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Diskussionsplatz - pädagogische Fragen
Hallo zusammen,
ich habe zur Zeit ein mehr oder weniger schwere Problem bei der Vorbereitung einer Freizeit.
Dieses Jahr habe ich meine erste Leitung bekommen, das heißt ich bin zum ersten Mal Lagerleiter auf einer Freizeit. Daher ist es auch meine Aufgabe die Vorbereitung durchzubekommen. Und genau das liegt das Problem...
Ich habe mir leider ein Team zusammengesucht, das ich schon einige Zeit kenne. Mit allen Betreuern des Teams habe ich schon Freizeiterfahrung gesammelt, das heißt ich weiß wie sie in Freizeiten sind und sich geben. Grundsätzlich sind alle gute Betreuer, aber eine Freizeit im letzten Sommer hat meine Freundschaft zu zwei Betreuern stark angekrazt, man kann eigentlich auch sagen fast zerstört.
Die Vorgeschichte:
Da ging es dann um so Sachen wie Nassspritzen der Kinder vor einer Nachtwanderung (war schon mitten in der Nacht und nicht gerade warm draußen), den Kindern Nachts Streiche spielen, verdreckte Betreuerzimmer und so Dinge.
Nichts gegen solche Spaßaktionen, auch ich bringe ab und zu solche Aktionen. Aber ich finde die beiden haben keinerlei Gespür für Situationen in denen es einfach fehl am Platz ist.
Ich stehe eine Stunde im Chaotenzimmer, tröste, meckere und schlichte Streit damit die endlich schlafen. Zwei Stunden später kommen die beiden dann und wecken die Kids mit Wasser auf. Dann schaffen sie es nicht die Kinder wieder ins Bett zu bekommen und ich muss ran.
Nach dem zweiten Mal "Kids-wecken" und zahlreichen ähnlichen Aktionen (zum Beispiel die Wasseraktion kurz vor der Nachtwanderung bei 8 Grad im Freien), habe ich dann mal einen Anmotzer an die beiden verteilt.
Eingesehen haben sie es nicht und dann gab es eine etwas lautstärkere Diskussion. Danach haben beide zwei Tage nicht mehr mit mir geredet.
Der Lagerleiter hat nie etwas davon mitbekommen. Sicher hätte ich etwas sagen sollen. Aber mir fällt so etwas immer verdammt schwer. Ich bin eigentlich um die größtmögliche Harmonie im Team bemüht und will niemanden anschwatzen nur weil ich eine andere Meinung habe. In dem Fall bin ich mir zwar ziemlich sicher das ich auf der richtigen Seite stehe, aber trotzdem hätte ich ein schlechtes Gewissen wenn ich etwas gesagt hätte.
Wie sind die beiden in mein Team gekommen?
Die Antwort ist ziemlich simpel. Wir hatten uns jetzt ein halbes Jahr nicht gesehen und uns wieder fast so gut verstanden wie früher verstanden (obwohl bei mir der Streit von damals immernoch mitschwingt). Ich habe außerdem eine Betreuerin ins Team geholt, die damals auch dabei war und als einzige Nichtbetroffende nach der Freizeit erfahren hat was los war. Sie ist sehr gut mit den beiden und mir befreundet und hat lange auf mich eingeredet. Am Ende habe ich nachgegeben und mich bequatschen lassen. So sind die beiden dann auch letztendlich ins Team gekommen.
Jetzt zum eigentlichen Problem:
Die beiden haben Vorstellungen von einer Freizeit die ich nicht teile und die meiner Meinung nach eindeutig daneben sind. Bestes Beispiel war gerade der Telefonanruf eben.
Wir haben in 10 Tagen Vortreffen (Elternabend bei dem die Eltern der Teilis kommen). Bisher haben wir nichts geplant und mit Mühe und Not habe ich eben ein Treffen zur Vorbereitung ausgemacht. Wenn ich ihnen sage, dass wir uns darauf vorbereiten müssen kommt sowas wie "Ach Quatsch, das klappt auch so..." zurück.
Mir fällt es extrem schwer Dinge durchzusetzen gegen die beiden. Die andren Betreuer sind da eher zurückhaltend und lassen mich mit den beiden disktuieren. Eigentlich auch okay, da noch zwei Junghelfer (also neue Betreuer) dabei sind, die es eben nicht wissen wem sie recht geben sollen.
Sie fordern auch immer wieder irgendwelche Programmpunkte und sind sich sicher das diese gut ankommen würden (z.B. Disko in dem sich alle Jungs als Mädels verkleinen und umgekehrt). Sicher sind das nette Ideen, aber wenn ich ihnen versuche klar zu machen das sowas nicht geht wenn wir schüchterne Kids dabei haben. Das wollen sie einfach nicht einsehen...
Wie bringe ich etwas gegen die beiden durch? Wie kann ich meine Vorstellungen durchsetzen gegen "Ach nöö du, das is total überflüssig"-Sprüche?
Wie kann ich ihnen ihre Ideen ausreden, die ich für gefährlich und falsch halte?
Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken einfach die Leitung hinzuwerfen, wenn das auf der Freizeit so ein Kampf wird dann gebe ich irgendwann auf und lasse mir die Leitung von den beiden aus den Händen ziehen.
Dann erstmal danke fürs Durchquälen durch den vielen Text. Ich wüßte aber nicht wie ich die Situation ohne diese Vorgeschichte beschreiben sollte :-(
Sali Chris
"Bitte" fürs durchlesen... *g*
Das ist das erste Mal, dass ich ein solanger Text auf Grik wirklich gelesen habe und nicht nur einfach überfolgen... Nun schreibe ich auch noch was dazu.. ich weiss jedoch noch nicht, wie nützlich meine Antworet werden wird...
also... du tust mir irgendwie leid... mit solchen Mitglieder im Leitungsteam. Wie jeder Leiter haben sie sicherlich nicht nur die von dir beschriebenen ungewöhnlichen Seiten, sondern auch gute Eigenschaften und Stärken. Andernfalls wären sie ja sicher nicht im Team, oder?
Wieviele Leiter seit ihr denn?
Als erstes will ich dir sagen, finde ich es gut, wie du dich einsetzt und auf Misstände aufmerksam machst/machtest. Denn wenn jemand ihnen sagt, was nicht gut ist, denken sie sicher -auch wenn sie es nicht zugeben und wütened auf dich sind- darüber nach.
Wir hatten im letzten Lager eine Situation, in der Kinder, welche am Abend nicht ruhig waren, durch eine Joggingrunde müde gemacht werden sollten. Die Aktion war etwas übertrieben und die bestarften Mädchen weinten schlussendlich.
Wir hatten danach eine lange und heftige Diskussion im Leitungsteam. Die einen fanden die Aktion angebracht und sinnvoll, die anderen fanden sie sehr unpassend. Auf jeden Fall gingen alle wütend auf die anderen zu Bett, denn alle beharten auf ihrem Standpunkt.
Warum habe ich das erzählt: Ich denke, alle haben realisiert, dass die Aktion nicht im richtigen Ausmass, sie gaben es jedoch nicht zu.
Ich könnt mir nicht vorstellen, dass ich mich als Kind als Mädchen verkleidet hätte, denn ich war einer von denen, die du erwähnt hast, eher schüchternen...
2. Ein Leiter uas dem Leitungsteam hinauszuwefen ist sehr schwierig. Wir hatten lange Zeit einen Leiter bei uns, der -ich sag es mal sehr hart- unfähig war. Ich bin in diesem Sommer erst das zweit Mal als Leiter tätig, und als Kinder haben wir von der ganzen Sachen nichts mitbekommen. Auf jeden Fall war der oben genannte Leiter an einem Höck des letztjährigen Solas nicht erschienen; wir haben die Gelegenheit genutz und über ihn gesprochen. Wir hatten noch das Problem, dass dieser Leiter von der Kirche angestellt ist und wir unsere Lager mit Unterstützung der Kirchgemeinde durchführen. Nach diversen Gesprächen mit ihm und seinen Vorgesetzten wurde beschlossen, dass er nicht mehr in unsere Lager kommt.
Der Weg dorthin war jedoch sehr mühesam.
Ich würde mir genau überlegen, ob du diesen Aufwand auf dich nehmen willst.
Sprich mal mit den anderen Leitern im Team darüber... was dne ken sie dazu?
3. Du als Lagerleiter trägst die Verantwortung!
Du musst das Programm verantworten können!
Du darfst und musst sagen, was nicht gut ist.
Dumusst ...
Hm.. ich weiss jetzt nicht genau, wie das bei euch in Deutschland aussieht und wie die Reglen sind.
Wenn du über dir noch einen "Chef" hast, dann würde ich mal mit ihm darüber sprechen und besprechen, wie vorzugenhen ist. Bei uns kontrolliert dieser "Coach" die Programmblöcke, sagt was nicht gut ist und bespricht die mit uns. Er nimmt jedoch nicht am Lager teil. Vielleich kann er mal mit deinen Mitleitern über dein Problem sprechen.
Wenn du keinen solchen "Chef" oder so ähnliches hast, dann sprich doch mal mit sonst jemand darüber, der mehr Erfahrung hat als du; beispielsweise mit dem letztjährigen Lagerleiter...
So... jetzt bin ich müde und in meinem Kopf geistert einiges herum. Ich mein geschribenes hilft dir was; Ich bin aber auch gespannt, was andere dazu meinen. VIelleicht kommt mir ja nochmals einen Einfall.
Gruss Roland
Hallo Chris,
Vorbemerkung: Ich schreibe meinen Kommentar nun zum dritten Mal, da nach der Trennung der Internetverbindung mein ganzer schöner Text im A... war. Falls etwas zu verkürzt ist, rückfragen.
Dein Fall ist recht schwierig.
Ein Freizeitleiter wird zwei wahrscheinlich fast gleichaltrigen Betreuern vorgesetzt, die andere Vorstellungen von einer Freizeit haben und seine Autorität nicht anerkennen, sondern im Gegenteil sogar wieder und wieder in Frage stellen.
Das erstere mit den unterschiedlichen Vorstellungen könnte man ja noch akzeptieren, wenn die Leitung jeweils das Programm so weit verändert, dass sie es akzeptieren und verantworten kann.
In Kombination mit dem zweiten Problem sehe ich diese Möglichkeit nicht. Im Gegenteil: Schon bei "einfachen" Fragen (Vorbereitungsabend) kommt es zum Machtkampf, wer letztenendes zu bestimmen hat.
Auf die Dauer werden sich die Machtkämpfe mehr und mehr häufen, auch die "neutralen" Gruppenleiter mit hineinziehen und schließlich unklar werden, wer denn jetzt die Verantwortung für das, was geschieht, wirklich trägt. Vor allem, wenn letzteres während der Freizeit geschieht, wäre das den Teilnehmern und ihren Eltern gegenüber unverantwortlich.
Fragen, die zu einer Lösung führen können:
1. Wie wurde bisher die Leitung ausgeübt? Von oben herab oder eher auf einer Ebene? Was wird von Dir, Chris, also erwartet? Welche Aufgaben hast Du? Bist Du bereit diese Rolle zu übernehmen? Welche Erwartungen willst Du erfüllen, welche nicht?
2. Gibt es einen Träger, eine übergeordnete Organisation?
a) Wie sieht dieser Träger, wenn die alte Leitung zur Verfügung steht: Wie sieht diese (die ja die Betreuer auch kennt) die Situation? Stimmt Deine Einschätzung von der Situation, den anderen beiden und dir selbst?
b) Kann Dir der Träger bei der Lösung helfen? Z.B. beim umgestalten des Teams?
3. Du hast die Verantwortung!
Wenn Du die Freizeitleitung übernehmen willst, so solltest Du es gerne und motiviert tun. Scheint im Moment nicht der Fall zu sein. Also hast Du zwei Möglichkeiten vorgeschlagen:
a) Das Team verändern
b) Dich selbst zurückziehen (wieder normaler Betreuer oder gar nicht dabei)
Mit Moderation von jemandem, der von Euch allen akzeptiert wird, gäbe es noch
c) Ihr handelt aus, dass die anderen beiden Deine Leitung akzeptieren und Du bietest an, auch die "verrücktesten" Vorschläge zumindest mal anzuhören.
Wichtigster Punkt: Die Verantwortlichkeit bei der Veranstaltung muss klar sein. "Anarchie" ist in niemandes Interesse (Träger, Leiter, Betreuer, Teilnehmer, Eltern, Versicherung)
Konnte ich (auch in dieser Kurzfassung noch) helfen?
Carlo
Hallo Chris,
Mich würden noch folgende Dinge interessieren:
Dauer der Freizeit
Anzahl der Leiter (mit den beiden und dem Kochteam)
Anzahl der Kinder
Alter der Kinder
Wie viele der anderen Leiter stehen 100 % hinter dir?
Ich habe im Augenblick wenig Zeit.
Es ist sicher gut, dass du das Problem vor der Freizeit anspricht. Es muss auch vor der Freizeit geklärt sein denn ein solches Damoklesschwert kannst du dir nicht erlauben (nicht als erfahrener Lagerleiter und schon gar nicht als Neuling).
Sprich auf jeden Fall mit dem Lagerleiter vom letzten Jahr. Er kennt euch alle und ist auch sicher für dich und die beiden anderen eine Respektsperson.
Gruss,
Gérard
Danke erstmal für die vielen Antworten, ihr habt mir wirklich eine Schritt weitergeholfen mit den Fragen! Ich sehe jetzt die Sache etwas klarer. Mir fällte es sehr schwer Situationen einzuschätzen an denen ich beteiligt bin. Es fällt mir unglaublich schwer objektiv zu beliben in solchen Dingen...
@ Carlo:
Du hast Recht, es sind Machtkämpfe die zur Zeit ablaufen. Einige habe ich gewonnen, bei andren habe ich nachgegeben weil ich nicht mehr die Kraft hatte dagegen zu halten.
Der Träger ist mir leider keine Hilfe, die neuen Hauptamtlichen sind gerade mal ein paar Monate im Amt und ich sie kennen weder mich richtig noch die andren Betreuer. Bei der AWO heißt Hauptamtlicher zu sein unbezahlte Überstunden + Wochenendarbeit. Ich könnte mich an den ehemalige Hauptamtliche wenden. Sie kennt alle Betreuer und auch mich. Wenn jemand die Lage einschätzen kann dann sie.
Die alte Leitung kann mir leider auch nicht wirklich helfen, die habe ich schon angesprochen. Ich bin auch sehr gut mit ihr befreundet, allerdings kennt sie weder die Betreuer im Team noch hat sie irgendwelche Hilfe bei dem Problem für mich parat (letztes Jahr hatte sie auch ihre erste Leitung).
Sicher trage ich die Verantwortung, und genau davor habe ich Angst. Ich trage wenn es so weiter geht die Verantwortung für Dinge die im schlimmsten Fall hinter meinem Rücken getan werden.
Rücktritt müsste ich in den nächsten 17 Stunden einreichen und eine Teambildung ist auch nur noch in dieser Zeit möglich. Sobald die Briefe mit den Einladungen an die Eltern raus sind ist es fertig und dann kann ich nur noch in Extremfällen mit einer Veränderung kommen. In den Briefen steht eine Vorstellung der Betreuer usw.
Moderation ist leider auch nicht wirklich möglich. Dafür habe ich zur Zeit keine Leute. Ich habe eine "Patin" (jemanden der mir in der Freizeit mit Rat und Tat zur Seite steht, allerding erst IN der Freizeit), die ich einbeziehen könnte. Bis zum Anfang der Freizeit bleibe ich allerdings auf mich alleine gestellt :-(
An Motivation durch mich ist nicht zu denken in der Situation, eher brauche ich Motivation es weiter durchzuziehen. Es kostet verdammt viel Kraft so ein Vorbereitungstreffen durchzuhalten für mich.
Was kann von mir erwartet werden?
Hmm...eigentlich alles, außer das ich mit der Faust auf den Tisch haue und sage: "So wirds gemacht!". Das war noch nie meine Art und damit würde ich den Rest der Freundschaft zwischen mir und den beiden zerstören. Dieser Schritt würde mich einiges an Überwindung kosten und ich habe auch Angst davor. Das könnte das Todesurteil für das Team sein (oder die Rettung, ich weiß es nicht...).
@ Gerard:
Die Freizeit ist an Pfingsten und dauert 10 Tage (mit An und Abreise 12). Anzahl der Betreuer ist 6. Kinder sinds zur Zeit an die 30 Stück (die Hälfte davon sind schon mehrere Male mit mir weggewesen). Es gibt ein Kochteam, allerdings hat das nichts mit den Betreuern zu tun. Die arbeiten autonom, aber im Kochteam ist die Patin von mir (die ist also immer da in der Freizeit). Das Ganze ist eine Kinderfreizeit, der Jüngste ist 7 und der Älteste 12.
Betreuer die zu 100% zu mir stehen: eigentlich keine. Die Neulinge halten prinzipiel zu mir, allerdings sind sie durch die Machtkämpfe schwer irritiert gerade. Wenn ich in der Lage wäre ein Machtwort zu sprechen, wären sie auf meiner Seite :-(
@ Roland:
sicher haben die beiden auch ihre guten Dinge. Ich kann mich auf sie verlassen am Tag und das abgemachte Programm machen sie super mit.
Ob sie es einsehen weiß ich nicht, jedoch verhalten sie sich weder einsichtig noch würden sie auch nur mit einem Wort zugeben das sie falsch liegen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was in ihrem Kopf umhergeistert :-(
Einen Coach habe ich leider auch nicht, bei uns ist alles im Umbruch und es ist gerade etwas Chaos eingekehrt überall.
Und Danke nochmal für deine Antwort. Sie hat mir weitergeholfen!!
So dann mach ich mich mal auf in die Falle und schlafe.
Morgen gehts weiter mit dem nächsten Teamtreffen, werde berichten was dabei rauskam. Ich bin froh wenn es rum ist, mir macht es gerade keinen Spaß mehr :-(
Danke nochmal und gute Nacht zusammen
Gruß
chris
Hallo Chris,
Aus deiner Antwort geht hervor, dass dein Handlungsspileraum leider relativ klein ist, dies sowohl personell als auch zeitlich.
Hast du schon mit der gemeinsamen Freundin gesprochen. Sie könnte hilfreich sein um zu vermitteln. Musss sie sich allerdings zu einem Zeitpunkt für das eine oder andere Lager entscheiden, kann es sein, dass du aleine dastehst. Soweit darf es nicht kommen!
Wie bist du zum Leiter geworden?
Kann es sein, dass die beiden anderen auch interessiert waren?
Es besteht auch noch die Möglichkeit, dass du beiden mit in die Verantwortung einbeziehst. Du kannst auch vor den Treffen Einzelgespräche führen und so bei den kritischen Punkten schon vor der eigentlichen Versammlung eine gemeinsame Meinung erzielen.
Du kannst sie auch ganz offen fragen ob sie die Leitung übernehmen möchten. Wollen sie dies, so musst du nachher auch zu ihnen stehen und nicht das gleiche Spiel andersrum anfangen. Wollen sie keine Verantwortung übernehmen müssen sie versprechen sich dir gegenüber korrekt zu verhalten. Ein solches Verhalten stärkt das ganze Team und beweist menschliche Grösse.
Es geht in erster Linie um die Kinder. Diese sind immer die Verlierer, egal wer im Leiterteam gewinnt. Dies müsste auch den anderen klar sein.
Ich hoffe ihr kommt noch auf einen grünen Zweig bevor die Fronten zu sehr verhärtet sind.
Gruss,
Gérard
Ich weiß nicht, ob dir mein kommentar irgendwie weiter hilft, es sind lediglich die Gedanken, die mir dazugekommen sind.
Ich weiß nicht wie alt du mittlerwele bist (in deinen Profildaten steht 18), das ist, meiner Meinung nach, sehr jung für eine Lagerleitung. Ich kann da nur von mir ausgehen: Ich hätte in dem Alter nicht soviel Verantwotung übernehmen wollen.
Ich habe zwei Verschiedene arten von Lagerleitung bei freizeiten erlebt:
Einmal hatten wir ganz klar einen Lagerleiter. Der hat sich aber nicht nur durch sein "Amt" von uns unterschieden sondern auch durch sein Alter (deutlich älter als der Rest) und seine Lagererfahrung (er hat diese Freizeit schon mehreremale geleitet).
Somit hatte er es natürlich leichter sich durchzusetzen. Zusätzlich waren seine "Aufgaben" auch anders als unsere. Im Prinzip alles Organisatorische und natürlich die Hauptverantwortung. Somit war auch klar, und das wurde von jedem akzeptiert, dass er letztenendes auch die Entscheidungen getroffen hat.
Bei einer anderen Freizeit waren alle im Leitungsteam nahzu gleich alt und hatten die gleiche Erfahrung, und wir sind alle befreundet. Da war irgendwie klar, es kann keinen Lagerleiter geben. Also mussten die Entscheidung alle gemeinsam getroffen werden. Das war zwar nicht einfach und die Vorbereitung wie auch die allabendlichen Besprechungen dauerten lange und waren oft mühsam. Aber es hat recht gut geklappt. frag mich jetzt nicht, wer in einem ernstfall die Verantwotung getragen hätte. Ich denke, wir hätten alle gerade stehen müssen.
was dabei novh hilfreich war, war, dass jeder eine bestimmte Aufgabe hatte: einer das Geld, einer die Organisation Haus/Fahrt, einer den ertse hilfe kasten, ....
Für mich ergibt sich daraus, dass es Teamkonstellationen gibt, in denen es einfach nicht mit einem einem Leiter funktionieren kann. Ich denke du hast zumindest so eine erwischt, in der du es als Leiter sehr schwer hast.
Aber so wie es aussieht, hast du den "Job" nun mal...
Wenn dies so ist, dann muss dies für die anderen auch klar sein und sie müssen dies akzeptieren. Denn es kann nicht sein, dass du am Ende für etwas gerade stehen musst was die anderen verbockt haben.
Nimm dies als Ermunterung doch mal auf den Tisch zuklopfen, (wenn es sein muss), auch wenn es dir shwer fällt, was ich durchaus verstehen kann
So die Teamsitzung von gestern ist rum und eigentlich hat es ganz gut geklappt (zumindest für die derzeitige Situation). Zuerst kamen einige Kommentare bis ich dann einfach angefangen hab die Organisation fürs Vortreffen durchzusprechen und danach war es anscheinend wieder okay. Bin mir aber eher als Lehrer als ein Betreuer vorgekommen...
Wie ich zur Leitung gekommen bin:
bei uns bestimmt der Träger und ein Kreis aus erfahrenen und langjährigen Betreuern die Leiter. Ich bin gefragt worden ob ich nicht Lust hätte eine Freizeit zu leiten. Und natürlich habe ich zugesagt, weil ich es mir nicht so schwer vorgestellt hatte.
Ich war auch schon die letzten 4 Jahre als Betreuer auf dieser Freizeit und insgesamt habe ich zur Zeit 8 Freizeiten als Betreuer hinter mir. Und ich würde auch behaupten das ich mit 14 absolut nicht reif für das Ganze war. Nie würde ich einen so jungen Betreuer auf eine Freizeit mitnehmen. Es gab einige Leute die das aber damals getan haben und so bin ich dann in die Szene reingerutscht :-)
Ob die beiden neidisch sind kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Allerdings sind sie bewusst nicht zum Leiter ernannt worden. Zumindest wurde es mir so gesagt. Sie sind erstens unter 18 und zweitens haben sie nicht genügend Freizeiterfahrung für den Job. Das sagt der Träger und das wissen sie eigentlich auch.
In diesem Team funktioniert nur die erste Variante die du beschrieben hast, Stefanie. Zumindest bin ich nicht bereit zu viel Verantwortung abzugeben. Diese "Gesamtleitung" ist eine tolle Sache, ich habe selbst schon so Teams gehabt und es war eine meiner besten Freizeiten vom Team her. Allerdings spielt da Vertrauen auch eine große Rolle. Ich konnte jedem vertrauen und wußte das niemand solche Aktionen wie die beiden abziehen würde.
Ich hoffe ich habe die Kraft mir wieder einen Streit auf der Freizeit mit den beiden zu liefern wenn sie wieder solche Aktionen bringen. Davor habe ich gerade am meisten Angst...
Ich glaube das es eher zu Lasten der Kinder geht wenn die beiden die Zügel in die Hände bekommen. Die Gründe stehen ja in meinem ersten Kommentar.
Aber da spielen auch eine Menge Gefühle mit (zumindest bei mir) und daher bin ich da auch nicht wirklich objektiv...
Auf der Freizeit werde ich auf jeden Fall nicht dulden das irgendetwas von den Problemen des Teams öffentlich wird. Aber wie gesagt, ich denke das wird klappen, weil wenn etwas abgemacht ist halten sich in der Regel auch wirklich alle daran und arbeiten mit.
Ich hab jetzt keine ahnung was die anderen schon zu dir gesat haben, das alles war mir nun doch etwas zu lang durchzulesen. Nun aber zu meinem Kommentar: DU bist der Leiter der Freizeit, vergiss das nicht!!!!!! DU bestimmst wer ins Betreuerteam kommt, sonst keiner. Meiner Meinung nach, ist den beiden nicht mehr zu helfen, solche Aktionen dürfen nicht laufen!!!!!!!!!!!!!!! Das sind Kinder, keine Spielobjekte, man soll auf die Kinder aufpassen nicht auf die Btreuer, ich weiß ja nicht was in denen ihrem Kopf rumgeht????? Also DIR bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als dei zwei rauszuschmeissen, DU darfst dabei an keien denken, als an die KINDER!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hoffe, dass du stark genug bist, das durchzuziehen! Solche Btreuer sind nicht tragbar, Kinder mit Wasser nass machen bei 8° ich kann es nicht fassen, bei denen tickts wohl nicht richtig. Ich kann versteh dass du zwischen den Stühlen stehst aber DU must DICH entscheiden, wenn DU es nicht durchziehen kannst, gib den Job auf, ich käme mit solche Leuten nicht klar die spinnen doch!!!!!!!!!!!!! ach je ich brauch mich ja nicht aufregen, aber DU tust mir leid. Fazit: SCHMEISS SIE RAUS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Fürs rauswerfen oder abdanken ists inzwischen zu spät. In zwei Tagen ist Vortreffen :-)
Vielleicht ist es aber auch etwas übertrieben rübergekommen, wie ich es erzählt habe. Als ich die Beiträge geschrieben habe, war ich ziemlich sauer.
Die beiden sind super Betreuer (bis auf diese Aktionen). Auch ich spiele den Kids manchmal Streiche. Allerdings kommt das nicht auf jeder Freizeit vor und ich bin mir dann sicher, dass die Kids mir das nicht krum nehmen, sondern es einfach nur witzig ist.
Nun unsere Vorstellung von "Super"betreuern gehn weit auseinander, wer Kinder mitten in der Nacht mit nem Eimer Wasser weckt, ist selbst noch ein
Kind und muss selbst noch beaufsichtigt werden, aber du scheinst ja nicht unbedingt eine andere Haltung einzunehmen. Dann trotzdem eine schöne "Kinder"freizeit, auf das die Btreuer Spaß haben!
Wie ich super Betreuer definiere ist sicherlich etwas anderes als du, das stimmt. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass deine Definition unterhalb meiner Anforderungen an mich und andere liegen. Da bin ich wirklich etwas altmodisch was die Sache angeht und die derzeiten Quailtätsveränderungen gehen mir viel zu schnell. Wenn du dir meine älteren Beiträge durchliest, wirst du in etwa eine Ahnung haben in welche Richtung bei mir "super Betreuer" liegen.
Die Kids sind mit Spritzpistolen (Fassungsvermögen von den Dingern warn keine 200ml) beschoßen worden und ein Eimer Wasser liegt da Welten drüber.
Es ging mir dabei nicht umbedingt um das Wasser, sondern um die gesamte Situation. Nachts auf Sylt ist es kalt genug und gerade vor einer Nachtwanderung ist es einfach nur dumm, mit Wasser zu spritzen.
Du hast einen vollkommen falschen Eindruck davon wie ich Freizeiten erlebe, scheint mir. Streiche in die Richtung sind okay wenn es die richtigen Situation ist und es im Rahmen bleibt.
Niemals werde ich solche Dinger abziehen, wenn es in der Gruppe kracht oder schlechte Stimmung ist (was in ein paar beschrieben Situationen so war).
Das Stichwort zu dem Thema ist "Freundschaft". Solche Spielchen sind einfach freundschaftliches Necken. Jeder tut das auf seine Weise. Die Kids frisieren mir jede Freizeit irgendwann mal die Haare oder fragen mal irgendeine Frau in der Küche wie sie mich denn so finden und ob sie Lust hätten mit mir auszugehen. Wollen sie mir damit irgendwie Schaden oder eins reindrücken? Nein, im Gegenteil. Und als Betreuer ist das nicht groß anders.
Solche Streiche find einfach Dinge die freundschaftlich gemeint sind und nicht krum genommen werden. Ob es das eine Weckaktion mit Wasserpistolen ist oder das Zukleben der Zimmertüren mit Zeitungspapier ist egal. Solange es im Rahmen bleibt und Einzelaktionen sind ist es okay.
Und nicht nur das, es fördert sogar die Beziehung zwischen Teilnehmern und Betreuern. Teamintern läuft genau dasselbe ab. Mit jemandem mit dem ich nicht Lachen kann, oder der nicht auch mal über mich lachen kann, würde ich nicht wegfahren. Wie gesagt die Basis ist Freundschaft und nichts anderes. Sicher hat man Spaß dabei, wichtig ist das den beide Seiten haben. Und das haben sie.
Inzwischen sind wir dazu übergegangen als Erinnerung solche Aktionen auf Video festzuhalten. Die Gesichter und das Lachen der Kids sprechen für sich. Genauso wie die Betreuer-Teilnehmer-Beziehung. Ich habe zu 5 Kids von meinen Freizeiten noch regelmässig Kontakt. Dieses Jahr haben insgesamt 12 Eltern bei mir angerufen und mich gefragt wo ich dieses Jahr hinfahren werde. Mehr Fakten brauche ich nicht aufzuzählen oder?
Sei mir nicht böse, aber ich glaube dir fehlt etwas die Freizeiterfahrung in der Richtung. Freizeiten unterscheiden sich von Gruppenstunden, gerade in den Beziehungen.
Hier spielt eine Menge mit rein. Könntest du dich jemanden öffenen, der immer nur ernst ist?
Jemandem dem du nicht vertraust, der dir unsympatisch ist?
Oder vertraust du einem Freund?
Diese Dinge spielen alle in das Thema mit rein. Wäre durchaus ein Seminarthema im Doppelpack mit Pädagogik.
So dann hoffe ich mal du verstehst mich besser und kannst in etwa nachvollziehen was ich denke und fühle auf Freizeiten.
Hallo
Also ehrlich verstehe ich jetzt nicht ganz, was Sandra genau sagen wollte. Was findest du gut?
Themenwechsel:
Chris... mir ist noch was in den Sinn gekommen. Egal, wie gut ihr euch im Leitungsteam verstehen und wieviele Konflikte ihr miteinander austrägt; Es sollte nicht sein, dass die Kinder zuviel davon mitbekommen. Also achtet darauf, dass ihr nicht vor den Kindern Sprüche über andere Leiter macht. Das amcht einen schlechten Eindruck....
Ich komme gerade vom Vortreffen. Lief eigentlich ganz gut und die Eltern kamen zu mir mit irgendwelchen Problemen.
Das stärkt meine Position ungemein. Vor den Eltern der Kids trage ich die Verantwortung. Das kam glaube ich ziemlich gut rüber bei den andren Betreuern. Inzwischen blicke ich etwas hoffnungsvoller in die Zukunft.
Wenn es weiterhin noch Probleme im Team geben sollte, werden die Kids davon wenig mitbekommen. Ganz verhindern kann man es nicht, die Kids die mich etwas genauer kennen werden sicher merken das etwas nicht stimmt.
Aber wie gesagt ich sehe nun etwas positiver der Freizeit entgegen. Wird schon klappen :-)
Ich schrieb das nur, da wir mal einen Leiter hatten, der vor den Kindern über einen anderen Leiter schimpfte und hinter desen Rücken und vor den Kindern schlecht über ihn erzählte...
Hallo!
also ich hätte mir da wohl doch besser mal alles durchgelesen! Ich möchte mich dafür entschuldingen, ich wollte dich nicht angreifen oder gar was unterstellen, sondern eigentlich nur mal sagen was ich dazu denke, aber ich hatte mir ein ganz falsches Bild gemacht, nochmal: SORRY! Weiter hoffe ich, dass du mit den zwei soweit klar kommst und dass ihr das alles geregelt bekommt. Ich kann mir denken, dass es als Leiter nicht immer einfach ist, ich war bisher nur als normaler Gruppenleiter bei Freizeiten mit (also Erfahrung hab ich schon) Du machst das schon gut so, mach das so weiter und lass nichts mit dir machen was du nicht für ok heißt. VIel SPaß bei euerr Fahrt!!!!!!!! ;-) Auch vorallem mit den Kindern!!!!!! :-)
Kein Problem :-)
Ich werde berichten wie gelaufen ist. In ein paar Wochen ists ja schon so weit *gg*
Also hier eine kurze Beschreibung der Freizeit:
Gleich am ersten Tag ist ein Teamer wegen einer Krankheit ausgefallen. Gegen alle Planungen hab ich dann die Primärgruppe (sprich bei uns das Zimmer) von dem Teamer übernommen. Hat sich als Glücksfall herausgestellt später :-)
Wir hatten mit sonnigem Wetter gerechnet und wie es so ist in solchen Fällen: es regnete in Strömen. Die gesamte Planung ging buchstäblich den Bach hinunter. Irgendwann nach den Kennenlernenspielen und dem Auspacken ging dann das Chaos in den Zimmern los. Die Kids warn nicht beschäftigt und im Haus eingesperrt. Fazit: Kissenschlachten, Fangen im Flur, Foyerfußball etc.
Wir hatten alle Hände voll zu tun um das Ganze in halbwegs geregelte Bahnen zu lenken und an Absprachen war nicht wirklich zu denken. Das Material war nicht ausgepackt und mehr als ein paar kleine Kreisspiele konnten wir nicht anbieten. Vor dem Abendessen haben wir dann alle in den Aufenthaltsraum geholt und dann gings los mit den Spielen. Dann kam das Essen und das Abendprogramm. Der erste Tag war extrem stressig und ich hatte die Hoffnung schon verloren danach. Die Motivation war bei mir da auf dem Nullpunkt. Gott sei Dank war das Team insgesamt etwas positiver als ich (gerade die Neulinge *gg*).
Die restlichen Tage waren okay, einiges war noch verbesserungsbedürftig aber insgesamt wars okay. Bei den Abendveranstaltungen hab ich mich dann doch mit einem der oben genannten Betreuer in die Haare bekommen. Er wollte eine "Disco umgehkehrt" machen. Eigentlich was für Jugendfreizeiten meiner Meinung nach. Es geht darum, dass alle Mädchen sich als Jungs verkleiden und andersrum. In der Teamsitzung habe ich ihm schon ne Menge Kinder (gerad die Kleinen aus meinem Zimmer) aufgezählt die da nicht mitmachen würden. Er glaubte es mir nicht und dann lies ich ihn erstmal machen und wartete ab.
Nachdem zwei Kinder angefangen hatten zu weinen wegen der Sache, habe ich etwas eingemächtig gehandelt und die Verkleidungspflicht abgeschafft. Am Ende waren nur die Großen verkleidet und für alle wars dennoch ein netter Abend. Er war zwar etwas sauer, aber ich glaube er hat eingesehen, dass es daneben war.
Das Programm war sehr spontan und wurde öfters umgeworfen. Was aber super geklappt hat. Hat mich ehrlich gesagt selbst gewundert wie gut es gelaufen ist mit der Spontanität.
Die Kinder waren auch eher normal. Es gab wie immer einen Schläger und ein Heimwehkind. Nachts hatte einmal ein Kleiner einen Hustenanfall und ich hatte dank dem Anfall ganze 3 Stunden Schlaf die Nacht :-(
Zu den Kindern muss man aber auch sagen, dass ich schon 50% von anderen Freizeiten kannte. Also wussten wir schon, was problematisch war etc.
Soweit der Bereicht der Freizeit, wenn ihr was wissen wollt fragt einfach :-)
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Vorbereitung - Brauche Hilfe
von Unbekannt (08.04.05 19:02:09)Hallo zusammen,
ich habe zur Zeit ein mehr oder weniger schwere Problem bei der Vorbereitung einer Freizeit.
Dieses Jahr habe ich meine erste Leitung bekommen, das heißt ich bin zum ersten Mal Lagerleiter auf einer Freizeit. Daher ist es auch meine Aufgabe die Vorbereitung durchzubekommen. Und genau das liegt das Problem...
Ich habe mir leider ein Team zusammengesucht, das ich schon einige Zeit kenne. Mit allen Betreuern des Teams habe ich schon Freizeiterfahrung gesammelt, das heißt ich weiß wie sie in Freizeiten sind und sich geben. Grundsätzlich sind alle gute Betreuer, aber eine Freizeit im letzten Sommer hat meine Freundschaft zu zwei Betreuern stark angekrazt, man kann eigentlich auch sagen fast zerstört.
Die Vorgeschichte:
Da ging es dann um so Sachen wie Nassspritzen der Kinder vor einer Nachtwanderung (war schon mitten in der Nacht und nicht gerade warm draußen), den Kindern Nachts Streiche spielen, verdreckte Betreuerzimmer und so Dinge.
Nichts gegen solche Spaßaktionen, auch ich bringe ab und zu solche Aktionen. Aber ich finde die beiden haben keinerlei Gespür für Situationen in denen es einfach fehl am Platz ist.
Ich stehe eine Stunde im Chaotenzimmer, tröste, meckere und schlichte Streit damit die endlich schlafen. Zwei Stunden später kommen die beiden dann und wecken die Kids mit Wasser auf. Dann schaffen sie es nicht die Kinder wieder ins Bett zu bekommen und ich muss ran.
Nach dem zweiten Mal "Kids-wecken" und zahlreichen ähnlichen Aktionen (zum Beispiel die Wasseraktion kurz vor der Nachtwanderung bei 8 Grad im Freien), habe ich dann mal einen Anmotzer an die beiden verteilt.
Eingesehen haben sie es nicht und dann gab es eine etwas lautstärkere Diskussion. Danach haben beide zwei Tage nicht mehr mit mir geredet.
Der Lagerleiter hat nie etwas davon mitbekommen. Sicher hätte ich etwas sagen sollen. Aber mir fällt so etwas immer verdammt schwer. Ich bin eigentlich um die größtmögliche Harmonie im Team bemüht und will niemanden anschwatzen nur weil ich eine andere Meinung habe. In dem Fall bin ich mir zwar ziemlich sicher das ich auf der richtigen Seite stehe, aber trotzdem hätte ich ein schlechtes Gewissen wenn ich etwas gesagt hätte.
Wie sind die beiden in mein Team gekommen?
Die Antwort ist ziemlich simpel. Wir hatten uns jetzt ein halbes Jahr nicht gesehen und uns wieder fast so gut verstanden wie früher verstanden (obwohl bei mir der Streit von damals immernoch mitschwingt). Ich habe außerdem eine Betreuerin ins Team geholt, die damals auch dabei war und als einzige Nichtbetroffende nach der Freizeit erfahren hat was los war. Sie ist sehr gut mit den beiden und mir befreundet und hat lange auf mich eingeredet. Am Ende habe ich nachgegeben und mich bequatschen lassen. So sind die beiden dann auch letztendlich ins Team gekommen.
Jetzt zum eigentlichen Problem:
Die beiden haben Vorstellungen von einer Freizeit die ich nicht teile und die meiner Meinung nach eindeutig daneben sind. Bestes Beispiel war gerade der Telefonanruf eben.
Wir haben in 10 Tagen Vortreffen (Elternabend bei dem die Eltern der Teilis kommen). Bisher haben wir nichts geplant und mit Mühe und Not habe ich eben ein Treffen zur Vorbereitung ausgemacht. Wenn ich ihnen sage, dass wir uns darauf vorbereiten müssen kommt sowas wie "Ach Quatsch, das klappt auch so..." zurück.
Mir fällt es extrem schwer Dinge durchzusetzen gegen die beiden. Die andren Betreuer sind da eher zurückhaltend und lassen mich mit den beiden disktuieren. Eigentlich auch okay, da noch zwei Junghelfer (also neue Betreuer) dabei sind, die es eben nicht wissen wem sie recht geben sollen.
Sie fordern auch immer wieder irgendwelche Programmpunkte und sind sich sicher das diese gut ankommen würden (z.B. Disko in dem sich alle Jungs als Mädels verkleinen und umgekehrt). Sicher sind das nette Ideen, aber wenn ich ihnen versuche klar zu machen das sowas nicht geht wenn wir schüchterne Kids dabei haben. Das wollen sie einfach nicht einsehen...
Wie bringe ich etwas gegen die beiden durch? Wie kann ich meine Vorstellungen durchsetzen gegen "Ach nöö du, das is total überflüssig"-Sprüche?
Wie kann ich ihnen ihre Ideen ausreden, die ich für gefährlich und falsch halte?
Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken einfach die Leitung hinzuwerfen, wenn das auf der Freizeit so ein Kampf wird dann gebe ich irgendwann auf und lasse mir die Leitung von den beiden aus den Händen ziehen.
Dann erstmal danke fürs Durchquälen durch den vielen Text. Ich wüßte aber nicht wie ich die Situation ohne diese Vorgeschichte beschreiben sollte :-(
Kommentar von rolimo (08.04.05 23:27:13)
Sali Chris
"Bitte" fürs durchlesen... *g*
Das ist das erste Mal, dass ich ein solanger Text auf Grik wirklich gelesen habe und nicht nur einfach überfolgen... Nun schreibe ich auch noch was dazu.. ich weiss jedoch noch nicht, wie nützlich meine Antworet werden wird...
also... du tust mir irgendwie leid... mit solchen Mitglieder im Leitungsteam. Wie jeder Leiter haben sie sicherlich nicht nur die von dir beschriebenen ungewöhnlichen Seiten, sondern auch gute Eigenschaften und Stärken. Andernfalls wären sie ja sicher nicht im Team, oder?
Wieviele Leiter seit ihr denn?
Als erstes will ich dir sagen, finde ich es gut, wie du dich einsetzt und auf Misstände aufmerksam machst/machtest. Denn wenn jemand ihnen sagt, was nicht gut ist, denken sie sicher -auch wenn sie es nicht zugeben und wütened auf dich sind- darüber nach.
Wir hatten im letzten Lager eine Situation, in der Kinder, welche am Abend nicht ruhig waren, durch eine Joggingrunde müde gemacht werden sollten. Die Aktion war etwas übertrieben und die bestarften Mädchen weinten schlussendlich.
Wir hatten danach eine lange und heftige Diskussion im Leitungsteam. Die einen fanden die Aktion angebracht und sinnvoll, die anderen fanden sie sehr unpassend. Auf jeden Fall gingen alle wütend auf die anderen zu Bett, denn alle beharten auf ihrem Standpunkt.
Warum habe ich das erzählt: Ich denke, alle haben realisiert, dass die Aktion nicht im richtigen Ausmass, sie gaben es jedoch nicht zu.
Ich könnt mir nicht vorstellen, dass ich mich als Kind als Mädchen verkleidet hätte, denn ich war einer von denen, die du erwähnt hast, eher schüchternen...
2. Ein Leiter uas dem Leitungsteam hinauszuwefen ist sehr schwierig. Wir hatten lange Zeit einen Leiter bei uns, der -ich sag es mal sehr hart- unfähig war. Ich bin in diesem Sommer erst das zweit Mal als Leiter tätig, und als Kinder haben wir von der ganzen Sachen nichts mitbekommen. Auf jeden Fall war der oben genannte Leiter an einem Höck des letztjährigen Solas nicht erschienen; wir haben die Gelegenheit genutz und über ihn gesprochen. Wir hatten noch das Problem, dass dieser Leiter von der Kirche angestellt ist und wir unsere Lager mit Unterstützung der Kirchgemeinde durchführen. Nach diversen Gesprächen mit ihm und seinen Vorgesetzten wurde beschlossen, dass er nicht mehr in unsere Lager kommt.
Der Weg dorthin war jedoch sehr mühesam.
Ich würde mir genau überlegen, ob du diesen Aufwand auf dich nehmen willst.
Sprich mal mit den anderen Leitern im Team darüber... was dne ken sie dazu?
3. Du als Lagerleiter trägst die Verantwortung!
Du musst das Programm verantworten können!
Du darfst und musst sagen, was nicht gut ist.
Dumusst ...
Hm.. ich weiss jetzt nicht genau, wie das bei euch in Deutschland aussieht und wie die Reglen sind.
Wenn du über dir noch einen "Chef" hast, dann würde ich mal mit ihm darüber sprechen und besprechen, wie vorzugenhen ist. Bei uns kontrolliert dieser "Coach" die Programmblöcke, sagt was nicht gut ist und bespricht die mit uns. Er nimmt jedoch nicht am Lager teil. Vielleich kann er mal mit deinen Mitleitern über dein Problem sprechen.
Wenn du keinen solchen "Chef" oder so ähnliches hast, dann sprich doch mal mit sonst jemand darüber, der mehr Erfahrung hat als du; beispielsweise mit dem letztjährigen Lagerleiter...
So... jetzt bin ich müde und in meinem Kopf geistert einiges herum. Ich mein geschribenes hilft dir was; Ich bin aber auch gespannt, was andere dazu meinen. VIelleicht kommt mir ja nochmals einen Einfall.
Gruss Roland
Kommentar von carwin (09.04.05 15:44:10)
Hallo Chris,
Vorbemerkung: Ich schreibe meinen Kommentar nun zum dritten Mal, da nach der Trennung der Internetverbindung mein ganzer schöner Text im A... war. Falls etwas zu verkürzt ist, rückfragen.
Dein Fall ist recht schwierig.
Ein Freizeitleiter wird zwei wahrscheinlich fast gleichaltrigen Betreuern vorgesetzt, die andere Vorstellungen von einer Freizeit haben und seine Autorität nicht anerkennen, sondern im Gegenteil sogar wieder und wieder in Frage stellen.
Das erstere mit den unterschiedlichen Vorstellungen könnte man ja noch akzeptieren, wenn die Leitung jeweils das Programm so weit verändert, dass sie es akzeptieren und verantworten kann.
In Kombination mit dem zweiten Problem sehe ich diese Möglichkeit nicht. Im Gegenteil: Schon bei "einfachen" Fragen (Vorbereitungsabend) kommt es zum Machtkampf, wer letztenendes zu bestimmen hat.
Auf die Dauer werden sich die Machtkämpfe mehr und mehr häufen, auch die "neutralen" Gruppenleiter mit hineinziehen und schließlich unklar werden, wer denn jetzt die Verantwortung für das, was geschieht, wirklich trägt. Vor allem, wenn letzteres während der Freizeit geschieht, wäre das den Teilnehmern und ihren Eltern gegenüber unverantwortlich.
Fragen, die zu einer Lösung führen können:
1. Wie wurde bisher die Leitung ausgeübt? Von oben herab oder eher auf einer Ebene? Was wird von Dir, Chris, also erwartet? Welche Aufgaben hast Du? Bist Du bereit diese Rolle zu übernehmen? Welche Erwartungen willst Du erfüllen, welche nicht?
2. Gibt es einen Träger, eine übergeordnete Organisation?
a) Wie sieht dieser Träger, wenn die alte Leitung zur Verfügung steht: Wie sieht diese (die ja die Betreuer auch kennt) die Situation? Stimmt Deine Einschätzung von der Situation, den anderen beiden und dir selbst?
b) Kann Dir der Träger bei der Lösung helfen? Z.B. beim umgestalten des Teams?
3. Du hast die Verantwortung!
Wenn Du die Freizeitleitung übernehmen willst, so solltest Du es gerne und motiviert tun. Scheint im Moment nicht der Fall zu sein. Also hast Du zwei Möglichkeiten vorgeschlagen:
a) Das Team verändern
b) Dich selbst zurückziehen (wieder normaler Betreuer oder gar nicht dabei)
Mit Moderation von jemandem, der von Euch allen akzeptiert wird, gäbe es noch
c) Ihr handelt aus, dass die anderen beiden Deine Leitung akzeptieren und Du bietest an, auch die "verrücktesten" Vorschläge zumindest mal anzuhören.
Wichtigster Punkt: Die Verantwortlichkeit bei der Veranstaltung muss klar sein. "Anarchie" ist in niemandes Interesse (Träger, Leiter, Betreuer, Teilnehmer, Eltern, Versicherung)
Konnte ich (auch in dieser Kurzfassung noch) helfen?
Carlo
Kommentar von Gerard (09.04.05 15:54:29)
Hallo Chris,
Mich würden noch folgende Dinge interessieren:
Dauer der Freizeit
Anzahl der Leiter (mit den beiden und dem Kochteam)
Anzahl der Kinder
Alter der Kinder
Wie viele der anderen Leiter stehen 100 % hinter dir?
Ich habe im Augenblick wenig Zeit.
Es ist sicher gut, dass du das Problem vor der Freizeit anspricht. Es muss auch vor der Freizeit geklärt sein denn ein solches Damoklesschwert kannst du dir nicht erlauben (nicht als erfahrener Lagerleiter und schon gar nicht als Neuling).
Sprich auf jeden Fall mit dem Lagerleiter vom letzten Jahr. Er kennt euch alle und ist auch sicher für dich und die beiden anderen eine Respektsperson.
Gruss,
Gérard
Kommentar von Unbekannt (09.04.05 23:48:33)
Danke erstmal für die vielen Antworten, ihr habt mir wirklich eine Schritt weitergeholfen mit den Fragen! Ich sehe jetzt die Sache etwas klarer. Mir fällte es sehr schwer Situationen einzuschätzen an denen ich beteiligt bin. Es fällt mir unglaublich schwer objektiv zu beliben in solchen Dingen...
@ Carlo:
Du hast Recht, es sind Machtkämpfe die zur Zeit ablaufen. Einige habe ich gewonnen, bei andren habe ich nachgegeben weil ich nicht mehr die Kraft hatte dagegen zu halten.
Der Träger ist mir leider keine Hilfe, die neuen Hauptamtlichen sind gerade mal ein paar Monate im Amt und ich sie kennen weder mich richtig noch die andren Betreuer. Bei der AWO heißt Hauptamtlicher zu sein unbezahlte Überstunden + Wochenendarbeit. Ich könnte mich an den ehemalige Hauptamtliche wenden. Sie kennt alle Betreuer und auch mich. Wenn jemand die Lage einschätzen kann dann sie.
Die alte Leitung kann mir leider auch nicht wirklich helfen, die habe ich schon angesprochen. Ich bin auch sehr gut mit ihr befreundet, allerdings kennt sie weder die Betreuer im Team noch hat sie irgendwelche Hilfe bei dem Problem für mich parat (letztes Jahr hatte sie auch ihre erste Leitung).
Sicher trage ich die Verantwortung, und genau davor habe ich Angst. Ich trage wenn es so weiter geht die Verantwortung für Dinge die im schlimmsten Fall hinter meinem Rücken getan werden.
Rücktritt müsste ich in den nächsten 17 Stunden einreichen und eine Teambildung ist auch nur noch in dieser Zeit möglich. Sobald die Briefe mit den Einladungen an die Eltern raus sind ist es fertig und dann kann ich nur noch in Extremfällen mit einer Veränderung kommen. In den Briefen steht eine Vorstellung der Betreuer usw.
Moderation ist leider auch nicht wirklich möglich. Dafür habe ich zur Zeit keine Leute. Ich habe eine "Patin" (jemanden der mir in der Freizeit mit Rat und Tat zur Seite steht, allerding erst IN der Freizeit), die ich einbeziehen könnte. Bis zum Anfang der Freizeit bleibe ich allerdings auf mich alleine gestellt :-(
An Motivation durch mich ist nicht zu denken in der Situation, eher brauche ich Motivation es weiter durchzuziehen. Es kostet verdammt viel Kraft so ein Vorbereitungstreffen durchzuhalten für mich.
Was kann von mir erwartet werden?
Hmm...eigentlich alles, außer das ich mit der Faust auf den Tisch haue und sage: "So wirds gemacht!". Das war noch nie meine Art und damit würde ich den Rest der Freundschaft zwischen mir und den beiden zerstören. Dieser Schritt würde mich einiges an Überwindung kosten und ich habe auch Angst davor. Das könnte das Todesurteil für das Team sein (oder die Rettung, ich weiß es nicht...).
@ Gerard:
Die Freizeit ist an Pfingsten und dauert 10 Tage (mit An und Abreise 12). Anzahl der Betreuer ist 6. Kinder sinds zur Zeit an die 30 Stück (die Hälfte davon sind schon mehrere Male mit mir weggewesen). Es gibt ein Kochteam, allerdings hat das nichts mit den Betreuern zu tun. Die arbeiten autonom, aber im Kochteam ist die Patin von mir (die ist also immer da in der Freizeit). Das Ganze ist eine Kinderfreizeit, der Jüngste ist 7 und der Älteste 12.
Betreuer die zu 100% zu mir stehen: eigentlich keine. Die Neulinge halten prinzipiel zu mir, allerdings sind sie durch die Machtkämpfe schwer irritiert gerade. Wenn ich in der Lage wäre ein Machtwort zu sprechen, wären sie auf meiner Seite :-(
@ Roland:
sicher haben die beiden auch ihre guten Dinge. Ich kann mich auf sie verlassen am Tag und das abgemachte Programm machen sie super mit.
Ob sie es einsehen weiß ich nicht, jedoch verhalten sie sich weder einsichtig noch würden sie auch nur mit einem Wort zugeben das sie falsch liegen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was in ihrem Kopf umhergeistert :-(
Einen Coach habe ich leider auch nicht, bei uns ist alles im Umbruch und es ist gerade etwas Chaos eingekehrt überall.
Und Danke nochmal für deine Antwort. Sie hat mir weitergeholfen!!
So dann mach ich mich mal auf in die Falle und schlafe.
Morgen gehts weiter mit dem nächsten Teamtreffen, werde berichten was dabei rauskam. Ich bin froh wenn es rum ist, mir macht es gerade keinen Spaß mehr :-(
Danke nochmal und gute Nacht zusammen
Gruß
chris
Kommentar von Gerard (10.04.05 12:33:38)
Hallo Chris,
Aus deiner Antwort geht hervor, dass dein Handlungsspileraum leider relativ klein ist, dies sowohl personell als auch zeitlich.
Hast du schon mit der gemeinsamen Freundin gesprochen. Sie könnte hilfreich sein um zu vermitteln. Musss sie sich allerdings zu einem Zeitpunkt für das eine oder andere Lager entscheiden, kann es sein, dass du aleine dastehst. Soweit darf es nicht kommen!
Wie bist du zum Leiter geworden?
Kann es sein, dass die beiden anderen auch interessiert waren?
Es besteht auch noch die Möglichkeit, dass du beiden mit in die Verantwortung einbeziehst. Du kannst auch vor den Treffen Einzelgespräche führen und so bei den kritischen Punkten schon vor der eigentlichen Versammlung eine gemeinsame Meinung erzielen.
Du kannst sie auch ganz offen fragen ob sie die Leitung übernehmen möchten. Wollen sie dies, so musst du nachher auch zu ihnen stehen und nicht das gleiche Spiel andersrum anfangen. Wollen sie keine Verantwortung übernehmen müssen sie versprechen sich dir gegenüber korrekt zu verhalten. Ein solches Verhalten stärkt das ganze Team und beweist menschliche Grösse.
Es geht in erster Linie um die Kinder. Diese sind immer die Verlierer, egal wer im Leiterteam gewinnt. Dies müsste auch den anderen klar sein.
Ich hoffe ihr kommt noch auf einen grünen Zweig bevor die Fronten zu sehr verhärtet sind.
Gruss,
Gérard
Kommentar von faenny (11.04.05 10:59:25)
Ich weiß nicht, ob dir mein kommentar irgendwie weiter hilft, es sind lediglich die Gedanken, die mir dazugekommen sind.
Ich weiß nicht wie alt du mittlerwele bist (in deinen Profildaten steht 18), das ist, meiner Meinung nach, sehr jung für eine Lagerleitung. Ich kann da nur von mir ausgehen: Ich hätte in dem Alter nicht soviel Verantwotung übernehmen wollen.
Ich habe zwei Verschiedene arten von Lagerleitung bei freizeiten erlebt:
Einmal hatten wir ganz klar einen Lagerleiter. Der hat sich aber nicht nur durch sein "Amt" von uns unterschieden sondern auch durch sein Alter (deutlich älter als der Rest) und seine Lagererfahrung (er hat diese Freizeit schon mehreremale geleitet).
Somit hatte er es natürlich leichter sich durchzusetzen. Zusätzlich waren seine "Aufgaben" auch anders als unsere. Im Prinzip alles Organisatorische und natürlich die Hauptverantwortung. Somit war auch klar, und das wurde von jedem akzeptiert, dass er letztenendes auch die Entscheidungen getroffen hat.
Bei einer anderen Freizeit waren alle im Leitungsteam nahzu gleich alt und hatten die gleiche Erfahrung, und wir sind alle befreundet. Da war irgendwie klar, es kann keinen Lagerleiter geben. Also mussten die Entscheidung alle gemeinsam getroffen werden. Das war zwar nicht einfach und die Vorbereitung wie auch die allabendlichen Besprechungen dauerten lange und waren oft mühsam. Aber es hat recht gut geklappt. frag mich jetzt nicht, wer in einem ernstfall die Verantwotung getragen hätte. Ich denke, wir hätten alle gerade stehen müssen.
was dabei novh hilfreich war, war, dass jeder eine bestimmte Aufgabe hatte: einer das Geld, einer die Organisation Haus/Fahrt, einer den ertse hilfe kasten, ....
Für mich ergibt sich daraus, dass es Teamkonstellationen gibt, in denen es einfach nicht mit einem einem Leiter funktionieren kann. Ich denke du hast zumindest so eine erwischt, in der du es als Leiter sehr schwer hast.
Aber so wie es aussieht, hast du den "Job" nun mal...
Wenn dies so ist, dann muss dies für die anderen auch klar sein und sie müssen dies akzeptieren. Denn es kann nicht sein, dass du am Ende für etwas gerade stehen musst was die anderen verbockt haben.
Nimm dies als Ermunterung doch mal auf den Tisch zuklopfen, (wenn es sein muss), auch wenn es dir shwer fällt, was ich durchaus verstehen kann
Kommentar von Unbekannt (11.04.05 12:05:50)
So die Teamsitzung von gestern ist rum und eigentlich hat es ganz gut geklappt (zumindest für die derzeitige Situation). Zuerst kamen einige Kommentare bis ich dann einfach angefangen hab die Organisation fürs Vortreffen durchzusprechen und danach war es anscheinend wieder okay. Bin mir aber eher als Lehrer als ein Betreuer vorgekommen...
Wie ich zur Leitung gekommen bin:
bei uns bestimmt der Träger und ein Kreis aus erfahrenen und langjährigen Betreuern die Leiter. Ich bin gefragt worden ob ich nicht Lust hätte eine Freizeit zu leiten. Und natürlich habe ich zugesagt, weil ich es mir nicht so schwer vorgestellt hatte.
Ich war auch schon die letzten 4 Jahre als Betreuer auf dieser Freizeit und insgesamt habe ich zur Zeit 8 Freizeiten als Betreuer hinter mir. Und ich würde auch behaupten das ich mit 14 absolut nicht reif für das Ganze war. Nie würde ich einen so jungen Betreuer auf eine Freizeit mitnehmen. Es gab einige Leute die das aber damals getan haben und so bin ich dann in die Szene reingerutscht :-)
Ob die beiden neidisch sind kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Allerdings sind sie bewusst nicht zum Leiter ernannt worden. Zumindest wurde es mir so gesagt. Sie sind erstens unter 18 und zweitens haben sie nicht genügend Freizeiterfahrung für den Job. Das sagt der Träger und das wissen sie eigentlich auch.
In diesem Team funktioniert nur die erste Variante die du beschrieben hast, Stefanie. Zumindest bin ich nicht bereit zu viel Verantwortung abzugeben. Diese "Gesamtleitung" ist eine tolle Sache, ich habe selbst schon so Teams gehabt und es war eine meiner besten Freizeiten vom Team her. Allerdings spielt da Vertrauen auch eine große Rolle. Ich konnte jedem vertrauen und wußte das niemand solche Aktionen wie die beiden abziehen würde.
Ich hoffe ich habe die Kraft mir wieder einen Streit auf der Freizeit mit den beiden zu liefern wenn sie wieder solche Aktionen bringen. Davor habe ich gerade am meisten Angst...
Ich glaube das es eher zu Lasten der Kinder geht wenn die beiden die Zügel in die Hände bekommen. Die Gründe stehen ja in meinem ersten Kommentar.
Aber da spielen auch eine Menge Gefühle mit (zumindest bei mir) und daher bin ich da auch nicht wirklich objektiv...
Auf der Freizeit werde ich auf jeden Fall nicht dulden das irgendetwas von den Problemen des Teams öffentlich wird. Aber wie gesagt, ich denke das wird klappen, weil wenn etwas abgemacht ist halten sich in der Regel auch wirklich alle daran und arbeiten mit.
Kommentar von Ohrwurm (15.04.05 17:30:51)
Ich hab jetzt keine ahnung was die anderen schon zu dir gesat haben, das alles war mir nun doch etwas zu lang durchzulesen. Nun aber zu meinem Kommentar: DU bist der Leiter der Freizeit, vergiss das nicht!!!!!! DU bestimmst wer ins Betreuerteam kommt, sonst keiner. Meiner Meinung nach, ist den beiden nicht mehr zu helfen, solche Aktionen dürfen nicht laufen!!!!!!!!!!!!!!! Das sind Kinder, keine Spielobjekte, man soll auf die Kinder aufpassen nicht auf die Btreuer, ich weiß ja nicht was in denen ihrem Kopf rumgeht????? Also DIR bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als dei zwei rauszuschmeissen, DU darfst dabei an keien denken, als an die KINDER!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hoffe, dass du stark genug bist, das durchzuziehen! Solche Btreuer sind nicht tragbar, Kinder mit Wasser nass machen bei 8° ich kann es nicht fassen, bei denen tickts wohl nicht richtig. Ich kann versteh dass du zwischen den Stühlen stehst aber DU must DICH entscheiden, wenn DU es nicht durchziehen kannst, gib den Job auf, ich käme mit solche Leuten nicht klar die spinnen doch!!!!!!!!!!!!! ach je ich brauch mich ja nicht aufregen, aber DU tust mir leid. Fazit: SCHMEISS SIE RAUS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kommentar von Unbekannt (15.04.05 20:28:13)
Fürs rauswerfen oder abdanken ists inzwischen zu spät. In zwei Tagen ist Vortreffen :-)
Vielleicht ist es aber auch etwas übertrieben rübergekommen, wie ich es erzählt habe. Als ich die Beiträge geschrieben habe, war ich ziemlich sauer.
Die beiden sind super Betreuer (bis auf diese Aktionen). Auch ich spiele den Kids manchmal Streiche. Allerdings kommt das nicht auf jeder Freizeit vor und ich bin mir dann sicher, dass die Kids mir das nicht krum nehmen, sondern es einfach nur witzig ist.
Kommentar von Ohrwurm (16.04.05 19:29:11)
Nun unsere Vorstellung von "Super"betreuern gehn weit auseinander, wer Kinder mitten in der Nacht mit nem Eimer Wasser weckt, ist selbst noch ein
Kind und muss selbst noch beaufsichtigt werden, aber du scheinst ja nicht unbedingt eine andere Haltung einzunehmen. Dann trotzdem eine schöne "Kinder"freizeit, auf das die Btreuer Spaß haben!
Kommentar von Unbekannt (16.04.05 20:45:06)
Wie ich super Betreuer definiere ist sicherlich etwas anderes als du, das stimmt. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass deine Definition unterhalb meiner Anforderungen an mich und andere liegen. Da bin ich wirklich etwas altmodisch was die Sache angeht und die derzeiten Quailtätsveränderungen gehen mir viel zu schnell. Wenn du dir meine älteren Beiträge durchliest, wirst du in etwa eine Ahnung haben in welche Richtung bei mir "super Betreuer" liegen.
Die Kids sind mit Spritzpistolen (Fassungsvermögen von den Dingern warn keine 200ml) beschoßen worden und ein Eimer Wasser liegt da Welten drüber.
Es ging mir dabei nicht umbedingt um das Wasser, sondern um die gesamte Situation. Nachts auf Sylt ist es kalt genug und gerade vor einer Nachtwanderung ist es einfach nur dumm, mit Wasser zu spritzen.
Du hast einen vollkommen falschen Eindruck davon wie ich Freizeiten erlebe, scheint mir. Streiche in die Richtung sind okay wenn es die richtigen Situation ist und es im Rahmen bleibt.
Niemals werde ich solche Dinger abziehen, wenn es in der Gruppe kracht oder schlechte Stimmung ist (was in ein paar beschrieben Situationen so war).
Das Stichwort zu dem Thema ist "Freundschaft". Solche Spielchen sind einfach freundschaftliches Necken. Jeder tut das auf seine Weise. Die Kids frisieren mir jede Freizeit irgendwann mal die Haare oder fragen mal irgendeine Frau in der Küche wie sie mich denn so finden und ob sie Lust hätten mit mir auszugehen. Wollen sie mir damit irgendwie Schaden oder eins reindrücken? Nein, im Gegenteil. Und als Betreuer ist das nicht groß anders.
Solche Streiche find einfach Dinge die freundschaftlich gemeint sind und nicht krum genommen werden. Ob es das eine Weckaktion mit Wasserpistolen ist oder das Zukleben der Zimmertüren mit Zeitungspapier ist egal. Solange es im Rahmen bleibt und Einzelaktionen sind ist es okay.
Und nicht nur das, es fördert sogar die Beziehung zwischen Teilnehmern und Betreuern. Teamintern läuft genau dasselbe ab. Mit jemandem mit dem ich nicht Lachen kann, oder der nicht auch mal über mich lachen kann, würde ich nicht wegfahren. Wie gesagt die Basis ist Freundschaft und nichts anderes. Sicher hat man Spaß dabei, wichtig ist das den beide Seiten haben. Und das haben sie.
Inzwischen sind wir dazu übergegangen als Erinnerung solche Aktionen auf Video festzuhalten. Die Gesichter und das Lachen der Kids sprechen für sich. Genauso wie die Betreuer-Teilnehmer-Beziehung. Ich habe zu 5 Kids von meinen Freizeiten noch regelmässig Kontakt. Dieses Jahr haben insgesamt 12 Eltern bei mir angerufen und mich gefragt wo ich dieses Jahr hinfahren werde. Mehr Fakten brauche ich nicht aufzuzählen oder?
Sei mir nicht böse, aber ich glaube dir fehlt etwas die Freizeiterfahrung in der Richtung. Freizeiten unterscheiden sich von Gruppenstunden, gerade in den Beziehungen.
Hier spielt eine Menge mit rein. Könntest du dich jemanden öffenen, der immer nur ernst ist?
Jemandem dem du nicht vertraust, der dir unsympatisch ist?
Oder vertraust du einem Freund?
Diese Dinge spielen alle in das Thema mit rein. Wäre durchaus ein Seminarthema im Doppelpack mit Pädagogik.
So dann hoffe ich mal du verstehst mich besser und kannst in etwa nachvollziehen was ich denke und fühle auf Freizeiten.
Kommentar von rolimo (17.04.05 18:29:16)
Hallo
Also ehrlich verstehe ich jetzt nicht ganz, was Sandra genau sagen wollte. Was findest du gut?
Themenwechsel:
Chris... mir ist noch was in den Sinn gekommen. Egal, wie gut ihr euch im Leitungsteam verstehen und wieviele Konflikte ihr miteinander austrägt; Es sollte nicht sein, dass die Kinder zuviel davon mitbekommen. Also achtet darauf, dass ihr nicht vor den Kindern Sprüche über andere Leiter macht. Das amcht einen schlechten Eindruck....
Kommentar von Unbekannt (17.04.05 18:38:34)
Ich komme gerade vom Vortreffen. Lief eigentlich ganz gut und die Eltern kamen zu mir mit irgendwelchen Problemen.
Das stärkt meine Position ungemein. Vor den Eltern der Kids trage ich die Verantwortung. Das kam glaube ich ziemlich gut rüber bei den andren Betreuern. Inzwischen blicke ich etwas hoffnungsvoller in die Zukunft.
Wenn es weiterhin noch Probleme im Team geben sollte, werden die Kids davon wenig mitbekommen. Ganz verhindern kann man es nicht, die Kids die mich etwas genauer kennen werden sicher merken das etwas nicht stimmt.
Aber wie gesagt ich sehe nun etwas positiver der Freizeit entgegen. Wird schon klappen :-)
Kommentar von rolimo (17.04.05 19:19:26)
Ich schrieb das nur, da wir mal einen Leiter hatten, der vor den Kindern über einen anderen Leiter schimpfte und hinter desen Rücken und vor den Kindern schlecht über ihn erzählte...
Kommentar von Ohrwurm (20.04.05 14:17:39)
Hallo!
also ich hätte mir da wohl doch besser mal alles durchgelesen! Ich möchte mich dafür entschuldingen, ich wollte dich nicht angreifen oder gar was unterstellen, sondern eigentlich nur mal sagen was ich dazu denke, aber ich hatte mir ein ganz falsches Bild gemacht, nochmal: SORRY! Weiter hoffe ich, dass du mit den zwei soweit klar kommst und dass ihr das alles geregelt bekommt. Ich kann mir denken, dass es als Leiter nicht immer einfach ist, ich war bisher nur als normaler Gruppenleiter bei Freizeiten mit (also Erfahrung hab ich schon) Du machst das schon gut so, mach das so weiter und lass nichts mit dir machen was du nicht für ok heißt. VIel SPaß bei euerr Fahrt!!!!!!!! ;-) Auch vorallem mit den Kindern!!!!!! :-)
Kommentar von Unbekannt (20.04.05 16:02:00)
Kein Problem :-)
Ich werde berichten wie gelaufen ist. In ein paar Wochen ists ja schon so weit *gg*
Kommentar von Unbekannt (26.05.05 09:35:00)
Also hier eine kurze Beschreibung der Freizeit:
Gleich am ersten Tag ist ein Teamer wegen einer Krankheit ausgefallen. Gegen alle Planungen hab ich dann die Primärgruppe (sprich bei uns das Zimmer) von dem Teamer übernommen. Hat sich als Glücksfall herausgestellt später :-)
Wir hatten mit sonnigem Wetter gerechnet und wie es so ist in solchen Fällen: es regnete in Strömen. Die gesamte Planung ging buchstäblich den Bach hinunter. Irgendwann nach den Kennenlernenspielen und dem Auspacken ging dann das Chaos in den Zimmern los. Die Kids warn nicht beschäftigt und im Haus eingesperrt. Fazit: Kissenschlachten, Fangen im Flur, Foyerfußball etc.
Wir hatten alle Hände voll zu tun um das Ganze in halbwegs geregelte Bahnen zu lenken und an Absprachen war nicht wirklich zu denken. Das Material war nicht ausgepackt und mehr als ein paar kleine Kreisspiele konnten wir nicht anbieten. Vor dem Abendessen haben wir dann alle in den Aufenthaltsraum geholt und dann gings los mit den Spielen. Dann kam das Essen und das Abendprogramm. Der erste Tag war extrem stressig und ich hatte die Hoffnung schon verloren danach. Die Motivation war bei mir da auf dem Nullpunkt. Gott sei Dank war das Team insgesamt etwas positiver als ich (gerade die Neulinge *gg*).
Die restlichen Tage waren okay, einiges war noch verbesserungsbedürftig aber insgesamt wars okay. Bei den Abendveranstaltungen hab ich mich dann doch mit einem der oben genannten Betreuer in die Haare bekommen. Er wollte eine "Disco umgehkehrt" machen. Eigentlich was für Jugendfreizeiten meiner Meinung nach. Es geht darum, dass alle Mädchen sich als Jungs verkleiden und andersrum. In der Teamsitzung habe ich ihm schon ne Menge Kinder (gerad die Kleinen aus meinem Zimmer) aufgezählt die da nicht mitmachen würden. Er glaubte es mir nicht und dann lies ich ihn erstmal machen und wartete ab.
Nachdem zwei Kinder angefangen hatten zu weinen wegen der Sache, habe ich etwas eingemächtig gehandelt und die Verkleidungspflicht abgeschafft. Am Ende waren nur die Großen verkleidet und für alle wars dennoch ein netter Abend. Er war zwar etwas sauer, aber ich glaube er hat eingesehen, dass es daneben war.
Das Programm war sehr spontan und wurde öfters umgeworfen. Was aber super geklappt hat. Hat mich ehrlich gesagt selbst gewundert wie gut es gelaufen ist mit der Spontanität.
Die Kinder waren auch eher normal. Es gab wie immer einen Schläger und ein Heimwehkind. Nachts hatte einmal ein Kleiner einen Hustenanfall und ich hatte dank dem Anfall ganze 3 Stunden Schlaf die Nacht :-(
Zu den Kindern muss man aber auch sagen, dass ich schon 50% von anderen Freizeiten kannte. Also wussten wir schon, was problematisch war etc.
Soweit der Bereicht der Freizeit, wenn ihr was wissen wollt fragt einfach :-)
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