Radtour mit Kindern - Erfahrungen gesucht!
von Firewolf (18.02.08 23:02:30)Hallo!
Wer von euch hat schon einmal eine Radtour mit Kindern gemacht und kann mir ein paar Erfahrungen berichten?
Ich habe im Frühjahr sowas in Planung, traue mich aber noch nicht so ganz die Leistungsfähigkeit von 8-12jährigen einzuschätzen.
Es handelt sich um eine Gruppe von ca. 10-15 Kindern (m/w) im Alter von überwiegend 8-12 (teilweise auch etwas darüber) und ca. 4 Betreuern/innen. Die Teilnehmer kennen sich untereinander und auch 2 der Betreuer. Alle kommen aus einer Jugendgruppe der Abteilung eines Sportvereins, die in dieser Form seit ca. 1 Jahr besteht.
Im Frühjahr wollen wir mal "was anderes" machen, die Idee kam bei den Kids schon mal gut an.
Geplant ist eine Radtour am Wochenende (Beginn gegen Mittag) mit Picknick auf dem Hinweg, am Ziel Kegeln und Eisessen (ca. 1,5-2 Stunden), dann Rückfahrt.
Die vorgesehene Strecke würde ca. 10km (einfach) überwiegend auf Forstwegen und kaum befahrenen kleinen Straßen führen. Dabei wären auch gewisse (moderate) Höhenunterschiede zu überwinden sowie 3mal ca. 50m der Strecke vermutlich zu schieben (wegen Steigung).
Wer hat Erfahrungen damit ob das für 8-12jährige zu schaffen ist oder zuviel wäre bzw. kann mir evtl. weitere Tipps dazu geben?
Also 10 km sind ohne Probleme auch mit 8-12jährigen zu schaffen. Wichtig ist dabei, jedoch noch etwas zur Sicherheit: Nur verkehrstüchtige Fahrräder und alle mit Helm (auch die Betreuer, damit die Kids nicht sagen können: "Warum wir und die nicht?"). Dann muss ein Leiter vorfahren, einer das Schlusslicht bilden - mit Handy zum Bescheidsagen, wenn es mal wieder länger dauert. Am Besten zwei EH-Taschen dabei, eine am Schluss, die andere in der Mitte. Vor dem Überqueren von mittel/stark befahrenen Starßen komplett sammeln und gemeinsam (so wie auch ohne Fahrräder) überqueren.
Ansonsten sollte man vorher mal mit allen Betreuern den Kräschkurs Reifenwechsel machen ... kann nie, nie, nie schaden.
So, jetzt hoffe ich zu so später Stunde nichts wichtiges vergessen zu haben.
Deine Aktion im Rahmen 20 km an einem Tag ohne Gepäck (Schlafsachen) sollte kein Problem sein, wenn genügend Aufsicht dabei ist.
Hier ein Paar Tipps für größere Radtouren :
- Lade den Kindern nicht zuviel Gepäck auf
- Suche eine Strecke aus, die keine starken Steigungen oder Gefälle hat
- Vermeide stark befahrene Straßen
- Möglichst nur auf Radwegen bleiben.
- Verlass dich nicht auf Radwanderkarten
- Nutze keine Forstwege bei regnerischem Wetter
- Schau dir die Strecke genau an und fahre die sicherheitshalber vorher ab.
- Sorge dafür, dass die Gruppe gleichwertige Fahrräder hat
(Superrennrad gegen Klapprad gibt Stress)
- Nimm ein paar Ersatzschläuche mit
(Reifenflicken auf offener Straße unter Zeitdruck hält nicht gut)
Sorge dafür, daß die Schlange nie abreißt, und daß an Pausenorten nichts vergesssen wird! Bei uns waren die kleineren Kinder immer hinten, und da gab es immer wieder Leute, die nicht mehr konnten. In der Reflexionsrunde fanden die Kinder die Radtour bei uns nicht gut. Aber das ist sicherlich Ansichtssache. Rein körperlich sollte diese Altersgruppe das gestellte Pensum schaffen.
Hallo,
wir fahren jedes Jahr mit ca 100 Kindern im alter von 7-14 Jahren ins Zeltlager das ca 25 km entfernt ist. Das klappt echt super und macht euch da mal keine Gedanken. Es sollte halt immer darauf geachtet werden das genug Pausen da sind und ganz WICHTIG das die jüngeren kinder vorne Wegfahren denn diese Kinder müßen das Tempo bestimmen sonst haben wir die abgerißene Schlange. Wichtig ist auch das immer nach ca 10 Kindern ein Betreuer ist. Bei unsere Gruppe ist es schon so das wir zu einer größeren Gruppe gehören und wir diese Radtour sogar bei der Polizei anmelden müßen. Die Kinder finden Radtouren bei uns jedenfall echt super.
Achtet auch noch, wenn ihr auf einer Strasse mit Autos fährt, darauf, dass ihr in Gruppen von ca. 10 Radfahrern hintereinander fährt und zwischen den Gruppen einige Meter Abstand habt. So haben die Atos eine Möglichkeit euch zu überholen.
Auch ist es sinnvoll vor grossen Gefällen, anzuhalten und die Kinder mit genügend grossem Abstand herunterfahren zu lassen.
Auf Radwegen wird es schwierig durchsetzbar sein, die Kinder immer hintereinander fahren, Gut ist es, wenn der Vorderste Fahrer ein lautes Zeichen macht, wenn Gegenverkehr auf euch zu kommt, so dass alle wissen, dass sie jetzt hintereinandere fahren müssen.
@Tobias:
Wenn die jüngeren Kinder aber am Anfang fahren und das Tempo bestimmen, mag das wohl in der Theorie hin hauen. Real hat dies trotz Teilung der Altersgruppen aber nicht funktioniert. Denn wir hatten konditionell gute Kinder dabei und Kinder, die nach kurzer Zeit genörgelt haben bzw. nicht mehr konnten. In letztem Fall bist Du dann froh, wenn Du dank ständiger Motivation alle Kinder wieder mit ins Lager bekommst.
Die Radtour ist jedenfalls damals bei den Kindern bei uns nicht gut angekommen. Ich möchte Dir, lieber Thomas, aber nicht den Mut für die Radtour nehmen, da ich der festen Überzeugung bin, daß es Kinder auf dieser Welt gibt, welche das Radfahren lieben. ![]()
In unserem letzten Lager wurde es den Kindern ab einen bestimmten Alter freigestellt, ob sie mit dem Fahrrad oder mit der Bahn anreisen wollten. Die Jüngern "zwangen" wir mit der Bahn zu reisen. :-)
Ich würde es trotzallem nicht mehr anderst machen als die jüngeren nach vorne zu tun. Weil wenn du sagst Petra du hattest konditionell gute Kinder dabei dann ist es doch auch logisch das die schneller fahren wollen und allen anderen davon fahren wollen oder nicht ?. Und wenn die jüngeren vorne wegfahren geht es halt nicht anderst und die bestimmen das Tempo ist eigendlich logisch. Es sollte ja auch kein Maranton werden sondern Spass machen.
Na ja eine Radtour ist doch was schönes ---- Wie gesagt wir fahren jedes Jahr mit ca 100 Kinder ins Zeltlager und bis jetzt war alles super bei der Radtour. Ich kann es nur jedem Lager empfehlen ne Radtour zu Veransalten. Und Thomas ich finde bei 10 Km kommt auch keine Langeweile auf.
Lieber Tobias!
Das mit der Kondition der Kinder haben wir aber erst während der Radtour, die zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal durchgeführt wurde, festgestellt. Ich bin grundsätzlich auch für eine Radtour mit Kindern. Es bringt nur keinen Spaß, wenn Du hinter Dir ein fast 25 kg Kind auf dem Kindersitz sitzen hast, das aufgrund vorhandener Defizite in der Grobmotorik und Gleichgewichtsproblemen noch nicht Fahrradfahren kann. Da kommt man ganz schnell innerhalb kürzester Zeit aus der Puste.
Hallo Petra.
jetzt sieht es etwas anderst aus. Ich rede hier nur von einer Radtour indem die Kinder auch Fahrrad fahren können. Wer fährt denn mit Kindern + Kindersitz in ein Zeltlager mit ca 25 km ? Die Kinder im Kindersitz sollte man doch ins Lager mit dem Auto fahren oder nicht. Ich denke mir schon das dies stressig ist, aber warum den ein Problem bekommen das eigendlich keines sein darf. ??
@ Petra:Radtour ist etwas wunderschönes, aber auch etwas verantwortungsvolles. Daher würde ich eine Radtour nur dann machen, wenn folgende Grundvoraussetzungen gegeben sind:
- Alle Kinder können und wollen selber Radfahren
- Kinder, die nicht wollen oder können, können auf anderem Weg (Zug, Auto)an das Ziel kommen.
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