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Erlebnispädagogik - Grundlagen

von Kleistermonster (17.04.06 16:15:42)
Entstehung:
Erlebnispädagogik (EP) ist in den 20er Jahren entstanden, da Kurt Hahn „Verfallserscheinungen der Zeit“ feststellte:
- Mängel an menschlicher Anteilnahme,
- an Sorgfalt,
- an Initiative und Spontaneität und
- körperlicher Leistungsfähigkeit.
Dagegen entwickelte er die Erlebnistherapie mit Sport, Natur und Ökologie unter einfachen (komfortarmen) Bedingungen und sozialem Lernen.

Entwicklung nach 1945:
- im Nationalsozialismus: EP ist ein Teil der Erziehung (z.B. HJ und BDM)
- nach dem Krieg: EP wird ganz aus der Erziehung verbannt (schlechtes Image),
- seit den 80ern: Wiederentdeckung in Form von Großprojekten für Jugendlichen mit erschwerten Lebensbedingungen (vor allem in Großstätten wegen der hohe Gewalt unter Jgdlichen und weil keine Angebote für sie da waren)

Erlebnisdefizite heute:
Erlebnisräume werden immer stärker eingeschränkt durch:
- ein städtisches Umfeld,
- eine verstärkte Einbindung der Jugendlichen in sozialpädagogische Einrichtungen (fehlen von Spontaneität) und
- einen steigenden Medieneinfluss, der keine Primärerfahrungen mehr zulässt

Didaktische Prinzipien:-Förderung von eigenen Erlebnissen,
- Ganzheitliche Lernformen,
- Gemeinschaftserfahrungen vermitteln,
- Orientierung bieten Beziehungsarbeit,
- Grenzerfahrungen machen, sich spüren, etwas bewirken und
-Alltagsbezug (Kritisch betrachten, weil bei Outdoorangeboten nicht gegeben)

Bedeutung:Über neue Erfahrungen (z.B. Angstüberwindung, eigene Erlebnisse, …) können Selbstbewusstsein und persönliche Entwicklung gefördert werden
- gemeinsame Aufgabe steht im Vordergrund (handeln statt behandeln – statt Kommunikation durch Worte)und
- dadurch günstige Voraussetzung für soziales Lernen und Konfliktregelung

Elemente:
- Selbstbestimmtes Lernen,
- ganzheitliches Lernen (kognitiv, affektiv und psychomotorisch),
- Alltagsrelevanz: die Erfahrungen müssen eine Bedeutung für den Alltag haben und ein
- Verändertes Rollenverständnis von Erzieher und Jugendlichem (mehr partnerschaftlich)

Formen und Inhalte:
Projektwahl ist abhängig von Zielgruppe und zeitlichem Rahmen:
- Einzel- oder Gruppenarbeit,
- Stationäres Camp (besteht auf Dauer),
- Speziell für eine Gruppe (fluktuierend)
Inhalte: Natur-, Abenteuer oder Arbeitsprojekte

Ziele:
Entegegenwirkung von Erlebnisdefiziten wie z.B. Medialisierung,Bewegungsarmut und Bezug zur Natur (Naturkenntnisse für Kinder aus der Stadt),


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