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Diskussionsplatz - Rund um die Küche

Essensgestaltung

von mehlersoft (05.08.03 13:39:59)

Was bietet man Kindern auf Freizeiten zum Essen an? Morgens Nutella, mittags Pizza, abends ...? Warum nicht mal die gewohnten Pfade verlassen?

Jeder hat wohl einen Anfang mit dem Verlassen des "normalen" Essens allein mit dem Stockbrot gemacht - eigentlich etwas, was man kennt, und doch anders ist. Doch kann diese Idee des anderen Essens nicht noch viel weiter gehen? Wie wäre es morgens kein Nutella anzubieten, sondern Marmelade, süße Früchte (womit man auch z.B. Bananenbrot machen könnte), Müsli und ähnliches, was heute viele Kinder leider viel zu selten essen.

Doch spätestens hier stellt sich jetzt für jeden Freizeitbetreuer die Frage, welche Ideen oder Vorschläge für ein "anderes" Essen gibt es? Dazu soll jeder seinen Beitrag leisten, einfach Erfahrungen von Freizeiten, Ideen für "anderes" Essen und ähnliches als neuen Beitrag oder als Kommentar zu diesem Artikel schreiben.


Auf Freizeiten sollte man nämlich wohl nicht nur die Aufsicht (im Sinne von Beobachten und Handeln), sondern auch eine weitergehende Aufsicht haben, die ich auch auf das Essen ausdehnen würde. Jeden Tag ein Kilo Süsigkeiten wäre für kein Kind - auch wenn es noch so viel Heimweh hat - die optimale Lösung. Auf meiner letzten Freizeit gab es fast jeden zweiten Tag die Möglichkeit in der Mittagspause Transfair-Süßigkeiten zu kaufen. Auf den DLRG-Sommerzeltlagern hatte sich das Problem der Süßigkeitenmitnahme nach dem ersten Jahr (und danach immer wieder am selben Ort) von selbst erledigt: zahlreiche Ameisen, die die Süßigkeiten schon (scheinbar) durch die Packung rochen, hatten sich aller Schlafsäcke bemächtigt. - Nach dem ersten Zeltlager an diesem Ort nahm keiner mehr Süßigkeiten mit dorthin.

Doch nicht nur Süßigkeiten sollten ein Problem sein. Dazu gibt es auch solche Kinder, die sich immer wieder im nächsten Laden Eis oder ähnliches kaufen. Doch dafür muss es doch Alternativen geben, die a) den Kindern nicht so viel Geld kostet und b) auch gesünder sind.

Wie ich auf diese Artikel-Idee kam? Beim Genießen eines Quark-Marmelade-Brotes, dass ich so auch erst auf einer Freizeit kennengelernt hatte und noch heute immer wieder genieße. Doch dachte ich mir, dass es auch noch andere Essenssorten geben muss, die man auf Freizeiten anbieten könnte, um vielleicht Alternativen - aber auch Möglichkeiten - zu zeigen.

Also, was gibt es für "anderes" Essen?
Kommentar von 19 (12.10.03 13:15:30)
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wir haben in unserem freizeitlager ein essen der besonderen art gemacht ... wir haben am afrikanischen tag (thema des ganzen lagers: in 13 tagen um die welt) hirsebrei und milchreis gemacht. vorher haben wir kleine schälchen aus holz geschnitzt. Die Kinder haben dann den Hirsebrei in ihre Schälchen bekommen, und "musste" mit Händen essen... den kindern hat das super spass gemacht - und sie sind auch oft zur essensusgabe gekommen... und das beste war - sie haben gar nichts anderes "richtiges" mehr zum essen wollen ...
Kommentar von mehlersoft (13.10.03 07:58:17)

Hallo Juliane,
aus welchem Holz habt ihr die Schälchen geschnitzt? Und (jetzt halt mich bitte nicht für blöd/unfähig) wie bzw. mit welchem Wekzeug schnitzt man sich ein rundes (oder war es viereckig?) Schälchen?
MfG
Christian Mehler
Kommentar von 19 (13.10.03 12:41:24)
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also so genau kann ich das nicht sagen, was das für holz war, und wie genau dieses werkzeug heißt ... aber soviel: es waren kleine viereckige holzplatten (ca. 2-3 cm dick) darauf haben wir einen kreis gemalt. mit so werkzeug, dass aussieht, wie schraubenzieher -vorne aber halbrund ist- haben wir dann mulden ausgehoben. damit das besser geht haben wir hammer verwendet ... anschließend wird das ganze dann mit schleifpapier etwas geglättet. es ist natürlich klar, dass auf jeden fall genügend leiter dabei sien müssen, um vor allem den kleinen zu helfen - ist nicht ganz ungefährlich ... ich kann mich aber nochmal erkundigen, wie das werkzeug genau heißt ...
Kommentar von 32 (15.10.03 17:26:17)
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Liebe Juliane
Ich habe Deinen Kommentar gelesen und Deine Wage Beschreibung des Werkzeuges hört sich nach einem Stecheisen, auch Stechbeitel genannt an. Ein Schraubenzieher ähnliches Werkzeug, dass an der Spitze ziemlich scharf ist. Man kann zum Stecheisen auch noch einen Holzhammer verwenden. Und ich denke das Beste Holz zum schnitzen ist Lindenholz.
Mit freundlichen Grüßen Sven
Kommentar von SKohler1 (21.02.06 22:10:39)

Eine weitere Abwechslung zum gewohnten Essen wäre es sicherlich über offenem Feuer zu kochen. Auch wenn das gar nicht so leicht ist, und das Essen viel schneller anbrennt, wg. der im vergleich zum Backofen/Herd viel höheren Temperatur des Feuers, ist das nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Weil man über Feuer meistens nicht so große Mengen kochen kann, sollte immer noch genug Brot, Salat ( Rohkost ) etc. bereitstehen um den Hunger zu stillen. Allerdings sollte das Kochen über dem Feuer , wenn man es zu einem Event/Workshop machen will, dann nicht bei Grillwürstchen aufhören, denn das ist selbst für 8-Jährige kein Erlebnis mehr.
Um sich Ideen für das Kochen überm Feuer zu holen, sollte man mal auf Pfadfinderseiten und ähnlichem herumstöbern.
Ein link mit einer ziemlich Guten Grundlage ist die Seite www.alt-rover.de auf der ich ein klasse Acrobat Reader Dokument mit dem Titel "Lebensgrundlage im Outdoor: Das Feuer " gefunden habe.

Viel Spaß beim ausprobieren.
Kommentar von lisa21 (11.05.07 11:17:27)

Mir gefällt die Idee von Juliane ganz gut, mit dem afrikansichen Essen! Ähnlich, weiterführend ist mein Vorschlag: verschiedene "Länder-Tage" zu machen, d.h. jeden Tag unter ein ein anderes Längermotto zu stellen, sowohl beim Essen wie dann aber auch sonst den ganzen Tag über: wenns geht ein Lied singen oder hören(kann auch die Nat.hymne sein), die Flagge anschauen, welchen Sport gibts da, was kann man sonst da machen, etewas landestypisches basteln (siehe Julia mit den Holzschälchen), wie könnte man dorthin reisen, evtl. diese Reise "spielen" etc etc....

Dann gibts englisches Frühstück (Porridge....!!) aber bitte kein "griechisches (greek coffee, Zigarette und Raki!).....Ideen grad genug!

Viel Spaß, ich wäre gerne dabei! Elisabeth 

Kommentar von fels298 (14.07.07 07:02:15)

Wie wäre es mit Speisen aus der Kräuterküche?

Brennesselbrot mit Löwenzahngelee könnte es zum Frühstück geben.

Kräuterquark mit Gänseblümchenblättern, Löwenzahn und Brennesseln sowie Kartoffeln als Beilage zum Mittagessen.

Zu guter Letzt vielleicht eine Brennessel Lasagne mit Tomatensoße?

Guten Appetit! 

Kommentar von schwester1a (22.07.07 20:30:18)

Hallo,

wir machen seit einigen Jahren im Zeltlager mindestens 2 x ein großes Salatbuffet, was von allen Teilnehmern geliebt wird- entwender zum Abendessen  oder als Haupmahlzeit - dann mit Fladenbrot oder Hot- Dog. Hat sich besonders bei hohen Temperaturen oder im Rahmen eines Projekttages ( Projekt "schippeln" ) bewährt. Wichtig _ leckeres Dressing!

Gruß, Anja  

Kommentar von Brueck (07.02.09 20:33:44)

Bei uns gibt es zum Frühstück Wurst-, Käse- und Marmeladenbrote bzw. -brötchen. Unser Küchenteam hat da irgendwie den Dreh raus, wieviel von jedem geschmiert werden muß. Klar gibt es auch Nutella, doch sobald das leer ist, machen sie sich spätestens dann über die anderen her. Natürlich wird auch nachgeschmiert, es soll ja schließlich keiner Hungern.

Bei uns ist die größte Aktion in jedem Jahr das Hamburger essen. Bei über 100 Kinder ein kleiner Gewaltakt. Doch es ist immer wieder lustig mit anzuschauen. Sobald ein Kind seinen Hamburger hat, stellt es sich (noch essend bzw. kauend) direkt wieder hinten an. Ein Schauspiel kann ich euch sagen.

Wenn das Küchenteam bei uns seinen "freien Tag" hat, gibt es dann meistens etwas gegrilltes. Auch das kommt bei den Kindern immer wieder gut an. Sonst gibt es zum Abendbrot zu 80% Wurst- und Käsebrote und evtl. noch das ein oder andere Nutellabrot.

Ansonsten gibt es Mittags eigentlich ganz normale Küche. Dazu mind. 2 verschiedene Salate und noch Nachtisch (Jogurth, Pudding oder Obst).

Kommentar von Brueck (16.02.09 21:46:43)

Auch und zum Frühstück bekommen die Kinder natürlich auch noch Müslie bzw. Cornflakes in mind. 3 verschiedenen Sorten. Damit auch ja kein Kind zum Frühstück hungern muß!
Kommentar von Niki_f (18.02.09 09:29:58)

Wow, die geschmierten Brote beeindrucken mich. Des hab ich bisher noch nie erlebt. Bei uns duerfen/muessen die Kinder selber ihre Brote schmieren, es stehen halt aufgeschnittene Wurst/Kaese, Butter, Marmelafe, Nutella zur Verfuegung. Hat bisher immer geklappt.
Kommentar von Brueck (19.02.09 00:46:36)

Das klappt so bei uns an sich ganz gut und es kann z.B. der genaue Verbrauch vom Nutella im Vorraus gut berrechnet werden. In seltenen Fällen kann es schon mal vorkommen, das evtl. für den letzten Tag noch mal so ein oder zwei Gläser nachgekauft werden müssen. Die Kinder kennen es bei uns ja nicht anders.

Wir haben z.B. vor ein paar Jahren bei uns eingeführt, das mittags die Gruppenleiter in ihren Gruppen gemeinsam essen. Früher konnten die Kinder da essen wo sie wollten. Sich mit Freunden einen Tisch gemeinsam suchen oder sich einen ruhigen Platz suchen. Bis die Kinder und die Betreuer das so richtig angenommen hatten, dauerte es seine Zeit. Doch mittlerweile klappt es doch wie am Schnürrchen. Sobald die Gruppe dann gemeinsam mit dem Essen fertig ist geht es zusammen zum Spülen. Und wenn die Kinder mal wieder nicht aus dem Tritt kommen, dann helfen die Betreuer zumindestens beim Vorspülen.

 Das Vorspülen entstand bei uns, weil sich Kinder beschwert hatten, das nach kürzester Zeit, das Spülwasser schmutzig war und das trotz das Betreuer eigentlich immer ein halbwegs waches Auge auf die Wannen hatten, damit nicht das halbe mittag da drinne landet.

Eine Sache ist unserem Küchenteam doch schon nach den ersten Tagen des gemeinsamen Speisens aufgefallen. Es gab viel weniger Reste bzw. Abfall. Schon allein füpr diesen positiven Effekt hat sich die ganze Sache gelohnt.

Kommentar von gms89 (17.03.10 12:56:30)

HEy

wie wäre es mit , dass die KInder selber Wünsche im Vorfeld aufschreiben.

Und dann geguckt wird was gut ist. Dann wird das gekocht1

Kommentar von LuciaCrepusculo (20.03.11 13:48:14)

Wir hatten auf einer Fahrt das Thema "Total verrückt", und das Essen jeden Tag angepasst.

Es gab:

- Kouskous mit Fleisch und Soße, mit den Händen zu essen (alle Kinder bis auf eins haben mitgemacht)

- "Chinesisch" (Spätzle mit Bohnen und Fleisch ;-) ), mit Stäbchen zu essen - keine Gnade! Die Kinder haben das Fleisch am Ende aufgespießt :-D

- Dönerteller (eigentlich Döner, aber das Brot wollte nicht mehr), im Dunkeln zu essen - Rolladen runter, Licht aus. Vorteil: Man muss sich das Unheil nicht mit ansehen ;-)




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