir hilfsbereit sind, wenn wir mit anderen lachen, wenn wir mit anderen feiern. Hilf uns, dass dieses Licht bei keinem von uns erlischt.
  • Schluss Pfarrer

Gabenbereitungslied: Wenn das Brot das wir teilen

Sanctus: Heilig, heilig bist du

Hochgebet: Pfarrer

Vater unser & Friedensgruß

Agnus Dei

Kommunion

Schlussgebet:  

Vater im Himmel! Wir haben Jesus als das Licht der Welt gefeiert, das auch uns erleuchtet hat. Lass uns darüber froh und dankbar sein und hilf uns, dieses Licht in die Welt hinauszutragen, so dass immer mehr Menschen aus der Finsternis in dein wunderbares Licht gelangen. So bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Lied: Du bist das Licht der Welt

Segen: Pfarrer

Lied: Einer hat uns angesteckt



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