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Bettelbriefe

von Uli1983 (26.12.07 14:48:28)

Hallo

Ich mache seit mehreren Jahren Freizeiten und wir haben uns dieses Jahr überlegt Bettelbriefe zu schreiben, damit wir an Material dran kommen. Hat das jemand von euch schon mal gemacht und kann uns seine Erfahrungen mitteilen bzw. was ihr da so in den brief geschrieben habt?

Meine Mit Mitarbeiter sträuben sich eigentlich immer ein wenig gegen diese Briefe, da sie meine, dass des irgendwie die Freizeit deklassiert, dabei geht es ja einfach nur darum, dass man die Freizeit nicht so teuer machen muss und billig an Material kommt.

 Wo habt ihr denn schon alles hin geschrieben?

grüßle Uli 

Kommentar von rolimo (26.12.07 14:59:57)

ja, ich habe dies für die letzten 3 Sommerlager gemacht.

Einiges dazu findest du unter Spenden-/Bettelbriefe (Vorschau).

Wenn du willst, kann ich dir gerne unsere neuste Version des Briefes mailen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man von kleineren Unternehmen eher etwas bekommt.

Gut ist auch, wenn du konkret nach etwas fragst (dieses Jahr habe ich 400 Sonnenmilchmuster gekriegt).  

Kommentar von Uli1983 (26.12.07 15:04:07)

Ja cool - wen du mir mal eure neueste Vorlage schicken könntest, dann wäre mir wahrscheinlich schon etwas weiter geholfen.

Hatte mir sowieso überlegt konkret zu fragen, zum Beispiel nach Luftballons oder Wasserbomben.  

Kommentar von rolimo (26.12.07 15:09:44)

aja, noch etwas... vergiss nachher nicht einen Dankesbrief zu senden :-)
Kommentar von araisch (02.01.08 15:52:36)

Bei Spenden hat sich der persönliche Kontakt bewährt. Luftballons bekommen wir zum Beispiel immer bei Banken, eine Firma die Saft in Tetrapacks abfüllt gibt palettenweise Ausschuß (Fehldruck o.ä.) ab. Nach dem großen Dauerregen diesen Sommer haben wir alles mit kostenlosem Kies geschottert und unser Bau-/Feuerholz stammt auch aus Speditionen, Firmen und Baustoffhandel.

Briefe landen in der Regel sofort im Müll, freundliche ehrenamtliche Mitarbeitern eines Jugendverbandes oder einer Kirche werden idR nicht direkt an die Luft gesetzt.  

Kommentar von rolimo (02.01.08 17:24:50)

Von deiner "Regel" habe ich schon einige Ausnahmen kennen gelernt.

Von über 50% sind bei mir Antworten zurückgekommen (negative auch mitgezählt), direkt auf dem Müll gelandet sind somit nichteinmal die Hälfte.

Kommentar von araisch (02.01.08 18:32:21)

Das Standardserienbriefformular für Antworten auf Bettelbriefe ist bei mir das Gleiche wie "im Müll gelandet" :)

Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass der direkte Weg oft schneller und besser funktioniert. Wozu muss man 3 Abteilungen mit einer schriftlichen Anfrage beschäftigen, wenn man auch beim Bankangestellten am Schalter die Luftballons abholen kann.

Soziale Netzwerke klappen da am Besten. Zum Beispiel für ein kirchlichen Sommerlager setzt du dich eine halbe Stunde neben den Richtigen am Gemeindefest und fährst dann mit 2 Umzugskartons voller Süßigkeiten als Preise zum Lager.. 

Kommentar von rolimo (02.01.08 21:51:42)

Ja, da stimme ich dir zu. Für ein Lager frage ich jedoch vorallem grössere Unternehmen an und nicht nur die Papeterie, die gleich um die Ecke ist. (Bei dieser gehen wir schon mindestens zwei Mal im Jahr persölich vorbei und fragen nach Preisen für irgend ein Anlass.)
Kommentar von fels298 (07.01.08 08:07:31)

Luftballons kriegt man auf Anfrage in Massen bei McDonalds, Bieruntersetzer für diverse Spielchen bei Brauereien ... Es lohnt sich wirklich, direkt bei den Firmen anzufragen.

Kommentar von Matze2903 (07.01.08 09:20:55)

Hallo!

Bettelbriefe hört sich so negativ an. Ich nenne das ganze Materialanfragen.

Meine Erfahrung ist:

Anfragen für konkrete Dinge sind ergiebiger, als allgemeine Fragen. Hüttenbauprojekte, Backofenbauprojekt .......
Hier im Heilbronner Raum bekommt man bei der Südmilch Produkte, bei der PapierUnion Papier zum Basteln.

Es gibt sowohl kleine, mittlere und große Betriebe, die was geben und genauso kleine , mittlere und große Betriebe die nichts geben.

Vorher erfragen, wer in eurer Institution Spendenbescheinigungen für was ausstellen darf. Das Angebot einer Spendenbescheinigung als Gegenleistung bietet sich an und erfreut den Geber. Aber aufpassen, hier muß auch zwischen Neuware, Geld und gebrauchter Ware unterscheiden. Gebrauchte Ware müßte man meines Wissens nach von einem Sachverständigen schätzen lassen, bevor man eine Spendenbescheinigung ausstellt.

Ich betreue die Internetseite unseres Vereins. Ich biete den Spendern an, als Sponsoren auf unserer Seite erwähnt zu werden (www.aspik-heilbronn.de). Bei unserer Seite ist es nicht unbedingt der Renner aber auch ein nettes Angebot. Auch hier zählt auf alle Fälle die gute Absicht.

Auch in Zeitungsartikeln kann man die Sponsoren erwähnen. Wobei ich dies nie dem Spender anbieten würde, aber wenn es sich anbietet (... 50 € spendete Bäckerei XY für den Ausflug ins Aquatoll ...)

SPONSORENPFLEGE
In den meisten größeren Betrieben gibt es einen Zuständigen für diese Anfragen. Diese merken sich /legen es zu den Akten wie mit ihnen als Sponsoren/Geldgebern umgegangen wird.

Daher ganz wichtig  der Dank:Unsere Sponsoren bekommen einen Dank direkt nach der Aktion und werden mit einem Weihnachts-/Neujahrsgruß bedacht.

Uns ist folgendes passiert. Wir haben einen Bäcker, zu dem wir jeder Zeit kommen können und uns gegen Spendenbescheinigung Backwaren und Teig bestellen können.
Dieser Bäcker wollte Kindergeburtstag auf unserem Abenteuerspielplatz  feiern. Unsere Platzvermieterin lehnte dies ab, weil wir nur Leuten den Platz überlassen, die mindestens 3x aktiv auf dem Asp mitgeholfen haben. FEHLER FEHLER FEHLER Zum Glück war er nicht nachtragend und nach einer Richtigstellung /Entschuldigung durfte er den Platz benutzen und das Sponsoring blieb erhalten.
===> Nie den Sponsor verärgern und ihm auch mal den einen oder anderen Gefallen tun, auch wenn der eine oder andere rummeckert.

Kommentar von Matze2903 (22.02.08 16:22:15)

Hier auch ein positiver Erfolgsbericht (und versteckter Hinweis) eines Spenden E-Mails. Vor zwei Jahren brauchten wir Bohrerhülsen und haben bei der Firma Würth in Künzelsau angefragt. Hilfsbereit hat die zuständige Frau versucht, diese Plastikdosen aufzutreiben, da sie diese aber mit den Bohrern komplett geliefert bekommen, war da nichts zu machen. Sie meinte aber, wenn wir mit unserem Abenteuerspielplatz etwas bräuchten, dürften wir uns gerne wieder an sie wenden.
Nun brauchen wir einen Akkubohrer. Natürlich haben wir angefragt, aber es kam das übliche  - wir haben zuviel Anfragen und wir müssen uns aufs wesentliche konzentrieren. Zwei Wochen später kommt nun ein kurzes E-Mail : Gerne stellen wir ihnen einen Akkubohrer zur Verfügung. Wohin sollen wir sie schicken.

Jubel

 Diese Firma bekommt ein Dankesschreiben, ein odwer mehrere Bilder mit dem Schrauber im Einstz und ein Weihnachtsdankeschön. Wenn sie es wünschen,nehmen wir sie auch auf unserer Internetseite als Sponsor auf - denn wir wollen positiv im Gedächtniss bleiben.  (siehe auch Artikel Spenden /Bettelbriefe)




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