Diskussionsplatz - rechtliche Fragen
Rauchverbot für Gruppenleiter
von Unbekannt (16.05.05 15:08:53)In ein paar Wochen werde ich mit ca. 60 Ministranten (9-12 Jahre alt) einen Ministrantenausflug mit dem Zug machen.
Der Ausflug dauert von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
Kann ich während dieser Zeit den Gruppenleitern vierbieten zu rauchen?
Gibt es vielleicht Gesetze die vorschreiben wie oft ein Raucher rauchen darf?
Ist es vielleicht sogar verboten in Anwesenheit von Kindern zu rauchen (passiv rauchen..) ?
Vielen Dank im Voraus für eure Beiträge!
Wollte dir gerade bei juleica antworten, aber du postet ja überall ...
Also prinzipiell ist es so, dass du zwei Möglichkeiten hast (ohne jetzt auf z.B. das Nichtraucherschuzgesetz (googeln ...) einzugehen):
1. Du verbietest deinen Mitbetreuern während dieser Zeit das Rauchen (und hast das auch vorehr mit ihnen besprochen, abgeklärt und durchgekaut)
ODER
2. Du erlaubst den Betreuern nicht das Rauchen vor den Kindern. Also legts irgendeinen kinderfreien Raum auch als Raucherzone fest.
Was ich schlimmer als das passive Rauchen finde ist, das die Betreuer in diesem Augenblick trotz allem noch ein Vorbild für die Kids darstellen ...
Sofern die Gruppenleiter für diese Tätigkeit ein Entgeld bekommen, hast Du wie jeder Arbeitgeber das Recht das Rauchen während der Arbeitszeit zu verbieten. Was die GL jedoch in Ihren Pausen machen ist deren Sache.
Natürlich ist es schwer in so einem Fall eine örtliche Abgrenzung zu schaffen, schließlich kannst du schlecht sagen dass im Betriebsgebäude nicht geraucht werden darf.
Sicherlich ist es aber jedoch möglich mit den GL zu reden, dass sie WENN sie Rauchen müssen, sich aus der Sichtweite der Kinder entfernen.
Wenn das der eine oder andere GL ablehnen sollte hast Du Dir schlicht die falschen GL ausgesucht für deine Ausfahrt ;)
Heir ein ergänzender Vorschlag, wie bei uns auf den Freizeiten schon mit Erfolg Raucherei rechtlich vertretbar eingedämmt/trotzdem erlaubt wird :
1. Klar machen, dass Rauchen schädlich ist und dass es moralisch ach wie verwerflich ist, und wie traurig es ist, dass man _unbedingt_ rauchen muss (Tränendrüse).
2. Jeder gibt seine Kippen ab, das ist eine Sache des Vertrauens. Das Mitarbeiterteam verwaltet pro Tag 5 Kippen (rauslegen) pro Person. Diese müssen sich einen Mitarbeiter suchen, der mit ihnen in die Raucherecke geht (abseits). Dann bleibt der Raucher und der Mitarbeiter so lange da, bis die Kippe geraucht ist und fertig.
Hat folgende Vorteile:
1. es wird nicht heimlich geraucht, was unkontrollierbar ist und was teilweise auch brandgefährlich ist.
2. es ist eine Sache des Vertrauens: wenn wir das schon "genehmigen" erwarten wir auch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit der Teilnehmer. Angesprochene Konsequenzen, die ein heimliches Rauchen oder ein Ersatzpäckchen haben wird, mussten noch nie umgesetzt werden.
3. es kommt nicht zur Gruppenbildung der Raucher, da die Leute immer räumlich voneinander getrennt sind. Ein Mitrauchen, weils cools ist und man dabei sein will wird damit ausgeschlossen.
4. Viele Teilnehmer haben sich am Ende einer Freizeit bedankt und hatten ihren Konsum eingeschränkt.
HTH
Frosch.
Was zu den Mitarbeitern zu sagen ist: Das ist kein Urlaub, das ist Arbeit. Da hält man sich dann auch an die Regeln des Leiters, der hat ja keine Schikanierregeln erstellt. Passivrauchen gehört m. A. nach in den Bereich der Körperverletzung und sollte vermieden werden, wo möglich. Das gilt als Apell an die Raucher (nein, auch ich habe schon geraucht). Wenn es dann doch sein muss, dann geht man halt mal ums Eck (meine Mitarbeiter waren immer "Bäume zählen).
Ich denke es gibt immer Möglichkeiten einen Platz zu finden, der abseits vom Geschehen ist, so dass man nicht in unmittelbarer Nähe der Kinder raucht.
Ganz verbieten sollte man den Leitern das Rauchen nicht, wie ich finde.
Im Vorhinein einfach drüber sprechen und festlegen wo wann geraucht werden darf und wo nicht.
Meistens kennen sich die Leiter doch recht gut, so dass dieses Thema doch kein Problem darstellen dürfte oder?
Ich denke auch das es kein Problem ist.
Verbieten würde ich das Rauchen auch den Gruppenleiter nicht.
Bei uns gibt es das Betreuerzelt hier darf geraucht werden und sonst nicht.
Es klappt echt super obwohl wir fast 30 mitarbeiter sind.
Gruß Toby
Wie alt sind die Teilnehmer mit denen ihr das 5-Kippen-Programm fahrt? Also unsre sind (knapp) unter 16, folglich ist Rauchen verboten. Ich vertrete inzwischen die Auffassung (natürlich niemals offiziell und schon garnicht vor den Jugendlichen), dass sie rauchen sollen wenn sie es denn nötig haben. Wenn sie natürlich so blöd sind, sich erwischen zu lassen, müssen sie natürlich auch Konsequenzen spüren. Aber ich würde niemals mit der Taschenlampe abends durch den Graben robben, um da welche zu erwischen (solche Leiter gibts genug).
Betreuern ist bei uns in Gegenwart oder Sichtweite der Teilnehmern das Rauchen untersagt. Im Mitarbeiterbereich ist es erlaubt und Versuche es zu verbieten sind kläglich gescheitert, trotz militanter Antiraucherleitung :)
Auf Tagesfahrten (und das zum Thema) ist es natürlich ebenfalls verboten. Wer das nicht einsieht -> Daheimlassen. Das passive Rauchen würde mich jetzt nicht so stören (ist ja idR im Freien), jedoch ist es unverantwortlich seine Vorbildfunktion derart schlecht zu gestalten, wo schließlich die Folgen vom Rauchen hinreichend bekannt und erwiesen sind.
Wow, also ganz ehrlich: ich bin überzeugter Nichtraucherin - aber das Rauchen verbieten lassen geht mal gar nicht finde ich. Wir haben das immer so gehandhabt, dass jeder soviel rauchen kann wie er mächte - sobald kein Kind es mitbekommen hat. Man sollte auch bedenken, dass rauchen eine Sucht ist - und wenn einer der GL dann vollkommen gereizt ist, weil er den Tag nicht rauchen konnte nutzt er mir auch nichts als Aufsichtsperson..
Stimmt Annika hast du recht. Bin selber Raucher und Lagerleiter und brauche auch meine Zigarette. Für mich ist aber wichtig das niemand auf den Zelttplatz oder vor den Kindern Raucht. Und hier meine ich das ist möglich.
Bei uns Klappt das sehr gut und genau deswegen werden wir nix ändern.
Bei uns sind sämtliche Jugendaktionen Rauchfrei und Alkoholfrei! Egal ob längere Fahrten oder Tagesaktionen. Und das sowohl für Teilnehmer als auch für Mitarbeiter!
Und diese Regelung finde ich so 100% in Ordnung. Wer das nicht findet muss ja nicht mit. Aber Mitarbeiter sollen ja ein Vorbild sein. Und da finde ich es unangebracht vor den Kindern zu rauchen oder zu saufen.<>
Es ist doch noch ein Unterschied, ob man sauft oder ein Bier geniest.
Ich will damit sagen: Man kann den Kindern auch zeigen, dass man auch Alk trinken kann, ohne sich zu besaufen.
Ich bin auch der Meinung, dass man Gruppenleitern und Teilnehmern, die über 16 sind weder das Rauchen noch ein Bierchen verbieten kann. Das vermittel ich auch den "Großen" bei solchen Aktionen. Ob bei Messdienerfahrten, Messdienertagen oder Gruppenstunden erzähle ich ihnen aber im gleichen Atemzug, dass sie eine gewisse Verantwortung tragen und Vorbild sind.
Meiner Meinung nach darf man bei solchen Aktionen nur das machen, was man auch von den Kindern erwartet. Wenn ich also von den Kindern erwarte, niemandem im Gespräch zu unterbrechen, dann darf ich dies als betreuende Person auch nicht tun. Erwarte ich von den Kindern, dass keiner in einer bestimmten Situation schreit, so darf ich das erst recht nicht...
und im gleichen Muster bewegt sich meiner Meinung nach Rauchen und Alkohol trinken. Ich erwarte von den Kindern, dass sie nicht rauchen und nicht trinken, da es ihnen nicht erlaubt ist, so darf ich es vor ihnen auch nicht tun. Wenn ich noch so süchtig bin, dass ich unbedingt eine Zigarette brauche, dann muss ich als Betreuer dort rauchen, wo mich die Kinder auf keinen Fall sehen können.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder und auch Jugendliche viel eher akzeptiert und angenommen fühlen, vielmehr dabei sind, wenn ich mich in ihren Grenzen mitbewege und nicht raushängen lasse, dass ich erwachsen bin und alles darf.
Nichtsdestotrotz denke ich, dass ihnen auch dadurch ein verantwortungsvoller Umgang mit Zigaretten und Alkohol bewusst wird, denn es ist ja nicht schlichtweg verboten und das Miteinander in einer Ministrantengemeinschaft, wo nunmal unterschiedliche Altersgruppen aufeinandertreffen, funktioniert es auch von den "Großen" aus gut, denn sie können sich so ihrem Dürfen und ihrer Verantwortung gegenüber den "Kleinen" bewusst werden...
Wie lässt sich solch eine Frage beantworten?
A; B; C = Gesetz
Eigene Intuition?
Wie kann jemand wirklich die Frage stellen, ob man vor Kindern als Leitperson rauchen darf?
Vielleicht noch andere Dinge tun darf?.......................
Habt Ihr keine Prüfungen?!!!!!
Es gibt kein Gesetz, dass das Rauchen vor Kinder verbietet, sonst hätten wohl zahlreiche Eltern ein Problem. Daher kann man es nur anders beantworten.
Puhh...also ich bin auch der Meinung von Roland und Andreas.
Rauchen für Teilnehmer zu verbieten ist - je nach Freizeit (= Teilnehmeralter, Freizeittyp, Organisation) - wenig sinnvoll. Wir reden hier von Jugendfreizeiten wohlgemerkt, bei Kinderfreizeiten sieht das anders aus: gesetzlich verboten, also tabu.
Es ist wichtig die Welt nicht schwarz und weiss darzustellen, denn wir haben eine schöne quietschbunte Umgebung. Wichtig ist Pro und Contra zu kennen und einen verantwortungsvollen Umgang zu haben. Für Jugendliche ist es Alltag (und da sollte sich die Gesellschaft an die Nase fassen, nicht die Jugendlichen) mit einer Zigarette in der Tasche herumzurennen. Viele Rauchen und Verbote sind genau der falsche Weg diesem Verhalten Einhalt zu gebieten. Aufklärung ist Trumpf - oder wie Oliver Hasencamp es so treffend ausdrückte: "Wenn Argumente fehlen, kommt meist ein Verbot heraus"
Man sollte Zigaretten nicht anpreisen, jedoch ist ein Verteufeln keineswegs weniger falsch.Rauchen abseits von Kindern ist verständlich und auch richtig, ein "versteck dich - niemand darf es wissen" halte ich für unglaubwürdig und falsch.
Offener Umgang damit ist das "Zauberwort". Ein Verstecken oder Verbieten ist ein verschleiern und "belügen" (nicht im Sinne einer direkten Lüge - ihr wisst was ich meine: es ist unehrlich). Genau dasselbe ist es mit dem Alkohol. Ich trinke Abends gern mal ein Bier. Nach 12 Stunden Arbeit habe ich mir auch etwas Luxus und Entspannung verdient. Besaufen hat damit nicht das Geringste zu tun und ist ein anderes Thema. Das man sich nicht vor die Kinder sitzt und bei jedem Abendessen seinen Radler trinkt versteht sich von selbst.
Aber ich habe keinen Grund irgendetwas zu verheimlichen wenn ich Abends am Strand oder auf der Terrasse mein Bier trinke.
Nachdem zu diesem Thema schon lang nichts mehr gepostet wurde, will ich mal wieder aktualisieren.
Wie sieht das Thema Rauchen jetzt bei euch aus? Habt ihr etwas verändert? Wie habt ihr es verändert?
Ich wäre um einige Ratschlage sehr erfreut, da das Thema Rauchen leider immer wieder bei uns das leidige Thema ist. Dabei geht es ausschließlich um die Betreuer.
Bei uns wird das folgendermaßen geregelt:
Rauchen vor den Kids (6-12) ist nicht.
Wenn wir mit Konfirmanden (ca. 13 Jahre) segeln fahren und jemand von den Betreuern (über 18 Jahren natürlich) das dringende Verlangen nach einer Zigarette verspürt, dann zieht er/sie sich auf dem Boot so weit wie möglich zurück und kann dann rauchen. Hier kann man nicht verhinern, dass die Konfies das mitbekommen. Leider können auch nicht alle 8 Stunden auf eine Zigarette verzichten (so lange wird nämlich meistens gesegelt).
Einige Teamer gehen damit sehr offen um und sagen den Konfies das auch vorher. Das muss jeder selber wissen.
LG
Vivien
Geändert hat sich, dass Rauchen in der Öffentlichkeit, sowie Tabakerwerb ab 18 sind. Daher hat es sich mit Rauchen auf Jugendfreizeiten für die Teilnehmer eh erledigt.
Neu ist auch das Nichtraucherschutzgesetz. Auch wenn ein Zeltlager nach Gesetz Privat ist und hier das Gesetz nicht greift, so geben große Träger (wie etwa das BDKJ) die Information raus, dass ihre Zeltlager Öffentlichkeit sind. Hier darf dann in keinem geschlossenen Raum geraucht werden und die Raucherecke muss deutlich vom Aufenthaltsbereich getrennt sein, sodass die Nichtraucher vor dem Rauch geschützt sind.
Danke für diese Info - ich glaub das ist meine Rettung!
Das mit dem Rauchen für die Teilnehmer hat sich bei uns sowieso erledigt, weil unsere TN sowieso zu jung dafür sind.
Wenn ich auch noch was dazufügen darf.....
Wenn der Programmablauf und sonstige Aufgaben des Mitarbeiters nicht in Mitleidenschaft gezogen werden spricht nichts dagegen wenn er sich ganz weit weg heimlich 5 Minuten verkrümelt und sich eine ansteckt!
@Katrin: Inwiefern ist das wieder ein Thema? (Wenn ich fragen darf?)
Gerne darfst du auf diese Seite verlinken.
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