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Waldfühlung

von uebbi (07.11.07 12:28:21)

An verschiedenen Stationen können Kinder Erfahrungen im Wald sammeln. Das sind zum einen Spiele mit Gegenständen aus dem Wald, Sinneserfahrungen oder Geschicklichkeitsthemen. Der Clou bei der Sache ist, daß es alles quasi ohne Gruppe und feste Reihenfolge abläuft, sondern die kinder spontan dahingehen, wo sie wollen und einfach alles durchprobieren können.

Gruppenleiter sind als Stationsbetreuung da, animieren zum testen und geben rund um die Themen Infos und Hintergrundwissen spielerisch weiter.

Hier der Inhalt meines handzettels zur Feinplanung der Aktion im Jahre 2005

Waldfühlung 2005 Die Aktion soll dazu dienen, den Teilnehmern etwas Wissen über den Wald und seine Lebewesen näher zu bringen. Die Aktion ist so ausgelegt, dass sich jeder Teilnehmer ohne die feste Einteilung einer Gruppe frei im Wald bewegen darf und dort an Angeboten teilnimmt, oder sich selbst beschäftigt.Natürlich sollte jeder Teilnehmer zum Mitmachen animiert werden, doch sollte kein Druck aufgebaut werden, der nur dazu führen würde, dass jemand sich missmutig mit der Natur auseinandersetzen soll. Damit würden wir keine positive Auseinandersetzung fördern.Der Wald ist ein faszinierender Ort zahlreicher Aktivitäten sowie der Ruhe vor der Hektik des Alltags. Er ist Lebensraum sehr vieler Tiere und trotzdem sieht man kaum welche, wenn man ihn als „Ottonormalverbraucher“ durchschreitet. Last Euch alle darauf ein, diesen Lebensraum zu erkunden, nehmt Euch Zeit für kleine Details am Boden und weist die Kinder darauf hin. Es ist nicht schlimm, wenn ihr etwas seht, was ihr selbst nicht kennt oder erklären könnt. Vielleicht weiß ein Kind das ein oder andere mehr als ihr. Zur Not kann man vieles nachschlagen und gerade dieses interessierte Umgehen mit Dingen und Themen sollte Symbolcharakter haben für die Teilnehmer. Nutzt diesen Tag auch für Euch und Euer Verständnis für den Wald – ihr werdet sehen, das kann anstecken und eine eigene Dynamik entwickeln. Keiner sieht Euch als Lehrer oder als jemanden der alles wissen soll – viel interessanter wird es für die Teilnehmer, wenn sie mit Euch neue Sachen erkunden können. Gemeinsamer Einstieg:Einige Gruppenleiter gehen schon vorab zu ihren Stationen und bauen evtl. Notwendiges noch auf. Den Teilnehmern wird vorher schon gesagt, was sie alles dabei haben sollten.Festes Schuhwerk, lange Hosen wenn’s geht, Regenjacke (je nach Wetter), Trinkflasche oder Becher, Kopfbedeckung, evtl. Mückenschutzmittel zum Eincremen. Unterlage zum sitzen, liegen! Alle vorher noch mal aufs Klo gehen!!Grulei nimmt Klopapier und Spaten mit! Alle Bestimmungsbücher, dies gibt! Vor dem Abmarsch gemeinsam werden noch einige Grundregeln geklärt:Es werden keine Pflanzen oder Tiere absichtlich verletzt. Kein Verzehr von selbstgepflückten Waldfrüchten (Erdbeeren, Heidelbeeren, etc.) Fuchsbandwurm!, Sachen die man nicht kennt, nicht gleich anfassen. Besonders keinen Schaum oder sonstige Flüssigkeiten oder Fäkalien anfassen. Beim gehen abseits von Wegen möglichst wenig verändern –Steine liegen lassen, rumliegendes Holz nicht unnötig wegschieben – überall wohnen Tiere und haben sich das ganze auch so eingerichtet.Zwischendurch immer mal nach laufenden Zecken schauen, die man am besten so von sich und seiner Kleidung entfernt. Zu guter Letzt gilt noch, dass alle sich nicht weiter als 15m von der Gruppe entfernen sollten. Im Wald angekommen versammeln wir uns alle gemeinsam an einer schönen Stelle mit viel Platz und setzen uns im Kreis, evtl. Doppelkreis, damit es nicht zu groß wird.
·            Gedicht „Waldfühlung“ von Antje Neumann
·            Fragerunde, was fällt jedem zu „Wald“ spontan ein; was machen wir im Wald; wie beeinflusst uns der Wald? ·            Du bist ein Baum-Spiel: Für folgende Bäume werden entsprechend ihrem Wuchs charakteristische Formen festgelegt. Trauerweide – arme und Kopf nach unten hängen lassen; Tanne – Arme zeltförmig nach unten recken; Fichte, Arme schräg nach oben; Pappeln – Arme lang nach oben; Eichen – breitbeinig am Boden stehen, Arme in die Hüfte; Espen – am ganzen Körper zittern.
·            Am besten beginnen wir dann in Kleingruppen, die sich dann langsam auflösen können, je nach Bedarf. 

Kleingruppen bilden: (max. 10 Teilnehmer - + 1 Grulei)_________________________________________

1.       Pssst! / Einstimmung: Alle sitzen im Kreis legen sich auf den Rücken, der Spielleiter erzählt ruhig, was man so spürt und hört etc... (5Min)
2.       Hand & Fuß: Halbkreis sitzend mit geschlossenen Augen. Grulei streicht mit verschiedenen Gegenständen über die Hand / Fußflächen. Die Kinder beschreiben, wie es sich anfühlt, nicht was es ist! Danach sucht sich jedes Kind selbst 3 Gegenstände und stricht damit über die Hand eines Partners. Unterschiede zwischen Handrücken, Innenfläche, Fingerkuppen, etc. austesten! (10Min) ____________(Gegenstände)
3.       Wer bin ich?: Alle bekommen auf den Rücken ein Schild mit einem Waldlebewesen. Dieses müssen sie durch erfragen herausfinden, wobei die befragten nur mit JA oder NEIN antworten dürfen. (10Min) ________ (Schilder mit Lebewesen + Tesa-Krepp)
4.       Lebensnetz: Kreis stehend, ein Lebewesen ist der Anfang und erhält das Ende des Seils in die Hand. Nun wird ein Lebewesen gesucht, der mit dem ersten in Verbindung steht. Zu ihm wird das Seil gespannt. Und so weiter... Wenn alle eingebunden sind, kann durch herauslösen eines Lebewesens veranschaulicht werden, wie verknüpft alles miteinander ist! (10Min) (Lange Schnur / Knäuel)
5.       Turmbau / Bausack: Ein bunter Haufen von Naturgegenständen liegt in der Mitte des Kreises. Einer fängt an und gibt seinem Nachbarn einen davon. So geht es reihum. Am Ende soll ein Turm gebaut werden, bei dem alle Gegenstände verbaut werden. (5Min) (Sack voller Gegenstände aus der Natur)
6.       Kuschelwärme: erst im Gelände verteilt hinlegen, dann nah aneinander geschmiegt erfährt man die Wärme! (5Min)
7.       Sturmspiel: Schulter an Schulter mit einem Baum in der Mitte, der sich fallen lässt! (10Min) Langsam kann zu den anderen offenen Stationen übergegangen werden, die von Gruleis geführt werden. 
Gruppenspiele: (alle 10Min Wechsel möglich)
1.       Schlange: Schlange mit einem Sehenden vorne, der den Rest behutsam durchs Gelände führt, alle anderen Augen zu! _________________
2.       Geräuschewiederfinden: Grulei erzeugt Geräusche, Gruppe muss Gegenstände finden mit denen das gleiche Geräusch erzeugt werden kann. Grulei sitzt hinter einer aufgehängten Plane z.B.  ________________  (Plane und Naturgegenstände um Geräuschemachen)
3.       Kreisspiel zum Fühlen: Hinter dem Rücken werden langsam Sachen weitergegeben und jeder muss sich jeden Gegenstand erfühlen und merken! ________________  (Sack voll Naturgegenständen)
4.       Wald- und Bodensuchliste: Suche folgende Dinge, ohne sie zu beschädigen:
etwas, das am Boden wächst;                              etwas Weiches, das am Boden liegt;
drei verschiedenfarbige Erden;                                etwas, das ein Tier hinterlassen hat am Boden;
etwas, das Umweltzerstörung zeigt;                         etwas Verwittertes;
etwas, was zu Erde wird;                                         einen Bodenbewohner;
etwas Schönes, das DU am Boden gefunden hast;                etwas, das Dich an Dich selbst erinnert.
______________
5.       Geräuschmemory: In Filmdöschen werden verschiedene Inhalte gesteckt, je 2x das gleiche! _____________ (Filmdöschen füllen mit jeweils 2 gleichen Naturgegenständen)
6.       Fledermaus und Nachtfalter: Gruppe steht im Kreis. Fledermaus sendet „piep“, 2 Nachtfalter müssen das zurücksenden. Alle drei haben die Augen verbunden. Nicht gefangener Nachtfalter wird zur Fledermaus, zwei neuen Nachtfalter rein und weiter geht’s. (10Min) __________ (3 Augenbinden)
7.       Tausche Mooskissen gegen Pfeife: Jeder sammelt drei Gegenstände, denen sie einen besonderen Verwendungszweck zuschreiben. Langsam sammeln sich alle am „Marktplatz“ und preisen ihre Ware an. Nun kann getauscht werden. Nachher kann jeder erzählen, was er denn so erworben hat! (10Min)
8.       Von Waldgeister gesucht: 2 verbinden sich die Augen, der Rest versteckt sich im Umkreis von 30m und macht sich so klein als möglich (Samen sein), nach festgelegter Zeit nehmen die 2 die Augenbinden ab und suchen innerhalb eines 10m Kreises alles ab. Wenn sie fernab einen Samen sehen, rufen sie seinen Namen, woraufhin der sich entfalten muss und als Baum nun langsam im Wind wiegen wird! Konnten alle Samen gefunden werden? (10Min) ________________ (2 Augenbinden)
9.       Eine Runde Baumfußball: Jeder berührt einen Baum, den er nicht loslassen darf. Jeder versucht nun, einen anderen (behüteten) Baum zu treffen.
10.   Walddomino: Spielleiter sagt, welche Gegenstände zu sammeln sind und fängt an mit einem Gegenstand. Die Gruppe muss nun den gleichen und einen anderen hinlegen und so weiter! _____________
11.   Memory zur Beobachtungsgabe: Unter einem Tuch sind 30 Gegenstände, die man sich 30sek. Anschauen darf. Dann müssen möglichst viele dieser Gegenstände selbst gefunden werden und nebendran gelegt werden. ______________
12.   Mit der Nase eines Igels: Ein stark riechender Gegenstand wird einem Blinden vorgehalten und in ein abgegrenztes Gelände gelegt. Nach Entfernen des Bandes muss der ehemals Blinde das Gerochene finden! _____________ (Suche nach stark riechendem Gegenstand, Augenbinde)
13.   Baum erkennen:      Blind im Wald herumgeführt, wird ein Baum gezeigt zum erfühlen. Nach dem Rückweg muss der Baum wiedergefunden werden! ______________ (Augenbinde)
Angebote obendrein für einzelne Spieler:
1.       Geschicklichkeitsspiele mit Waldfrüchten: Weitwurf, Zielwerfen, Transport auf Astgabeln, etc. (3-6 verschiedene Stationen möglich!) ______________
2.       Baumhöhe schätzen: Die Höhe eines eher freistehenden Baums soll abgeschätzt werden. Techniken hierzu sollen aufgezeigt werden, nachdem jeder mal geschätzt hat. Dreisatz über Messstab! _________________
3.       Pflanzen finden: Zu Namen müssen die Pflanzen gefunden werden (Bestimmungsbücher) _____________
4.       Etwas ist falsch hier: Einige Sachen werden verändert, die nicht stimmen. Teilnehmer müssen es herausfinden. ________________________ 
Optional ohne Gruleis: (Anweisung eingeschweißt)
5.       Aus der Sicht einer Maus: Auf den Waldboden legen und langsam seine Umwelt betrachten!
6.       Barfuss entlang eines Seils: Seil wird gespannt entlang eines möglichst abwechslungsreichen Waldbodens! Blind und barfuss wird es abgegangen! (Seil)
7.       Purzelbaum am Hang aufwärt machen! Es ist eine interessante Erfahrung und man versteht nachher die Leistung eines Baumes im Steilhang!
8.       Orientieren wie eine Fledermaus: einer blind, der andere hat 2 Stöcke, die er vor dem anderen schlägt. Der folgt ihm und muss Hindernisse anhand anderer Schläge erkennen.  _________________ (Anleitung aushängen)9.       Suche nach einem Freundschaftsbaum: Jeder sollte nebenbei versuchen einen Baum zu finden, den er genau umfassen kann.
10.   Mit X gekennzeichneter Baum: Seine Höhe soll geschätzt werden.
11.   Kraft des Baumes: sich an einen schmaleren Baum stellen, der sich im Wind wiegt. Die Kraft und Bewegungen spüren! _____________ (dünnen Baum aussuchen am Waldrand.) 
Je nach Ausklang sollte nach der Aktion (sofort oder in der Abendrunde z.B. ) noch mal darauf eingegangen werden, welche Erfahrungen gesammelt werden konnten.  
Material:Tücher zum Verbinden, Kreppklebeband Fragezettel austeilen zum Ausfüllen. Wird nachher eingesammelt. 
Sprichwörter:Zittern wie EspenlaubDen Wald vor lauter Bäumen nicht sehenAuf dem Holzweg seinAstreinSüßholz raspelnAuf die Palme bringen 
Spiele zum Basteln:Wurfringe aus WeidenzweigenMikadoBaumkegeln (Stehende Stämmchen mit Stumpf an Seil am Ast)Walnuss-SchildkröteModell-Holzhäuser für MiniaturdorfSchwedenfeuer sägen

Die meisten Ideen sind aus 2-3 Büchern zum Thema Waldfühlung, Spiele mit Kindern im wald und Robin Hood aus dem Ökotopiaverlag zusammengetragen worden.

Hier noch ein potentielles Waldrätsel zum Ausfüllen:

Fragen zur Waldfühlung 

  1. Verlieren alle Laubbäume im Winter ihre Blätter?
  2. Verlieren alle Nadelbäume im Winter ihre Nadeln?
  3. Welches ist das größte Lebewesen der Erde?
  4. Wieviele Beine hat eine Spinne?
  5. Ist es im Sommer im Wald wärmer als in der Stadt?
  6. Wie alt ist der Baum gewesen, dessen Stumpf mit Z gekennzeichnet ist?
  7.  Welche Teile des Baumes produzieren Sauerstoff?
  8.  An welcher Stelle transportiert ein Baum seine Nährstoffe aus den Wurzeln in die  Krone?  
  9.  Wie hoch werden die höchsten Bäume der Welt? 50, 100 oder 200m?
  10.  Welche europäischen Bäume werden am ältesten?
  11.  Warum wurden Alleen angelegt?
  12.  Was hat eine Dorflinde für einen Zweck?
  13.  Wie hoch ist der Baum, der mit einem X gekennzeichnet ist?
  14.  Können Fichten und Buchen bis zu 40m hoch werden?
  15.  Warum wird das gefällte Holz noch so lange im Wald liegen gelassen?
  16.  Welche Bäume werden eher älter? Langsam oder schnellwachsende?
  17.  Wie weit kann ein Fuchs springen?
  18.  Welche Bäume verbergen sich hinter den Erklärungen:

A.     __________

    1. __________
    2. __________
    3. __________
    4. __________
    5. __________
    6. __________
  1.  Welche Tiere verbergen sich hinter den Erklärungen:

H. __________

I.   __________J.  __________K. __________L. __________

M.            __________

  1.  Welche Teile eines Baumes sind hier gemeint:
          N. __________
          O. __________
          P. __________
          Q. __________
          R. __________
          S. __________
          T. __________
          U. __________ 

Antworten zur Waldfühlung 

 

1.        Verlieren alle Laubbäume im Winter ihre Blätter? Ja2.        Verlieren alle Nadelbäume im Winter ihre Nadeln? Nein (Lärche)3.        Welches ist das größte Lebewesen der Erde? Baum4.        Wieviele Beine hat eine Spinne? 85.        Ist es im Sommer im Wald wärmer als in der Stadt? Nein6.        Wie alt ist der Baum gewesen, dessen Stumpf mit Z gekennzeichnet ist?7.        Welche Teile des Baumes produzieren Sauerstoff? Die Blätter8.        An welcher Stelle transportiert ein Baum seine Nährstoffe aus den Wurzeln in die Krone?  Zwischen Rinde und Kernholz (Kambium)9.        Wie hoch werden die höchsten Bäume der Welt? Über 100m10.   Welche europäischen Bäume werden am ältesten? Linden, Eichen und Eiben11.   Warum wurden Alleen angelegt? Schutz der Straßen vor Sonne und Wind12.   Was hat eine Dorflinde für einen Zweck? Treffpunkt, Schattenspender13.   Wie hoch ist der Baum, der mit einem X gekennzeichnet ist? 14.   Können Fichten und Buchen bis zu 40m hoch werden? Ja15.   Warum wird das gefällte Holz noch so lange im Wald liegen gelassen? Zum trocknen.16.   Welche Bäume werden eher älter? Langsam oder schnellwachsende? Langsam17.   Wie weit kann ein Fuchs springen? 2,8m18.    Welche Bäume verbergen sich hinter den Erklärungen:

A.     __________Ahorn

    1. __________Buche
    2. __________Eiche
    3. __________Fichte
    4. __________Kastanie
    5. __________Lärche
    6. __________Waldkiefer
19.    Welche Tiere verbergen sich hinter den Erklärungen:

H. __________Eichhörnchen

I.   __________Zaunkönig J.  __________Buntspecht K. __________Tausendfüßler L. __________Weinbergschnecke

M.            __________Kreuzspinne

  1.  Welche Teile eines Baumes sind hier gemeint:
          N. __________Astansatz
          O. __________Jahresringe
          P. __________Rinde
          Q. __________Kambium
          R. __________Markstrahlen
          S. __________Krone
          T. __________Stamm
          U. __________  Wurzel


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