Ideenpool - Feiern & Feste - Feiertage - Weihnachten
Spielaktion bei Weihnachtselternabend im Kindergarten
von Maerlin (09.09.07 23:24:46)Eine Spielaktion bei einem Elternabend zur Weihnachtszeit in unserem (katholischen) Kindergarten? Das ist ganz dünnes Eis! Der Bezug zu Weihnachten nach christlicher Tradition sollte zu sehen sein, heidnische oder kommerzielle Aspekte wie Mistelkranz oder Weihnachtsmann fielen damit schon mal aus, und die Eltern mit nicht christlichem Glaubensbekenntnis sollten nach Möglichkeit auch nicht vor den Kopf gestoßen werden. Gab es da einen gemeinsamen Nenner, der sich als Aufhänger für eine Spielaktion eignete?
Ja, nämlich die ...
Kleine Hirtenprüfung
„Sie werden heute erstaunliche Dinge über Hirten, Schafe und andere Tiere erfahren, was Sie noch gar nicht wussten!“
Was muss ein Hirte alles können?
Mit seinen Tieren sprechen und sie verstehen
sich in sie hinein versetzen
Böcke von den Muttertieren trennen, weiße von schwarzen Schafen trennen...
sie nach bestimmten Vorgaben ordnen
sich mit verschiedenen Tierarten auskennen, z.B. Schafe, Elefanten
sie unter erschwerten Bedingungen durch schwieriges Gelände führen
im großen Weidegebiet Signalketten von Herde zu Herde bilden
merken, wenn ein Tier verloren geht, und wissen, welches
eine Herde zu bestimmten Ziel treiben und mit einem Hund arbeiten können
Übung | Spiel |
| Alle, die... |
| Alle in eine Reihe |
| Krokodilspiel |
| Labyrinth |
| Klatschkreis |
| Wer fehlt ? |
| Der Hirte und sein Hund |
Spielanleitungen (alphabetisch)
Alle, die...
Böcke von den Muttertieren trennen, weiße von schwarzen Schafen trennen...
Material: Kreide, Schnur oder Klebeband TN-Zahl: 8-20 Dauer: 10 - 15
Spielanleitung: SL macht auf dem Boden einen mehrere Meter langen Strich und teilt den Raum damit in zwei Hälften. Anschließend sagt er der Gruppe, sie sollen sich je nach vorgegebenem Kriterium auf die eine oder andere Seite der Markierung stellen, z.B. alle die...:
... einer best. Berufsgruppe angehören
... mehr als drei Kinder (oder Geschwister) haben
... von daheim aus mehr als 30 Kilometer zum Standort fahren mußten
... älter als ... Jahre sind
... noch eine zweiten Beruf haben
... schon mal gekifft haben
... gerne Pizza essen
... etc.
Päd. Hinweis: Je nach Gruppenzusammensetzung, Thema und beabsichtigter Intensität kann man mehr oder weniger intime Kriterien vorgeben.
Alle in eine Reihe
sie nach bestimmten Vorgaben ordnen
Gruppe stellt sich nach verschiedenen Kriterien auf
Material: ./. Spielregel: Die ganze Gruppe stellt sich nach einem vom SL vorgegebenen Kriterium auf, z.B. alphabetisch nach den Vornamen, nach der Größe, nach Haarlänge, nach Länge des Mittelfingers, nach Entfernungskilometer vom Spielort zum Heimatort, nach Dienst- oder Lebensalter etc.
Var. 1: Gruppe sortiert sich "blind" nach obigen Kriterien...
Var. 2: Ein einzelner Blinder ordnet die anderen.
Var. 3: Nach Alter – aber ohne zu sprechen.
Gemeinsamkeiten-Kette
Material: ./. TN-Zahl: 8 - 20 Dauer: je nach TN-Zahl 8 - 20 min
Spielregel: Die TN bilden einen Kreis. MS A beginnt und stellt sich vor. Er sollte dies möglichst vielfältig tun, also möglichst viele Bereiche seiner Person streifen. Ein MS B, der eine wichtige Gemeinsamkeit von sich mit MS A entdeckt hat, stellt sich neben A, nennt diese Gemeinsamkeit, und stellt dann sich ebenfalls vor. MS C, der etwas mit B gemeinsam hat, stellt sich neben B usw.
Am Ende sollte der SL noch einmal die Reihe durchgehen und die Gemeinsamkeiten aufzählen lassen
Var.1: Als „Gemeinsamkeiten-Patience“: Jeweils 5 MS (zufällig zusammengestellt) bilden eine Kleingruppe, und sollen einen Gemeinsamkeiten-Kreis bilden, indem der 5. MS wiederum etwas mit dem ersten MS als gemeinsam findet, sodass sich der Kreis wieder schließt.
Anschließend stellen die Kleingruppen ihre (hoffentlich aufgegangene) Patience den anderen MS vor.
Krokodilspiel
sich mit verschiedenen Tierarten auskennen, z.B. Schafe, Elefanten
Material: 1 Krokodil (oder 1 sonstiger handlicher Gegenstand) TN-Zahl: 6 - 20
Dauer: 5-10
Spielregel: Alle MS sitzen im Kreis. A hat das Krokodil in der Hand, gibt es seinem Nachbarn B weiter und sagt dabei: : „Das ist das Krokodil und ich heiße A. Wie heißt du?"
B nimmt das Krokodil von A und gibt es an C weiter mit den Worten: „Das ist das Krokodil, ich habe es von A, mein Name ist B, und wie heißt du?"
So wird das Krokodil reihum immer weitergegeben, und jeder wiederholt dabei die Namen derer, die vor ihm dran waren.
Var.: Bei vielen TN nur die Namen der letzten 10 MS sagen.
Labyrinth
sie unter erschwerten Bedingungen durch schwieriges Gelände führen
Material: viel Platz, im Wald oder in großem möbliertem Raum TN-Zahl: ab 6 Dauer: 5 - 15
Spielregel: MS A wird vor die Tür oder hinter einen Baum geschickt. Dann sucht sich MS B einen selbst gewählten Weg über die zur Verfügung stehenden Hindernisse, entweder auf ein best. Ziel zu oder zu seinem Ausgangspunkt. Die anderen MS merken sich diesen Weg genau. Dann wird A wieder hereingeholt. Er soll nun versuchen, denselben Weg wie B zu nehmen. Die anderen helfen ihm dabei, indem sie klatschen (summen, "Heiß" und "Kalt" rufen etc.), wenn er den richtigen Weg nimmt oder bei falschem Weg verstummen.
SL legt mit der Gruppe zuvor fest, wie exakt richtig B den Weg von A finden muß.
Var. 1: Kein Kind darf von seinem Platz weichen. Es dürfen keine Worte benutzt werden.
Mögliche Lösung: Solange sich das Kind auf dem richtigen Weg befindet, klatschen die Kinder (oder summen, stampfen etc.)
Var 2.: Zwei Gruppen gegeneinander: Jede Gruppe wählt zunächst einen Freiwilligen, der für sie durch das Labyrinth finden soll. Die beiden Personen verlassen der Raum. SL geht nun selbst durch den Raum und legt damit den Weg für beide Freiwillige fest. Nacheinander sollen sie nun, von ihrer jeweiligen Gruppe geleitet, den Weg finden. SL stoppt jeweils die Zeit.
Klatschkreis
im großen Weidegebiet Signalketten von Herde zu Herde bilden
Material: ./. TN-Zahl: viele Dauer: 5-10
Spielregel: Die TN stehen im Kreis. SL beginnt und wendet sich zu ihrem linkem Nachbarn, sieht im in die Augen und klatscht dabei in die Hände. Der linke Nachbar nimmt diesen Impuls auf, wendet sich ebenfalls nach links, schaut seinem linken Nachbarn in die Augen und klatscht usw. Das Klatschen macht einmal die Runde.
Beherrscht die Gruppe das normale Klatschen, kann – ausgehend von der SL – die Richtung gewechselt werden: Wenn sie mit Augenkontakt das Klatschen aufnimmt, dreht sie sich nicht um, sondern spiegelt das Klatschen wieder zurück.
Päd. Hinweis: Mit der Zeit entsteht ein harmonischer Klatschrhythmus. Wichtig ist dabei jedoch stets das In-die-Augen-schauen!
Wer fehlt?
merken, wenn ein Tier verloren geht, und wissen, welches
Material: Große Tücher, eventuell Hindernisse, eventuell CD-Player und Instrumental-CD TN-Zahl: 8-18 Dauer: 10-20 min Ort: In einem großen Raum oder auf einer großen Wiese
Spielregel:
Die Spielerinnen laufen mit geschlossenen Augen vorsichtig durch den Raum. Immer wenn sie auf ein Hindernis oder eine Mitspielerin treffen, wechseln sie die Richtung. Auf ein Signal der Spielleitung oder bei Musikstopp erstarren sie auf ihrem Platz und in ihrer Haltung. Die Spielleiterin gibt dann einer Person durch Berührung ein Zeichen, woraufhin diese Spielerin sich auf den Boden hockt und mit einem großen Tuch zugedeckt wird und im weiteren Verlauf darunter schweigend verharrt. Mittels eines weiteren Signals erfahren die anderen Gruppenmitglieder, dass sie die Augen wieder öffnen können. Ihre Blickrichtung dürfen sie allerdings nicht mehr verändern, das heißt sie müssen weiterhin in de zuletzt eingenommenen Position verharren. Aufgabe der Gruppe ist es nun, sich auszutauschen, herauszufinden, wer unter dem Tuch verschwunden ist, und im Chor den Namen der Person zu rufen, die zugedeckt wurde. Daraufhin gibt sich diese zu erkennen und es kann eine weitere Runde gestartet werden.
Var. A: Im weiteren Verlauf können auch zwei oder mehr Personen gleichzeitig zugedeckt werden. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich diese Variante von Anfang an.
Var. B: Das Spielfeld wird verändert, indem hohe Hindernisse in den Weg gestellt werden. In einer Halle können dies z.B. Kästen oder Matten sein, auf einer Wiese können weitere Tücher zwischen Bäumen aufgehängt werden. Durch die nunmehr noch eingeschränktere Sicht wird die Aufgabe komplexer und anspruchsvoller.
Päd. Hinweis: Die Gruppe sollte sich für dieses Spiel schon ein wenig kennen bzw. es sollte vorher ein oder zwei Namensspiele gespielt worden sein.
Der Hirte und sein Hund
eine Herde zu bestimmten Ziel treiben können
Material: in einem Raum oder umgrenzten Bereich im Freien, gern mit versch. Hindernissen. TN-Zahl: ab 8 Dauer: 5 - 10
Spielregel: Die Spieler teilen sich zunächst in einen Hirten und in Schafe. Die Schafe verteilen sich im Raum. Aufgabe des Hirten ist es, die Schafe in einen Pferch (Bereich mit Stühlen oder ähnlichem abtrennen) zu treiben (oder gar ein Schaf zu berühren, dieses muss dann sofort in den Pferch laufen) und dort sicher zu verwahren (den Pferch zu schließen). Die Schafe würden natürlich lieber draußen bleiben.- Der Hirte geht also auf die Schafe zu, diese weichen aus.
Dabei gilt die Regel, dass Hirte und Schafe sich nur in einem gemeinsamen Schritt-Takt bewegen dürfen, d.h. die Schafe dürfen nur dann einen Schritt machen, wenn dies der Hirte auch tut. Bei kleinerem Raum dürfen sich beide nur mit „Hacke-an-Spitze“-Schritten (Katzentäpperle) fortbewegen. Meist wird die Aufgabe dem Hirten nicht gelingen.
Daher bekommt er nun einen Hund zur Seite, in den sich nun ein Schaf freiwillig verwandelt. Die o.g. Regeln gelten auch jetzt wieder. Den Schrittakt bestimmt weiterhin der Hirte, und auch nur er darf das Gatter am Pferch öffnen oder schließen. Vom Hund berührte Schafe müssen ebenfalls sofort in den Pferch laufen und dort bleiben.
Notfalls bekommt der Hirte noch einen weiteren Hund hinzu.
Am Ende bekommen alle Mitspielerinnen und Mitspieler eine Urkunde mit folgendem Text:
Urkunde
__________________________________
hat am ...
im Kindergarten ...zu ... die
Kleine Hirtenprüfung
mit Erfolg bestanden
und bekommt zur Anerkennung die
Weisse Flocke
verliehen.
x
Er/ Sie ist damit berechtigt, Herden von bis zu
99 Exemplaren zur Weide und Tränke zu führen, Hirtenhunde zur Hilfe zu halten und
die Flöte zu pfeifen.
_______________________
Hirtenmeister
Der Witz an der Urkunde: an dem x in ihrer Mitte ist tatsächlich eine weiße Wollflocke geklebt.
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