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Ein Geschichte zum Nachdenken - vielleicht zum nachmachen !!?

von Drachentraeger (23.03.06 16:54:35)
Eine Geschichte zum Nachdenken

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor
sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern .. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.

"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben" ,sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hoch¬zeits¬album zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tage¬buch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschen¬ka¬len¬der und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen auf¬bewahrt."

Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist.

Denk daran, Du erntest, was Du säst. Was man in das Leben der anderen einbringt, kommt auch ins eigene Leben zurück. Dieser Tag soll ein gesegneter Tag sein und genau so etwas Besonderes wie Du es bist.


Soweit die Geschichte und die Mail die mich erreichte

Dies Geschichte habe ich per E-Mail-Kettenbrief bekommen - und eigentlich mag ich keine Kettenbriefe - aber in einer Welt in der wir oft, zu oft vergessen - dem Anderen etwas nettes zu sagen - lohnt es vielleicht dieses Geschichte weiterzusenden.

Also dachte ich: Frag nicht, spiel einfach mit!
Kommentar von kleineanne (17.07.07 21:20:58)

Wir haben so etwas mal in Gruppenstunden gemacht. Jeder hat einen Zettel bekommen und seinen Namen darauf geschrieben. Dann wurde er herumgegeben. Jeder hat etwas positives zum anderen geschrieben, bis die Zettel wieder beim Absender angekommen waren. Die Wirkung war zar nicht sooo extrem, aber ich glaube, es freut jeden, etwas Nettes gesagt zu bekommen und als Gruppenleiter hat man da auch manchmal eine gute Rückkoppelung, was den Leuten gefällt.

Und für die Verbesserung des Gruppenklimas lohnt sich eine solche Aktion allemal und ist eventuell auch gut mit einem Thema zu verbinden (z.B. in kirchlichen Gruppen etc)...

 

 

Kommentar von uebbi (11.12.07 21:44:44)

So etwas möchte ich auch mal an einem Vorbereitungswochenende machen. Ich denke gerade vor einem Zeltlager wäre das schön, das Team zum Nachdenken über die positiven Seiten jedes Teammitglieds zu animieren.

Vielen Dank für die schöne Idee!

Kommentar von Julia89 (11.12.07 21:57:00)

@anne: wichtig dabei ist ja eigentlich, dass keiner weiß was von wem geschrieben wurde! wenn man das im kreis herumgibt ist es aber doch sehr leicht nachvollziehbar wer was geschrieben hat!

wir haben dass auch mal in der klasse gemacht und eine klassenkameradin wollte das dann auswerten, hat es aba iwie nich gemacht glaub ich!! hab den zettel auf jeden fall nie bekommen... :(

Kommentar von Maerlin (11.12.07 22:36:07)

In unserem Präventionsprojekt "ECHT STARK" haben wir einen Lobthron eingesetzt. Ein Lobthron ist ein speziell geschmückter Stuhl oder Sessel, der an einer besonderen Stelle des Gruppenraumes aufgestellt wird. Jedes Kind durfte sich einmal darauf setzen, und alle anderen Kinder sollten ihm dann sagen, was sie besonders toll an ihm fanden.

Die Wirkung ist ähnlich erhebend wie in der Geschichte beschrieben. Vielleicht nicht ganz so nachhaltig. Ich hatte damals, als wir das Projekt entwickelten, zufällig auch diese Kettenmail bekommen und den Text im Team vorgelesen. Meine Kolleginnen fanden ihn kitschig, aber ich bekam beim Vorlesen schon wieder feuchte Augen.

Kommentar von gms89 (17.03.10 13:14:37)

Das hat meine LEhrerin bei uns in der Schulklasse gemacht!

das ist richtrig gut, habe diesen Zettel noch immer(habe es sogar aufgehänfgt)

Kommentar von Matze2903 (17.03.10 19:39:11)

Tolle  Idee!

Habt ihr, die ihr es schon mal gemacht habt, auch negative Bemerkungen aufgeschrieben bekommen, und wie seit ihr damit umgegangen.

Oder wie würdet ihr mit neg. Bemerkungen umgehen?

Kommentar von gms89 (18.03.10 12:12:13)

HEy bei uns wurde gesagt, dass man nur positive BEmerkungen aufschreiben musste!

 

Kommentar von Matze2903 (18.03.10 21:08:21)

In einer  intakten Gruppe funktioniert das, aber wenn die Gruppe z.B. das Mauerblümchen hat oder einen gemobbten oder......Besser wäre es dann es nicht zu tun oder  es von dem Gruppenleiter zusammenfassen zu lassen. Denke ich.
Kommentar von AKaemper (18.05.10 15:29:43)

Ich habe das oft am Ende eines Freizeitleiterwochenendes gemacht- für jeden eine Karte, und jeder der der anderen schreibt einen guten Wunsch, ein Segenswort, einen Gruß für den Empfänger. In der Woche vor der Freizeit bekommt dann jeder seine Karte zugeschickt und freut sich hoffentlich darüber.

Variante: auslosen, wer wem schreibt. 

Oder: Auf einer Jugendfreizeit werden Briefumschläge  mit Namen im Gruppenraum aufgehängt, dazu liegen Zettel und Stifte bereit. Jede/r kann, wenn er /sie möchte, anderen einen Gruß in den Umschlag stecken. Beim Abschlussgottesdienst werden die Umschläge dann verteilt. Funktioniert aber auch nur, wenn sich die Teilnehmer gut verstehen, sonst kann es leicht missbraucht werden. Die Freizeitleitung sollte für jede/n etwas schreiben!

Kommentar von irene67 (16.03.11 19:40:20)

Ich mach das in meinen Schulklassen .... fasse es dann selbst für die Schüler zusammen.

Heuer versuche ich erstmal dies über ein ganzes Semester zu ziehen - jeder Schüler hat ALLE Namen aus der Klasse auf seine letzte Heftseite geschrieben - und ich erinnere sie immer wieder - da wieder mal einzutragen ...

schön langsam füllen sich die Listen - wenn ich die Hefte absammle, les ich mal bissl nach - ist SEHR nett;

nur in einer Stunde ists mal passiert, dass einer gefragt hat:"dürfen wir auch schimpfwörter schreiben!?" - die andren haben gleich losgekeppelt:"hast nicht aufgepasst?! NUR gute sachen!! - so hat sich das in eigendynamik erledigt! ;-)

mal sehen, was bis zu den sommerferien da entstanden ist!? :-))

lg, irene

Kommentar von joko2492 (15.06.11 22:11:32)

Ist das auch als Teamstärkung für die Leiterrunde geeignet? Selbstverständlich abgewandelt
Kommentar von Drachentraeger (16.06.11 20:41:35)

Grundsätzlich ja - aber ich würde da sehr vorsichtig sein. Da es sehr stark auf den Einzelnen abhebt.  Wenn Du Dich mit gruppendynamischen Prozessen auskennst o.k. sonst lieber zurückhalten.

Da kann man besser Spiele einetzten die das Vertrauen in der Gruppe fördern

 

 




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