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Diskussionsplatz - organisatorische Fragen

Alter der Teamer

von rolimo (02.08.06 17:31:16)

Wenn ich die Beiträge hier so lese, bekomme ich den Eindruck, dass viele ein recht "altes" Leiterteam haben.

Bei uns ist dies nicht der Fall, alle "Leiter" sind jünger als 25 Jahre.

Wie ist das bei euch so?
Wieviele Betreuer/Teamer/Leiter habt ihr aus welcher Alterskategorie?
Kommentar von Quirin (03.08.06 23:55:35)

Hallo

Bei uns siehts ähnlich aus. Ich markier mit 23 Jahren die Spitze. Dann gehts runter bis 16.
Die Verteilung ist ziemlich gleichmäßig.

Dies trifft jedoch nur auf unseren Freizeittyp zu.

Bei anderen Typen schaut das wieder ganz anders aus.
von 16 bis 45 ist alles vertreten. Zumeist klafft ab 25 eine große Lücke auf.
Kommentar von Drachentraeger (04.08.06 18:02:45)

Ist doch verständlch wenn es nach 25 eine Loch gibt
da kommt normaler Weise die eigene Familie
da braucht man hat die Zeit für andere Aufgaben.

Und ab 40 fährt man als Lagereltern wieder mit
alles schon erlebt

mich ärgert im Augenblick mehr ein Tendenz bei jungen (sogenannten Fachkräften) Sozialpäd, Erzieher/innen etc. den jungen Betreuern/innen die Kompetenz abzusprechen.
Nach dem Motto - verantwortlich handeln kann man erst mit 18 Jahren

Ich finde nach wie vor - die Betreuer/innen die durch unsere Schulungen (JULEICA & mehr) gegangen sind - und die von erfahrenen Ferienlagerleitern/innen ausgewählt werden - machen in der Regel ihre Arbeit gut - und geben sich vor allem viel Mühe - in diesem Sinne - bin ich für gute Mischungen - durchaus junge Teams, begleitet von erfahrenen Teamern. Wichtig ist mir nur das nicht Leute mit dem Blickwinkel Mutter / Vater die Gruppen betreuen, dann wird´s oft zu "gut bürgerlich" und die Kids brauchen halt auch Freiräume, grenzwertige Erfahrungen und Teamer die die Grenzen kennen - aber den Spaß nicht verlosen haben

Jürgen K. Niehues
Kommentar von Tobias (05.08.06 15:22:15)

Ich denke das Alter spielt nur eine ganz kleine Rolle, da die Erfahrung zeigt dass mache Älteren oft alles viel komplizierter machen als es überhaupt ist!! Man sollte halt nur darauf achten des in einem Lager immer mindestens einer 18 ist, wegen der Volljährigkeit.

Och selber bi inzwischen schon 28Jahre und denke im Moment auch noch nicht ans aufhören. Sicherlich haben sich die Aufgaben in den letzten 12 Jahren geändert, da ich am Anfang nur als Hilfs-Teamer mitgefahren bin und inzwischen Lagerleitung mache. Aber ich versuche immer das Team gut zu mischen d.h ganz junge und einige ältere erfahrene. Fachkräfte wie Erzieher oder Sozialpäd. habe ich noch nie gebraucht und auch noch nie mitgenommen (hat sich aber auch noch nie jemand gemeldet).
Kommentar von Quirin (08.08.06 11:11:49)

@ Jürgen:

Was Kompetenz von sog. Fachkräften und Laien angeht kann ich eigenlich nur auf den Beitrag mit Laien und Fachidioten verweisen.
Meiner Meinung nach spiegeln die Kommentare dazu die Situation wieder wie sie fast überall anzutreffen ist.

Eine allgemeine Tendenz zur Absprechung von Kompetenzen kann ich aber nicht feststellen.
Möglicherweise spielt das Verhältnis Laien : Profis eine Rolle.
Je nachdem welche Seite stärker vertreten ist.
Kommentar von Taramis (08.08.06 12:43:06)

Yo Hi Leute,

also bei uns im Stamm sind alle Leiter mindestens 18 Jahre alt. Und die Altersspanne reicht von 18 bis, im Moment, 30 Jahren. Ich selber bin 28 Jahre alt und mittlweile seit 10 Jahren Leiter.

Ich persönlich finde, das eine gute Mischung aus "alten" und "jungen" Leitern das Ganze ausmacht. Wir alten Hasen haben meistens schon gefestigte Strukturen und die "jungen" bringen immer wieder frische Ideen in das Leitungsteam rein.
Kommentar von araisch (22.08.06 11:19:48)

Also bei uns ist die Lagerleiterin 30 Jahre und damit absolute Spitze. Bei der Kinderfreizeit gibt es Nachwuchsbetreuer die erst 14 sind. Diese sind natürlich in einem Tandemteam tätig, also leiten gemeinsam mit einem erfahrenen Leiter. Ansonsten liegt das Alter zwischen 16 (nur in der Logistik) und 22.
Und meiner Erfahrung nach sind Erzieher/innen bei der Arbeit mit älteren Jugendlichen (13-16) nicht so fit wie manche 18 Jährige die keine größeren Vorkenntnisse haben. Wir hatten dieses Jahr sogar den Fall, dass eine Erzieherin nach einem Tag abgereist ist und wir uns Arm und Bein ausreissen mussten um deren Zeltgruppe zu betreuen.
Kommentar von mehlersoft (22.08.06 12:17:37)

Also wir hatten dieses Jahr von unserer DLRG Ortsgruppe aus überhaupt das erste Kinderlager. Um die älteren Interessierten nicht zu verlieren, wurden die zu Hilfsbetreuern (also zwischen 13 bis 16 Jahren). Diese waren auch immer nur im Tandenteam (toller Begriff, kannte ich bisher noch nicht) tätig. Die gesammelten Erfahrungen daraus sind allerdings, dass die Teilnehmer diese (falls Sie doch mal kurzzeitig eine NG alleine haben) nicht für voll nehmen ... trotzdem haben Sie es nach den ersten Tagen geschafft sich auch bei diesen durchzusetzen. Was ich als sehr beachtungswert empfinde ... schließlich habe ich auch schon 18-jährige gesehen, die bei 10-jährigen keine Autorität hatten.
Kommentar von ichGL (07.12.06 18:59:37)

Also bei uns sind die meisten Leiter im Lager zwischen 16 und 18.
Funktioniert eigentlich sehr gut. Allerdings gibt es auch noch 3 weitere Personen, die das gesamte Lager leiten und über 18 sind. Im Moment liegt ihr Alter bei 22 und 30.

Trotz des Jungen alters der meisten Leiter, haben sie bei den Kids große Autorität. Natürlich muss auch mal ein kleiner Spaß dabeisein, und ein bisschen sagen wir mal gerangel mit den kids, vor allem bei Jungen.
Das macht meist den Leitern und den jungen spaß´.
Man muss aber darauf achten, dass alles nach vorher vereinbarten Regeln abläuft
Kommentar von helmutw. (08.12.06 13:57:12)

Ich muss ein bißchen ausholen - vor vielen Jahren wurde ich Mitte 20 und habe mich dann eigentlich endgültig von der Jugendarbeit verabschiedet. Siehe anderer Kommentar, Liebe, Familiendründung, Kinder großziehen. Als die im Pfadfinderalter waren, fehlten in meinem Stamm die Gruppenleiter. Also mit 42 Jahren wieder eingestiegen, aber stets drauf bedacht mich nicht zu zu wichtig zu machen. Der Stamm hat jetzt 120 Mitglieder, wir haben in den letzten Jahren ein tolles Blockhaus gebaut man kann auf dem Grundstück zelten und wir sind so ziemlich die aktivste Gruppe in Erlangen www.bdp-asgard.de

Ohne einige erwachsene Gruppenleiter hätte es all das und viele Lager und Fahrten nicht gegeben. Langsam nehmen die Jüngeren wieder das Heft in die Hand und das ist gut so. Von den Alten lernen und profitieren, und dann mit dieser Hilfe eigene Wege suchen und eigene Ideen verwirklichen, das wäre die Ideale Kombination. Nur jung und spontan, kann genauso schlecht für eine Gruppe und die Zeltlager sein, wie alt und besserwisserisch.

Es gibt super tolle junge Gruppenleiter und auch phantastische ältere Mitarbeiter. Bei ehrlichem Interesse am Andern (Nächsten), mit lebenslanger Neugier, einem gesunden Menschenverstand und einem echtem soziales Bewußtsein - kann jeder Mensch ein guter Gruppenleiter sein und ein sauguter Freund.

helmut wening aus erlangen
Kommentar von Drachentraeger (08.12.06 16:49:54)

Hallo Helmut,

schön dass Du nach vielen Jahren wieder einen Zugang gefunden hast,
neben den jungen Leuten brauchennwir auch wieder erfahrene gestandene Leute die den jungen Teamern den Rücken freihalten.
Deine bzw. die BdP Internetseite von Euren Stamm hat mir gut gefallen - da zeigt sich viel Lebenfreude - obwohl ich bei dem Stammesnamen "Asgard" ein wenig heftig zusammengezuckt bin, den die Namen der nordischen Mythologie werdne zunehmend von den RECHTEN / NEONAZIS okupiert und deren Inhalt in eine "rechte" Richtung gelenkt.

Wir brauchen in den Jugendgruppen, Verbänden immer wieder Leute wie Dich, die als Paten, als Mitwirkende den Freiraum schaffen, den die Kids brauchen; die als Mitarbeiter, Mitverantwortliche ihre solziale Kompetenz einbringen und so die Kontinuität der Arbeit absichern.

Freut mich von Dir gelsen / gesehen zu haben.
Laß uns vielen andern Mut machen - auch mit 40, 50, 60 ... sich zu engagieren

Jürgen K. Niehues (52 Jahre)
P.S. ein meiner derzeitigen Engagements findest Du unter www.kinderstadt.de
Kommentar von araisch (12.12.06 21:12:55)

Das ist relativ normal dass die rechtsradikale Szene sich ihre Symboliken zusammenklaut. Es gibt leider sehr viele ältere Menschen, die sehr aggressiv und abweisend reagieren, sobald man in der DPSG-Kluft erscheint. Das sand-braune Hemd-Outfit wurde von der HJ als Uniform "übernommen". Ebenso das Sonnenrad der Inder als "Hakenkreuz". Pfadfinder gibt es schon wesentlich länger als diese "Aneignungen", auch die Stämme heißen schon Jahrzehnte so, trotzdem hat man noch heute bzw. heute wieder mit diesen Assoziationen zu kämpfen.. leider.

Ältere Leiter halte ich für sehr wichtig, da den Jüngeren es oft an Erfahrung mangelt. Unser Lager wird praktisch jedes Jahr zu 50-80% neubesetzt. Das liegt an einer großen Anzahl von Anerkennungspraktikantinnen und der großen Auswahl an zu betreuenden Freizeiten. Da das Lager im Vorfeld geplant wird, tun sich jedes Jahr die 4 Teamleiter (idR "alte Hasen") extrem schwer, die Planung in die richtige Richtung zu bringen und erfolgreich in der begrenzten Zeit abzuschließen. Allerdings halte ich ein homogenes Team für eine Freizeit bei der kein bestehender Teilnehmer-Leiterbezug besteht für wichtiger als eventuelle Erfahrung. Wir haben schon sehr schlechte Erfahrung mit älteren Leitern im Team gemacht (Ausnahme: Leitungsteam). Jugendliche nehmen Betreuer, die nur wenig älter als sie selbst sind eher an als wesentlich ältere ("Elternsyndrom"). Auch das Team leidet darunter, da sich 20 junge Erwachsene (die sich vorher kaum kannten) besser verstehen, als wenn einige Erwachsene dabei sind.
Dies ist in Freizeiten bei denen sich alle im Voraus gut kennen anders! Bitte nicht missverstehen :)
Kommentar von fels298 (07.07.07 18:22:15)

In meinen Ex-Lagern waren die Teamer immer unter 30 Jahre alt. Es gab einen Menschen vor Ort, der die 40 Jahre schon überschritten hatte. Ich war als Betreuer mit 33 Jahren schon eine der Älteren.

Fakt ist, daß man die JULEICA schon mit 16 erwerben kann. Das Alter ist bewußt nach oben hin offen gehalten worden, denn auch die Alten haben eine gewisse Erfahrung, die sie den jungen Leuten vermitteln können. Ich finde es nicht gut, wenn man, wie hier gerade in der Zeitung gestanden hat, nach Jugendleitern sucht, die nicht älter als 40 Jahre sein dürfen. Die Jugendarbeit ist überwiegend ehrenamtlich und oft wird vergessen, daß es keine Selbstverständlichkeit ist, daß man sich ehrenamtlich engagiert. Das Leben wird reichhaltiger durch einen Mix aus Jung und Alt. Jeder Gruppenleiter sollte nach seinen Stärken eingesetzt werden. Dieses Talent haben viele "erfahrenen" Ferienlagerleiter nicht. Da fehlt ihnen wohl die Flexibilität bei der Umbesetzung des Teams. Zum Beispiel habe ich es gerade bei einem Betreuertreffen erlebt, daß es da eine Bastel-Tante gibt, der das Basteln überhaupt nicht liegt. Wie soll auch ein Ferienlager-Leiter die Stärken eines neuen Betreuers kennen, wenn er selbst den ersten Kontakt erst vor nicht einmal 24 Stunden gehabt hat?

Auch wenn es darum geht, wenn angeblich "erfahrene" Ferienlager-Leiter neue Betreuer auswählen, bin ich sehr skeptisch geworden.

Ich las vor einer Woche hier im Forum ein Inserat, wo ein Betreuer für eine Freizeit gesucht wurde. Das war am Donnerstag früh. Ich schrieb morgens eine Mail, abends klingelte bei mir das Telefon. Man fragte mich, ob ich nicht am Freitag zu einem Betreuertreffen kommen könne, daß von Freitag bis Sonntag stattfindet. Ich bin spontan und sagte zu. Das Betreuertreffen war zweigeteilt. Das erste Treffen hat schon an einem anderen Ort statt gefunden, d. h. die Gruppe kannte sich schon. Ich hatte keine Chance, bei diesem ersten Treffen teilzunehmen und fuhr nun zum zweiten Treffen. Man begrüßte mich auch und nahm mich zunächst wie einen neuen Betreuer auf, ließ mich in den Arbeitsgruppen mitarbeiten. Ich war in einigen Dingen unsicher, stellte viele Fragen, da mir auch viele Fakten fehlten. Es hat z. B. 24 Stunden gedauert, eh ich heraus bekommen hatte, was das Motto dieses Ferienlagers war. Ich kannte es vorher nicht. Das Betreuer-Team teilte mir meine Aufgaben zu. Ich versuchte, mich zu integrieren, in dem ich meine Ideen in die Arbeitsgruppen einbrachte. Ich blieb trotzdem irgendwo ein Außenseiter, die Gruppe kannte sich schon. Auch bin ich ein Typ, der sich nicht sofort öffnet.  Das ist vielleicht mein Handycap. Die Ferienlager-Leiter arbeiteten selbst nicht mit in den Arbeitsgruppen. Sie sahen mich nicht in den Arbeitsgruppen, aber sie riefen mich am nächsten Tag nach dem Frühstück zu sich und teilten mir mit, daß sie der Meinung wären, daß ich nicht zu ihrem Team gehöre. Die anderen Betreuer wurden auf meine Nachfrage hin wohl nicht befragt. Ich hatte mich hier und da mal mit einigen Betreuern kurz unterhalten, aber die Zeit reichte wohl nicht aus, um alle kennenzulernen. Vielleicht hätten mich die einen oder anderen auch nett gefunden. Also hatte ich nichts mehr auf diesem Betreuertreffen, das noch nicht zu Ende war, zu suchen. Ich packte meine Sachen und fuhr nach Hause.

Viele "erfahrene" Ferienlagerleiter haben Vorurteile gegenüber neuen Betreuern, die in das Team kommen. Oft ist die Toleranz auch nicht besonders groß, wenn man anders als die Anderen ist. Diese Leiter vergessen dabei, das ein starkes Team durchaus in der Lage sein sollte, neue Betreuer in alte Strukturen zu integrieren. Wenn das Team einen neuen Betreuer von vornherein ausschließt, dann stimmt etwas nicht. Der neue Betreuer ist speziell beim ersten Kontakt mit einem gestandenen Betreuerteam erst einmal damit beschäftigt, die Leute inklusive der Gegebenheiten kennenzulernen und zu hinterfragen, ob man selbst damit einverstanden ist oder nicht.

Schlimm ist es als neuer Betreuer auch, wenn man als einziger aus einem anderen Bundesland kommt als die anderen Betreuer und sich für ein Ferienlager interessiert. Da ist man oft schon der Exot schlechthin.

Ich hatte in meinen Ex-Lagern auch mit professionellen Leuten zu tun, die Erzieher, Heilerzieher oder Lehrer waren. Es hat mich als Laie schon erstaunt, wie unsensibel diese Professionellen speziell beim Thema Nachtwanderung mit den Kindern umgehen. Bei der internen Diskussion im Vereinsforum habe ich auch immer wieder festgestellt, daß man diese Professionellen nie kritisieren sollte, denn sie können das in der Regel nicht ab. Diese Berufsgruppe spricht nicht nur Gruppenleitern unter 18 Jahren die Kompetenz ab. Sie wirft auch Laien-Gruppenleitern vor, nicht zu wissen, wie man mit den Kindern umzugehen hat. Die professionellen Leute, mit denen ich es zu tun hatte, haben selbst keine Kinder. Ich habe die JULEICA Stufe 1 und 2 sowie selbst zwei Kinder im Alter von 6 und 12 Jahren, davon ist eines schwerbehindert, d. h. die Betreuung und Pflege muß noch intensiver als bei einem Regelkind erfolgen. Im Laufe der Jahre hatte ich mir in Bezug auf die Kinderbetreuung Kompetenzen anzueignen, die andere Gruppenleiter sich wohl nie in ihrem Leben aneignen werden. Genau die Professionellen sind es, die es uns Laien vermiesen, sich im Bereich der Jugendarbeit zu engagieren.

Ich finde es aber auch unverantwortlich von Ferienlager-Leitern, Mitarbeiter ohne JULEICA in einem Ferienlager zu engagieren. Das habe ich kürzlich auch erlebt. Gruppenleiter unter 18 Jahren sollte man meiner Meinung nach einem volljährigen Gruppenleiter unterstellen. Im letzten Jahr habe ich es erlebt, daß ein junger Gruppenleiter total überfordert war. Ich mußte damals einspringen.

Kommentar von taliomeh (15.01.08 19:33:25)

Ich möchte etwas zu dem alter der jüngeren Teilnehmer sagen, da nicht nur die alten probleme haben können sich zu integrieren.

Das hauptproblem bilden wohl die 13-15 jährigen, die auf der einen Seite zu jung sind um sich noch auf das "Kinderniveau" des Zeltlagerprogramms richtig einzulassen, aber dennoch noch nicht alt genug um als vollwertige Verantwortungsträger eine entscheidendere Rolle zu spielen. Desweiteren unterscheiden sich viele in diesem Alter von ihrer geistigen Entwicklung.

Hierbei galt bei uns in den letzten jahren eine "Halbgruppenleiter" - Rolle als Ausweg aus dieser Misere. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mittlerweile die jungen "Halbgruppenleiter" als AvD genommen werden um alle Jobs zu erledigen die den großen zu pingelig sind.  (Man sieht aus diesem "mir-ist-diese-Aufgabe-zu-blöd" - Alter kommt man nie raus).

 Zum Glück ist diese Situation noch in einigermaßen geregelten Bahnen verlaufen, da wir nun das Wort Halbgruppenleiter aus unserem Jugendarbeitswortschatz verbannt haben. Es gibt nur noch ganz oder gar nicht. Anders dagegen Zeltlager der KSJ (Katholische Studierende Jugend), bei denen es teilweise so verlief, dass die ältesten Gruppenleiter Nacht feierten und tagsüber das Programm (bis auf Essen) verschliefen...

 ich wünsche keinem solche erfahrungen. Es ist denke ich mal das beste man het eine Crew auf die man sich eingeschworen hat und in der man jeden kennt. Mit allen Schwächen und Stärken. Da weis man woran man ist und wen man wie anmeckern muss, damit alle zusmmenarbeiten. Zusätzlich bleibt einem das Schicksal meines Vorredners erspart

Kommentar von helias (15.01.08 20:12:59)

Also in unserem Jugendteam ist das überhaupt nicht so! Es gibt ein bis zwei Hauptamtliche, der das ganze leiten, aber der Rest bewegt sich so im Alter 15 aufwärts, wobei ich mit 18 schon einer der ältesten bin...

Dabei ist es ganz normal, dass auf unseren Freizeiten bzw Gruppenstunden, die älteren Teamer eher die Führung übernehmen und neue Teamer einweisen, je länger man dabei ist, desto mehr Verantwortung übernimmt man, aber das ist bei uns ein ganz automatischer Vorgang. Kein neuer würde sich zutrauen, eine eigene Untergruppe zB selbstständig zu leiten, und kein älterer würde auf die Idee kommen, einem neuen so eine Aufgabe aufzudrücken.

Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass sich das Team kennt, weiß, dass man sich aufeinander verlassen kann und dass jeder gleichberechtigt ist. Halbgrupppenleiter gibts da nicht.

Selbstverständlich achten wir auch darauf, dass die Leute für ihr Alter verantwortungsbewusst genug sind, und wenn nicht, dann muss man sie halt stärker kontrollieren oder konkretere Anweisungen geben... jeder hat irgendwie das Zeug zum Gruppenleiter, wenn er die Arbeit wirklich machen will...

Kommentar von Unbekannt (15.01.08 21:06:11)
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Das Mindestalter würde ich mit 14 festlegen. Von irgendwelchen Peer-to-Peer-Konzepten auf Freizeiten halte ich nichts. Aber das ist eine andere Diskussion, dazu gibts auch nen Thema irgendwo.

Für mich sind Freizeiten aber auch eher eine Sache der jungen Leute. Klar, mit 40 haben die wenigsten Lust auf Freizeiten zu fahren. Aber ich finde das alles andere als schlimm. Einige alte Hasen muss es geben, aber alte Hasen macht man nicht am Alter fest. Ansonsten ist es doch etwas Schönes, wenn es frischen Wind gibt. Man muss auch die Zügel aus der Hand geben können. Wirklich fatal wird es, wenn man irgendwann einsieht, dass das Weiterbestehen der Organisation an Personen liegt - dann wird's richtig heftig. Das Ruder in so einem Fall nochmal herumzureißen, ist extrem schwer.

Bei uns sind die meisten so zwischen 18 und 24.  

Zu den Kompetenzen: ist eine schwierige Diskussion. Ich als Ehrenamtlicher von nem öffentlichen Träger brauche andere Kompetenzen als ein Pfadfinder z.B. Wir haben den Auftrag für die Arbeit vom Land und/oder Bund und kommunale Jugendämter buchen bei uns. Entsprechend ist unsere Klientel und darauf müssen wir mit professionellen Lösungen reagieren. Wobei das nun auch nichts ist was man nicht lernen könnte, aber es wäre eben ziemlich daneben auf diesen Freizeiten einen Leiter zu haben der ganze 12 Wochen Erfahrung hat. Wir haben einige Erfahrungen in die Richtung machen müssen und es war hart lernen zu müssen, wie Freizeiten aus dem Ruder laufen können.

Bei uns dauert die Lernkurve schlicht länger und darum haben wir (und ich bin eben kein Fachmann - ich bin IT'ler und damit höchstens in Mitarbeiterschulungen pädagogisch) kompetente Leute und andere Anforderungen an unsere Ehrenamtlichen. Es ist schlicht notwendig...

Falls sich jemand auf mich bezogen hat, erklärt dies hoffentlich warum ich auf der Juleica herumhacke ;) Nicht überall ist fehlendes (Halb-)wissen harmlos. Wobei sicher nicht alle Schulungen schlecht sind, aber es kommt eben sehr stark darauf an wer sie mit welchem Hintergrund leitet. 

Kommentar von Gollom (17.01.08 15:43:04)

Wir sind in unserer Messdienerleiterrunde ein sehr junges Team. Fast alle Leiter sind zwischen 16 und 19 Jahren. Ein paar Leiter mit 15 Jahren sind dabei und auch ca. 5, die älter als 19 Jahre alt sind.

 Ich denke, dass Alter ist nicht besonders wichtig, trotzdem versuchen wir, dass unsere "ehemaligen" Kinder (und die waren wir alle einmal) erst mit frühestens 15 in die Leiterrunde kommen. Dies hat zwei Gründe: zum einen befindet man sich bei uns bis 15 einschließlich in der Messdienerkinder-"Karriere", dh. man gilt als Kind. Der andere Grund ist der rechtliche. Das wird zwar nicht so eng gesehen, trotzdem versuchen wir, dass Leiter erst ab 16 dabei sind. Ich weiß, eigentlich muss man 18 Jahre alt sein, aber mit 16 Jahren, der entsprechenden Ausbildung und Leitern dabei, die schon älter sind als 18 geht das.

Was aber nicht heisst, dass jeder bei uns Leiter wird. Denn da geht es absolut nur danach, ob man fähig ist oder nicht. Dh, es könnte auch ein 16 jähriger einem 20 jährigen vorgezogen werden.

 

Kommentar von Hunnyyy (17.01.08 17:33:00)

Wir haben das so organisiert: wir haben 2 hauptleiter und den Pastor. Die ine LEiterin ist 26 und der andere LEiter ist 18. Der hört aber jetzt wegen schule und bund auf :( . Da die ganze arbeit für einen Leiter (oder 2) zu viel ist haben wir einen stammtisch. Erst hatten wir die altersgrenze ab 14 gemacht jedoch bin ich 13 und da sie mich in dem Leiterteam dabei haben wollten haben haben wir die altergrenze im moment auf 13 gemacht. Der Stammtisch besthet aus ca 10 leuten obwohl nur 6 aktiv mithelfen, und der stammtisch unterstütz und leitet auch die gruppe mit. Jedoch bringt es nichts wenn nur jüngere (das bedeutet unter 18-jährige) leiter sind, da wenn mal eine fahrt ansteht man mit 13-17 noch keine verntwortung für die ganzen kinder übernehmen kann. Der Stammtisch trifft isch einmal im monat und bespricht und bereitet die anstehenden aktionen sowie fahrten vor. Ich finde es besser wenn mehere leiter sind da die teamer sich so gut ergänzen. Bei uns ist es nähmlich so das wenn wir zusammen sitzen wir immer auf super gute ideen kommen weil jeder sich gute ideen hat. Würde es nur 2 oder 3 leiter geben wäre es viel schwerer auf originelle ideen zu kommen. Außerdem haben wir ales teamer richtig viel spaß und so geht die arbeit immer schneller.=) Es ist auch gut dass wir alle altergruppen als teamer dabei haben da jeder seine eigenen erfahrungen mit einbringen kann.  ich finde diese lösung eig sehr gut und wenn den etwas älteren in der gruppe langweilig wird und die eig aussteigen wollen ist dies eine gute möglichkeit auch junge bei der arbeit zu lassen ;-)

 

Sarah

Kommentar von manutro (17.01.08 17:47:11)

Also unser Leiterteam für das nächste Zeltlager ist extrem jung.

Ich bin mit 17 1/2 der älteste offizielle Leiter, dann gibts noch 3 Mädels( 2*16, 1*15).  Natürlich haben wir auch Erwachsene mit, 3 um genau zu sein, die uns bei der Aufsicht unterstützten und Kochen, Planung und Durchführung liegen aber in unserer Hand.

Kommentar von Wuffi2209 (29.04.08 08:56:32)

Unser Team ist grundsätzlich ziemlich groß. Es gibt drei Hauptamtliche mit denen wir was zu tun haben und die letztendlich das Sagen haben, aber grundsätzlich sind die Teamer bei uns zwischen 13 und 26. Grundsätzlich klappt das auch ganz gut. Die 13-15 sind die sogenannten Trainees. Nach Möglichkeit sollen alle ab 15/16 die Juleica vorweisen oder machen. Und das klappt bisher auch ganz gut. Die Juleica soll vorhanden sein, da bei fast keiner Veranstaltung ein Pastor oder eine Diakonin anwesend sind.

 Bei länger dauernden Veranstaltungen soll mindestens eine Person 18 sein, die die Hauptverantwortung für Kiddies und minderjährige Teamer übernimmt. Bei festen Gruppen kann es auch mal sein, dass zwei bis drei Minderjährige alleine vor Ort sind. Aber mindestens einer/eine hat eine Juleica.

Das gute bei unserem Team ist die Zusammenarbeit und zwischen jüngeren und älteren. Die älteren werden gefragt wenn es um erfahrungswerte geht, die jüngeren werden gefragt wenn es um neue Ideen geht. Auch ist es so, dass bei unserer nächsten Veranstaltung die über 18-jährigen die Eltern in Notfällen anrufen soll. Das wurde gemeinsam im Team besprochen.

Wie man sieht, ist eine Mischung des Alters in einem Team sehr sinnvoll. Und das macht das Zusammenarbeiten eben zu einem noch größeren Abenteuer.

Ach so zu guter letzt noch eine kleine Anmerkung. Unser Team bei der nächsten Fete besteht aus ca. 20 Teamern. Darauf freue ich mich schon

Kommentar von Matze2903 (30.04.08 15:54:25)

Bei der ganzen Disskussion um Alter von Teamern, wurde eigentlich noch nie angesprochen, wo die Teamer eigentlich herkommen. Sind es nicht doch immer welche, die aus der jeweiligen Verbandsarbeit, also aus der Gruppe herausgewachsen sind und nun sagen:"Das war doch wohl nicht alles" Ein Erwachsener der einfach kommt und sagt:"Ich habe jetzt Lust auf Jugendarbeit" wird es eher weniger geben. Und das eine richtige Hinführung zur Teamerarbeit und Ausbildung wichtig ist ist doch selbstverständlich.

Mich würde es mal interessieren, wo eure Teamer herkommen. Das wird in Mitarbeiterfindung und -qualifizierung (Vorschau) diskutiert.

Kommentar von MartHi (30.04.08 23:06:17)

Hi @ all,

ich persönlich denke, dass das Alter bei Teamern/Betreuern eine untergeordnete Rolle spielt. Viel wichtiger ist doch eigentlich welche Qualifikationen diese besitzen und ob sie mit Kindern umgehen können oder nicht. Man kann auch bereits mit 16 bereits ein großes Wissen der Jugendarbeit besitzen, so dass ich mich auf keine Mindestaltergrenze festlegen möchte. Auch auf eine Höchstgrenze vom ALter her möchte ich mich nicht festlegen. Alte Hasen "beleben" das Geschäft und stehen mit ihren großen Erfahrung den jüngeren mit Rat und Tat zur Seite und tragen dadurch ihren Teil zu einer erfolgreichen Jugendarbeit bei.

 MfG Martin

Kommentar von Unbekannt (08.05.08 13:31:09)
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Bei Mindestaltern geht es gar nicht so sehr um die Kompetenz. Es geht eher um das rechtliche Drumherum.

Ein Träger der minderjährige Teams wegschickt macht sich strafbar. Wo kein Richter, da kein Kläger - aber sowas zeugt eben nicht von Professionalität und schadet letztendlich allen die in diesem Job tätig sind. Verkorkste Freizeiten färben auf alle anderen Anbieter ab. Es gibt eben keine Qualitätstandards - zumindest nicht für Nicht-Mitglieder der Dachverbände. Und das dürften so 95% aller Vereine sein.




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