Service
Hilfe
neuen Artikel schreiben
Diskussionsplatz - organisatorische Fragen

Migrantenkinder in Ferienaktionen stärker ansprechen

von Drachentraeger (29.01.06 16:53:56)

Guten Tag erst Mal,

wir haben vor drei Jahren ein Projekt mit Kindern für Kinder angestoßen, was nun zwischenzeitlich das Laufen gelernt hat.
In den letzten Sommerferien hat die Kinderstadt jedes Jahrkanpp über 100 Aktionen, Bastelkurse, Malkurse, Spielnachmittage angeboten.
Bei der Auswertung der Teilnehmerunterlagen habe ich nun festgestellt, das Kinder mit Migrationshintergrund sehr selten an den angebotenen Programmen teilgenommen haben.
Wir wollen nun die Programm fit machen und um Themen ergänzen, die besonders diese Kinder ansprechen.
Nach meiner Einschätzung haben wir zwei große Gruppen - einmal die sogenannten Russland-Deutschen und Kinder aus der Türkei, Iran, Pakistan (zumiest kultuerell/religiös dem Islam verbunden.
Wir sind dankbar für neue Ideen, Anregungen, positive Beispiele, besondere Themen, besondere Formen der Werbung ...
Wir freunen uns über Rückmeldung

Falls Ihr sehen wollt was die Kinderstadt so macht www.kinderstadt.de

Gruß an alle Aktiven

Jürgen K. Niehues
Kommentar von mehlersoft (29.01.06 18:53:19)

ört sich jetzt von einem Lehramtsstudenten vielleicht blöd an (und ich habe auch deine halbe Selbsvorstellung bei Wie bezeichnest du dich? (Vorschau) gelesen), aber ich denke, es ist nicht immer nur eine Frage der Werbung und Angebote, sondern auch inwiefern ihr es schafft in diesem Kulturkreis beachtet und akzeptiert zu werden. Dazu gehören auch einige Voraussetzungen zu klären:
- Inwieweit können die Kinder deutsch?
- Akzeptanz für das Angebot bei den Eltern (vielleicht durch einen kostenlosen Aktionstag, der einfach auf einem Platz dort stattfindet?)
- Sind die Kinder über die SSF überhaupt da oder alle in die ehemalige Heimat ausgeflogen? (Da kenne ich nämlich sehr viele, die immer Familienbesuche machen)

Eine andere gute Möglichkeit wäre auch sich aus diesem Bereich Jugendleiter zu suchen. Diese muss man natürlich erstmal finden, also hingehen, ansprechen, einladen und weiter bohren. Wenn solche mitmachen, wird die Akzeptanz des Angebotes allein durch die Mund-zu-Mund-Werbung bei diesen bekannt ...
Kommentar von Drachentraeger (30.01.06 12:01:37)

Guten Tag Chritian,

abgesehen davon, dass ich keine Kommentare zu "Armel geschüttelt" geschrieben habe, finde ich das Sytem die Kategorie "Migrantenkinder" zu finden viel zu kompliziert. Über die normalen Wege >>> sonstiges >>> .. . hat es nicht geklappt. Habe es nur über den Link aus der Mail wiedergefunden.
Aber vom Thema her gehört dies nicht unter "sonstiges" denn die Frage wie ich Migrantenkinder integriere dürfte angesicht der demographischen Zahlen für viele Freizeiten, Vereine, etc. auf lange Sicht eine Existenzfrage werden. Vielleicht kann man - technisch gesehen - das Thema höher ansetzten
- zwischen Messdiener und Neigungsgruppen.

Zum Thema:
Auch der Hinweis mit den Sommerferien in den Heimatländern, mag noch einen großen Teil treffen - aber auch hier wiessen wir heute, dass diese Zahlen zurückgehen - und angesicht der Arbeitsplätze die 3-4 Wochen nicht mehr überschreiten. Aber selbst wenn es so wäre - was ist mit anderen Terminen in den anderen Ferien.
Und vor allem interessiert mich die Frage - wie gelingt es den Kollegen /innen in den größeren Städten - mit höherem Migrantenanteil - die Zielgruppe anzusprechen. Wie reagiert die Zielgruppe (besser Zielgruppen) auf die Angebote. Mir ist bekannt, dass viele Vereine viel weiter sind als wir.

MfG an alle die Aktiv sind
aus Rheine an der Ems
Jürgen K. Niehues
Kommentar von mehlersoft (30.01.06 12:15:03)

Hatte beim Artikelverweis einen Zahlendreher, jetzt stimmts ;-)

" Über die normalen Wege >>> sonstiges >>> .. . ..." da kannst du es nicht mehr finden, weil es dort nicht zu suchen hatte. Du warst auf der Suche nach einer Antwort auf eine Frage bzw. Hilfe und deswegen habe ich es verschoben in Hilfe.
Kommentar von Unbekannt (05.02.06 11:35:20)
Unbekannt
Unbekannt


User ausgetreten

Also ein kurzes Statement zu der Geschichte von mir:

Als AWO haben wir natürlich viele Vorteile da wir auch zum Teil in den Familien sind und gezielte Werbung machen können (Kita, Kiga, Erziehungsberatung etc.).
Damit erreichen wir natürlich (oder vielleicht manchmal sogar gerade) Migrantenfamilien. Unser Anteil an Migrantenkindern ist daher auch relativ hoch (mindestens 6 auf jeder Freizeit, manchmal sogar bis zu 50%).
Streng gläubige Christen, Islamisten (usw.) hatten wir bisher nicht dabei, das liegt aber auch daran das diese Leute sich andere Organisationen suchen. Eine religionsunabhänige Wohlfahrtsorganisation zieht da gegenüber der katholischen Jugend bzw. einer Freizeit einer Moschee den Kürzeren. Was uns aber auch nicht ungelegen kommt, denke das sollte auch so bleiben. Unsere Arbeit hat andere Ziele...

Ansonsten bleibt wohl zu sagen, dass diese Vorurteil "Mirgantenkinder sind schwierig" nicht wirklich stimmt. Die Schwierigkeiten richtigen sich immer nach dem sozialen Umfeld der Kinder. Leider ist aber in Deutschland zu beobachten das diese Umfeld schon stark mit dem Wohnort der Kinder zusammenhängt.

Spontan würd ich sagen ihr habt ein Problem mit der Gruppenbildung in eurer Kinderstadt. Gruppenphasen-Spiele würd ich da einsetzen und eben beobachten ob sich was tut.
Ansonsten Freundschaften "erzwingen" in dem man bei Spielen (Stadtralley, Olympiade, etc) die Gruppen wild durchmischt und etwas drauf achtet das die 2 existierenden Gruppen so gut wie möglich getrennt sind. Dadruch tut sich manchmal schon einiges...



Gerne darfst du auf diese Seite verlinken.
Zur Verlinkung aus Beiträgen im Grik verwende den folgenden Code: [AL]1949[/AL] (weitere Informationen zu diesem Code und weitere Codes findest du in Youth and me vom 15.05.07 ab Seite 9). Für die Verlinkung von externen Seite benutze bitte die folgende Url: http://www.grik.de/a1949-Migrantenkinder-Ferienaktionen-staerker-ansprechen.html