Lohn für Jugendarbeit
von Unbekannt (17.08.07 13:03:33)Was bekommt ihr für euren Einsatz in der Jugendarbeit?
Seid ihr fast angestellt oder macht ihr es freiwillig?
Was bekommt ihr für Anerkennung?
Jugenarbeit ist für mich ein EHRENAMT.
Ich brauche dafür keine Anerkennung noch Geld dafür. Mir macht die Arbeit in der Jugendarbeit einfach richtig Spaß und es bringt mir selber was.
Also Anerkennung muss nicht in Form von Geld sein.
Annerkennung ist:
- Die Jungendliche kommen mehrere Male (Ihnen gefällt es)
-...
- Spesenentschädigung
- Irgend ein kleines Dankesgschenk
-...
- Lohn
-....
Anerkennung ... die wichtigste Anerkennung dürfte wohl ausgesprochendes, ehrlich gemeintes Lob und Dank.
Auch wenn es kleine Weihnachtsgeschenke oder auch eine Weihnachtsfeier gibt, darf Lob und Dank nicht fehlen. Denn an diese muss man denken. Weihnachtsgeschenke sind mittlerweile häufig eher automatisiert, haben zwar noch einen Dank-Charakter, aber stärker betonen kann man dies andersrumn auf jeden Fall.
Ich denke, es als Anerkennung zu sehen, dass Jugendliche (also meine Teilnehmer) mehre Male kommen, ist fragwürdig. Das würde ich eher als Bestätigung sehen, etwas Richtig gemacht zu haben, mit viel Spaß und Freude. Als Anerkennung habe ich dies noch nicht gesehen.
Geld bekomme ich keines. Geschenke erwarte ich nicht. Jedoch ist wie oben schon angesprochen Lob und Dank häufig bei mir doch eine tolle Motivationsspritze.
Spesenentschädigung in Form von Fahrtkosten gibt es selten, dafür aber immer wieder zumindest eine teilweise Übernahme von Fortbildungskosten, wenn diese direkt mit meiner Aufgabe zu tun haben.
Jetzt will ich aber doch noch meine Meinung dazu schreiben!
1. sehe ich es auch als Anerkennung, wenn die Kids jede Gruppenstunde wieder kommen. Auch wenn ich mal nicht so gut gelaunt war, kommen die Kids wieder! Und das heißt doch, daß sie zufrieden waren und unsere Veranstaltung den anderen (Leichtathletik, Musik ect.) vorziehen.
2. wenn ich 'privat' unterwegs bin und die Kinder springen mich förmlich beim Einkaufen an, sehe ich das auch als Bestätigung und Anerkennung!
3. wenn ich andere Leute motivieren kann, bei uns mitzumachen - egal, ob als Teilnehmer oder als Gruppenleiter!
Weihnachtsfeiern ist für mich nicht die passende Sache, da ich die jährlich selbst organisiere und dementsprechend auch nicht selbst beschenke! Außerdem macht mir die Arbeit mit den Kindern so viel Spaß, daß ich sogar sehr stark investiere. Z. B. die Bastelmaterialien oder Essen und Getränke bei Halloweenfeier oder Abschlußpicknick!
Ehrlich gesagt wundert mich so eine Frage! Die kann doch nur von jemandem kommen, der noch nicht infiziert ist...?!?!?
"Ehrlich gesagt wundert mich so eine Frage! Die kann doch nur von jemandem kommen, der noch nicht infiziert ist...?!?!?"
Nein, das bestreite ich. Ich bin einerseits dieses Jahr in der Situation, dass ich in meinem Geldbeutel für meine Verhältnisse ein grosses Loch gerissen habe.
Zudem können Bekannte nicht verstehen, dass man das alles kostenlos macht. Die Organisation, welcher wir angehängt sind, hätte ja genügend Geld und man trage ja eine riesige Verantwortung für die Kinder. Zudem haben sie behauptet, dass andere etwas daran verdienen.
Ich glaube, hier werden zwei Ebenen durcheinander diskutiert, nämlich
1. die Anerkennung durch die Organisation, in deren Auftrag man die Kids betreut, und
2. die Anerkennung durch die Teilnehmer selbst.
Zu 1. glaube ich, dass das Engagement und Herzblut, das ich (und wahrscheinlich wir alle hier) in unsere Arbeit stecken, unbezahlbar ist, d.h. nicht in Euro und Cent zu vergelten. (Gut, bei mir ist es etwas anders, da ich hauptamtlich in der Jugendarbeit tätig bin). Dass diejenigen, die ehrenamtlich bei einem Verein oder Jugendverband arbeiten, zusätzlich zu ihrer Zeit auch noch Geld drauflegen, kann aber auch nicht sein! Lob und Dank, und das nicht nur zur Weihnachtszeit (vielleicht auch in Form eines kleinen Präsents) sind eine feine Sache und gehören auf jeden Fall dazu, aber sowas wie Spesen für entstandene Fahrtkosten und Verbrauchsmaterialien sollten ebenfalls erstattet werden.
Zu 2.: Das ist wohl die eigentliche Währung, weshalb wir in der Jugendarbeit sind, oder? Wenn das nicht wäre, wie es Clarissa so eindrücklich beschreibt, würde wohl niemand auf Dauer mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Liebe/r Unbekannt, Du hast Dich ja wohl mehr auf 1. bezogen. Ich finde es keine Schande, in den Ferien oder neben der Schule her Kinder in Gruppen oder Freizeiten zu betreuen, dabei Spaß zu haben, von den Kindern gemocht zu werden UND auch noch eine finanzielle Anerkennung dafür zu erhalten. Doch wo findet man eine Organisation, die das bezahlt? - Freie Träger haben meistens nicht das Geld dafür, da sie sich überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden selbst finanzieren müssen. Städte und Gemeinden sind da manchmal etwas großzügiger. Gute Adressen, um mal nachzufragen, sind die Kreis- oder Stadtjugendpfleger.
Bei uns ist es auch so: Ehrenamtliche Arbeit! Die Spesen werden, wenn man sie zurückfordert, ersetzt. In Lagern und ähnliches wird uns "alles" bezahlt. Auch Fortbildungskurs werden bezahlt (ausser i.d.R. die Anffahrtskosten). Aja.. wir haben ca 2000 Fr. die unter allen Lagerleitern und Köchen aufgeteilt wird, was ca 100 Fr. pro Person macht...
Ich kenne alles: Leute, die an Lagern verdienen (Jugendarbeiter), aber auch ehrenamtliche, die daran verdienen. Ich kenn aber auch andere, die z.B. für ein Lager auch den Mitgliederbeitrag bezahlen müssen.
Kleine Geschichte zu Rolands Kommentar: Als wir vor drei Jahren unser erstes Kinderlager machen wollten, hat unser Vorstand sich die Idee ausgedacht, dass unsere Betreuer erstmal die Stadtranderholung unserer Gemeinde betreuen sollte. Mein Problem dabei war nur: Für die 4 Wochen Betreuung der Stadtranderholung hätten unsere Betreuer einen gut 3 stelligen Betrag bekommen ... auch wenn wir es proportional zu unserer Woche Sommerlager umrechnen: Mehr als wir jemals hätten zahlen können.
Hätten wir es so gemacht, wären wohl viele Betreuer auch in den nächsten Jahren zur Stadtranderholung und erst gar nicht zu unserem Sommerlager gekommen. Denn es sind bei uns auch viele Schüler dabei, die sich die Sommerferien eben mit Sommerlager betreuen und Ferienjob und vielleicht noch einer Woche Erholung füllen. Da ist die Stadtranderholung mit Ferienjob und Kinderbetreuung auf einmal natürlich attraktiver.
(Das ist übrigens ein Punkt, den ich allgemein nicht gut finde: Städte und Gemeinde bezuschussen Ihre eigenen Ferienfahrten mehr als sie "fremde" Fahrten unterstützen. Aber das ist ein anderes Thema ...)
Ich habe immer Geld bekommen fuer mein Ehrenamt. Das ging vom Fahrkostenersatz der Vorstandstreffen bis hin zum Kuechengeld (10 Euro am Tag) fuers Kochen. Als Betreuer staffelte sich der Betrag: Neulinge ( =< 3 freizeiten) bekamen 5 euro ungerade, Erfahrene (> 3 Freizeiten) bekamen 6 Euro ungerade und Leiter 8 Euro und ein paar Zerquetschte. Ich bin im Jahr fuer die AWO ueber 3000 km gefahren und habe trotz des Geldes immer draufgelegt.
Verwerflich ist das nicht wirklich. Es gibt eine Steuerfreigrenze die man nicht erreichen darf (glaub um die 2000 Euro im Jahr liegt die gerade - sie ist erst letztens wieder angehoben worden), solange man die nicht ueberrschreitet ist es ein gesetzliches Ehrenamt.
Wobei man bedenken muss: als Student verdiene ich pro Stunde ueber 10 Euro! Hier bekomme ich maximal 10 Euro am Tag (als Kueche) und bin dort meist 14h beschaeftigt. Von dem Betreuergeld geht ein Grossteil fuer Suessigkeiten waehrend der Freizeit drauf und wir haben regelmaessig Faelle in denen das Team freiwillig auf einen Teil des Geldes verzichtet und mit den Kids dafuer einmal Kegeln geht. Passierte schon einige Male.
Kann sich eine Gemeinde/Organisation etc. leisten Geld zu geben, sollte sie es auch tun. Da geht es auch gar nicht so sehr um die hoehe des Betrages, sondern um die Geste. Am Erfolg des Ferienlagers sollten alle profitieren und der Treager ist nicht nur dazu da um Geld einzusacken. Leider arbeiten viele Organisationen auf einer Ebene, die man als 'semi-professionel' bezeichnen koennte: Zuschussmoeglichkeiten werden verschenkt (Freier Traeger der Jugendarbeit -> Landesjugendplan ist ein gutes Beispiel dafuer). Meist geschiet dies aus Unwissen oder fehlendem Einsatz des Vorstandes - da herrscht bei den alten Zeitgenossen leider oft ein "War schon immer so, anders machen wir das nicht"-Denken vor. Ist meine Erfahrung bisher gewesen (nicht nur bei der AWO :p).
Fazit: ich finde die Betreuer haben einen kleinen finanziellen Anteil am Erfolg des Lagers verdient. Damit wird niemand reich, aber es muss reichen, dass ein Betreuer seine Spessen finanzieren kann und nicht drauflegt in der Freizeit. Ein Schnitzel mit Pommes und ein kuehles Bier sollten - falls moeglich - drin sein. Man muss anerkennen - und Taten zaehlen hier mehr als Worte - wer die eigentliche Arbeit macht: das ist nicht der Treager oder der Vorstand, es sind die ehrenamtlichen Betreuer mit denen ein Lager faellt oder steht.
Unser Gemeindeleiter hat gesagt: "5 Stunden ehrenamtliche Arbeit in der Woche ist okay, alles darüber ist Ausbeutung!" (Ich weiss die Stundenanzahl nicht mehr genau.)
Also...eine der schönsten Belohnungen in unserer Gemeinde sind die "Teamer-Freizeiten" in denen alle aktiven Ehrenamtlichen zusammen übers Wochenende wegfahren und die nächstenMonate planen, aber auch endlich mal Zeit für private Gespräche , ein Bierchen und lagerfeuer ohne permanentes ermahnen.
Ein Großteil dieser Kosten wird übernommen, aber Bier und extra dolles Essen wie Fleisch in Massen zum Grillen wird auf alle umgelegt.
Dann gibts noch ein großes Helferfest für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirchengemeinde, also nicht nur die Leute aus der Jugenadarbeit und die üblichen sit-ins vor den Ferien, wenn das Jugendzentrum geschlossen ist. Zu fast jeder Freizeit gibt es ein Nachtreffen, und Fortbildungen werden auch regelmässig angeboten.
Nicht außer acht lassen darf man, dass sich bei uns (evang. Kirchengemeinde Trier ) fast die komplette Jugendarbeit auf Ehrenamtsbasis aufbaut. Es gibt eine Stelle die hauptamtlich besetzt ist und Bürokratie, Administration, Organisation und Verantwortung trägt und ansonsten viele Helferlein mit verschiedensten Qualifikationen. Alle allerdings mindestens mit JULEICA.
Einbringen darf sich jeder soviel er will und kann.
Unsere Mitarbeiter bekommen die Auslagen erstattet sowie ein Taschengeld am Ende des Zeltlagers und das finde ich richtig so. Die Mitarbeiter opfern auch ihre Freizeit dafür. Und wenn es möglich ist finde ich das mehr als gerecht.
Hallo Unbekannt!
Wenn man sich in der Jugendarbeit engagiert, bekommt man in erster Linie Erfahrung. Diese Erfahrung ist sehr wichtig. Man gewinnt an sozialer Kompetenz und lernt auch, im Team zu arbeiten.
Ich persönlich würde es wie Clarissa Orf finden, wenn Kinder wieder zu mir in die Gruppenstunden kommen, denn dann war ich als Gruppenleiter gut. Wenn von Kindern Lob kommt, ist das echt das Größte. Die Angebote in der Jugendarbeit sind vielfältig, aber die Kinder kommen zu mir, weil es ihnen gefällt.
Die Jugendarbeit ist meistens auf ehrenamtlicher Basis organisiert, das heißt, daß man nicht fest angestellt ist, und daß man für seine Arbeit auch kein Geld bekommt. Ehrenamtliches Engagement ist heutzutage sehr wichtig. Wenn es keine Leute gäbe, die sich ohne Geld einer bestimmten Sache widmen würden, würden viele Dinge, die das Leben reichhaltiger machen, nie möglich geworden. Dies sollte man sich auch mal vergegenwärtigen.
Ich finde, daß Gruppenleiter zumindest eine kleine Entschädigung für ihre Arbeit erhalten sollten. Sie tragen eine große Verantwortung für die Kinder und stehen mit einem Bein im Knast, wenn etwas schief läuft.
Bei meinem Ex-Verein gab es einen Honorarvertrag mit jedem Betreuer. Für eine Woche Ferienlager bekam jeder Betreuer 75 Euro, aber keine Fahrtkosten. Dafür gab es aber auch mehrmals in der Woche Grillen oder einmal mit der gesamten Gruppen Essen gehen z. B. am Tag, wo der Wechsel von einem zum nächsten Durchgang stattfand. Was viele oft vergessen, der Veranstalter zahlte für jeden Betreuer auch Unterkunft und Verpflegung.
Für mich war unter dem Strich die ganze Sache eher ein Zuschußgeschäft, da die 75 Euro meistens nur die Fahrtkosten abdeckten. Aber ich hatte auch eine Menge Spaß an der Arbeit mit Kindern, deshalb habe ich bewußt meine Zeit in den Sommerferien geopfert. Ich habe den Kindern auch so einige Sachen aus privater Tasche bezahlt, die sonst nicht ins Budget gepaßt haben, oder habe bestimmte Bastelsachen gesponsort. Leider wurde das nie honoriert.
Als Gruppenleiter muß man auch ein Idealist sein, aber man sollte nicht die finanzielle Bodenhaftung verlieren. Wenn man selbst einen eigenen Haushalt hat, muß man gewisse Fixkosten aufbringen und sich selbst und die eigene Familie ernähren.
Also unser Messdienersystem beruht auf Belohnung für verstärktes Dienen. Jeder Messdiener bekommt für jede Messe extra ein Plus und für jede Messe, die er fehlt, ein Minus; außerdem für jedes Jahr Dienst. Zu diesem Zwecke haben wir unser eigenes Geld eingeführt, dass für Fahrten aber auch im "Eine Welt Laden" benutzt werden kann. -
Unsere Leiter bekommen aber nicht das Papiergeld sondern Bargeld - das ist unsere "Bezahlung"!!!
Ihr müsst Eure Leiter bezahelen?
Wo bleibt das ehrenamtliche Engament?
Naja also bei unsren Freizeiten hat jeder Leiter 10 Kinder und, wenn er abends nach den Sitzungen noch bischen Feiern will, etwa 19h Einsatz am Tag und das 14 Tage lang plus 2 Wochenenden Vorbereitung.
Dafür gibt es dann ein Taschengeld von 140€ für das, was man eben so braucht und Fahrtkosten werden auch übernommen. Das sehe ich eigentlich nicht als Bezahlung an, da kaum jemand mit Plus rausgeht. Getränke, Süssigkeiten, Zela-T-Shirt, Ausstattung, Vorbereitung, ... Und man muss auch sehen, dass es knapp 20 Tage sind, die man dafür opfert. In denen könnte ich gut und gern 1600€ verdienen. Von daher halte ich es jetzt nicht unbedingt für unangemessen, dass die Auslagen bezahlt werden :)
Anders liegt es da bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, die sich auf 2-3 Wochenstunden beschränken. Dafür finde ich Spesen und ein gelegentliches Mitarbeiterfest oder Mitarbeiterausflug genug an "Bezahlung". Wenn ich allerdings die armen ehrenamtlichen Sportgruppen- und Übungsleiter ansehe, die teilweise locker an die Freigrenze rankommen.. da trifft in meinen Augen der Begriff "Ehrenamt" nicht mehr so ganz zu.
Es kommt natürlich drauf an, wo man sich engagiert. Es gibt Einrichtungen, die ihren Ehrenamtlichen ein Honorar zahlen können und auch die Auslagen wie Fahrtkosten ersetzen.
Aber viele Ehrenamtliche engagieren sich in Kinder- und Jugendverbänden, wo leider nicht soviel Geld da ist. Ich bin Leiterin bei der DPSG und bei uns ist es nicht möglich Honorare auszuzahlen. Für Fahrtkosten haben wir schon mal was bekommen, aber nicht immer. Für mich ist es kein Problem, da ich arbeite und Geld verdiene. Aber für die Studenten und Schüler ist es schon blöd, wenn sie auch noch für die Fahrtkosten aufkommen müssen, da sie ohnehin kaum Geld haben. Aber wir gehen einmal im Jahr schön zum Essen und wir hatten auch schon einen Leiter-Wellness-Tag, der als Dank für das Engagement bezahlt wird.
Großer Lohn ist natürlich der Dank der Kinder und Jugendlichen, wenn er auch nicht so oft ausgesprochen wird. Aber auf unterschiedliche Weise zeigen sie dir, wie wichtig es ist, dass du für sie da bist.
Bei uns im Zeltlager ist es so, daß alle Grulei einen Beitrag zahlen müssen, der deutlich niedriger ist, als die Teilnehmer und sozusagen symbolisch als Essenbeitrag gilt. Da wir über die Jahre immer Probleme hatten, noch genügend Leute für das Abbaulager dabeizuhaben, haben wir eingeführt, daß diejenigen, die im Abbaulager bleiben weniger Beitrag bezahlen. Da die meisten den Beitrag aber sowieso von den Eltern bekommenw erden hat das gar keinen großen Einfluß. Daß man für die Sache bezahlt wird wäre natürlich schön, aber andererseits machen wir das alles doch aus einem anderen Grund.
Ich durfte als kleiner Junge mitfahren ins Zeltlager und mich hat dabei der Virus gepackt. Seitdem fahre ich mit - für mich stand immer außer Frage, daß ich das was mir ermöglicht wurde auch den nachfolgenden Kindern möglich sein muß - eine Veranstaltung wie das Sommerlager jedes Jahr.
Was wir machen ist trotzdem eine Dankeschön Aktion jedes Jahr. Mal gemeinsmes Racletteessen, mal Kegeln gehen mit Pizza bestellen, einmal waren wir sogar auf einer Kartbahn mit richtig Qualifying und Rennen - kostet allerdings einiges! Unsere Pfarrei sponsert mit einem Betrag X solche Sachen.
Die Auslagen wie Sprit, Bastelmaterial etc. werden natürlich in der Jahresabrechnung berücksichtigt und jeder Grulei erhält seine Auslagen komplett zurück.
Thomas
Ihr bezahlt auch eine Beitrag?
Bezahlt die Pfarrei etwas ans Lager oder nur an eure "Dankeschönaktionen?"
Die Pfarrei bezahlt nur die Dankeschön Aktion und dabei auch nur einen Festbeitrag. Den Rest legen wir teilweise selbst mitdrauf. Man muss sagen, daß wir die letzten 10 Jahre etwas turbulente Hauptamtlichen wechsel hatte und wir jetzt hoffen mit der nötigen Ruhe bei der Hauptamtlichenbsetzung auch wieder etwas mehr Kontinuität in der Beziehung zur Pfarrei aufzubauen. Wir sind derzeit ein sehr autarker Haufen.
Der Eigenbeitrag ist vielleicht ungewöhnlich, aber schließlich gibt es echt viele Gruleis, die auch während dem Lager genügend Freizeit geniesen. Man muß dazu sagen, daß bei uns Leute ab 15 Jahre ins Leiterteam integriert werden, sozusagen übergangslos aus dem Teilnehmeralter heraus. Allerdings sind diese neuen Gruleis, die ersten 2 Jahre noch nicht gleichberechtigt. Dementsprechend fahren wir miest mit ca. 20-24 "Leitern" ins Lager um ca. 50 Kinder zu betreuen. Zählt man nur die Ü-18, dann sind es nur noch 8-10 Leiter!
Wie gesagt bei den Jüngeren ist es eine Gratwanderung zwischen wirklichem Gruleidasein und eigener Jugendfreizeit (stark vereinfacht und vielleicht etwas übertrieben) und da denke ich ist ein eigener Beitrag durchaus berechtigt. Bei den Ü 18 ist es denke ich kein Problem mit dem eigenen Verdienst, Taschengeld oder Papa-sponsort auch hier zumindest das Essen zu kompensieren.
Ansonsten ist das einfach eine Sache der Tradition und wir haben das seit Jahren so und es wird kaum in Frage gestellt.
Thomas
Ich bekomme ebenfalls kein Geld für meine Jugendarbeit. Die Arbeit wird mit einem kleinen gemeinsamen Essen verdankt. Die Erfahrung, die man machen kann und das weitergeben, was man selber erleben durften sind der grösste Lohn. Die Leiter bezahlen bei uns nichts, da sie ja die Arbeit leisten.
Die Eltern der jüngeren Gruleis sehen das ähnlich wie wir, daß ihre Kinder nicht Gruppenleiter sind und insofern auch etwas bezahlen können (wie gesagt ist es ein Unkostenbeitrag von 30-50 € für 10-14 Tage. Die meisten sind sowieso positiv angetan, daß sich ihre Kinder engagieren und unterstützen das gerne.
Ich meine, ob sie anonym an irgendeine Sache spenden, oder zielgerichtet ihrem Kind die Erfahrung sponsorn, sich ehrenamtlich zu engagieren ist doch einfach zu beantworten, oder?
Für die Älteren ist es meist kein THema das zu bezahlen. Wir sind wohlgemerkt meist ein recht großes Team und die Arbeit verteilt sich so, daß es kein 10 Tage 24h Stress für alle Gruppenleiter bedeutet, insofern gilt auch hier, daß man den Unkostenbeitrag akzeptiert.
Thomas
Ich persönlich finde, dass es genug Lohn ist in die Augen der Kinder zu sehen und sich zu freuen wieder was schönes gemacht zu haben!
Wir werden nicht bezahlt, aber Auslagen, die wir haben, werden komplett zurückerstattet. Ausserdem zahlt die Pfarrei Leiterkurse, die Fahrt ans Ranfttreffen etc.
Denke wenn man über die Beziehung "Geld und Ehrenamt" redet, dann muss man auch deutlich unterscheiden zwischen KJG & Co und anerkannten Trägern.
Dass die Pfarrgemeinde nicht viel Geld bezahlt, ist denke ich auch gar nicht anders möglich. Da habt ihr ja aber auch ganz andere Dinge zu erledigen. Wir hatten als Einzugsgebiet eine ganze Region die 80km im Durchmesser hat. Dazu kamen Dinge wie Kreis- und Landesjugendring, übergeordnete Bezirksverwaltung und und und
Wenn man da alles mitgemacht hat, war es schon manchmal ein Fulltime-Job.
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