Diskussionsplatz - rechtliche Fragen
Spenden-/Bettelbriefe
von rolimo (19.02.05 14:58:40)Das nächste Lager naht,
Die nächste Freizeit ist in Planung,
Das von euch organisierte Fussballturnier steht vor der Tür,
Was euch noch Fehlen sind die Preise und andere Unterstützung!
Es gibt immer wieder Firmen oder Geschäft, die Lager und andere Aktionen mit Preisen, Gratismuster oder teilweise sogar mit einem Geldbetrag unterstützen.
Frag dich doch mal in den Geschaften, Läden und Firmen deiner Region um. Fragen kostet ja schliesslich nichts...
Wenn du "Bettelbriefe" verschickst, mache das zirka 3 Monate vor Beginn des Lagers.
Nicht vergessen:
Sende den Spendern aus dem Lager ein Karte. Auch an eine in der Gruppenstunde von den Kindern gebastelte Weihnachtskarte wird sich ein Spender bei der nächsten Anfrage sicher erinnern...
Und du?
Was hast du bis jetzt für Erfahrungen mit Bettelbriefen und Sponsorensuche gemacht? Auf was muss man noch achten?
Um es jetzt mal kurz auf das Thema "Geld" zu reduzieren. Wenn man noch Finanzierungslücken hat bzw. welche auftreten könnten, empfiehlt es sich an der 1097 (Artikel ohne Titel) (Vorschau) teil zu nehmen.
Andere Preise wie Stifte, kleine Kuscheltiere, Geldbeutel, etc. sind recht einfach bei Banken und Sparkassen zu bekommen. Damit waren wir letztes Jahr mit Preisen für unser ganzes Lager versorgt. Einen Brief mussten wir dazu nicht schrieben, es ist sowieso meistens besser selbst vorbei zu gehen.
@Roland: Kannst du mal einen Beispieltext hochladen?
Oh...da triffst du mich an einer wunden Stelle *gg*
Auch wir haben Bettelbriefe, da die Lage immer schlechter wird. Hoffe wir überleben dieses Jahr finanziel, sonst wars das für immer mit dem Ferienwerk Rhein-Neckar :-(
Wir haben Bettelbriefe in Form von einem offizielen Brief mit Briefkopf. Da steht dann "Wir bitten Sie im Namen der Arbeiterwohlfahrt ... uns zu unterstützen damit wir weiterhin in der Lage sind Ferienfreiteiten durchzuführen ..."
Das Ganze ist sicher etwas dick aufgetragen, aber eine normale Bitte ohne Dramatik hilft uns nicht weiter. Da geben die meisten nix her :-(
Wir laufen mit diesem Brief von Geschäft zu Geschäft und sammeln so Zeugs für die Freizeiten ein.
Ich hab so eine Aktion allerdings nur einmal mitgemacht und es war mir extrem peinlich. Da leg ich lieber selbst 40 Euro drauf und kaufe Bastelzeugs als zu Betteln. Das ist nicht so meine Sache.
Das ist jetzt aber kein dummes Gerede, es kommt nicht selten vor, dass ich meine Bastelsachen der AWO unterschiebe damit sie es nicht nochmal kaufen muss. Die haben auch ein Window-Color-Set im Wert von 30 Euro mit einem Haufen Farben von mir...
Das ist so meine persönliche Art zu spenden :-)
Zu Christian
Ja.. ich kann noch einen Beispieltext hoch laden... aber nicht mehr heute
Zu Chris
Fragt doch mal noch eure Gemeinden an... die haben bestimmt etwas Geld für Jugendarbeit zur Verfügung...
Die AWO bekommt mehr als genug Zuschüsse von den Gemeinden und den Ländern (nach deren Meinung). Es gibt ja aber noch einiges mehr das die AWO macht: Essen auf Rädern, Täter-Opfer-Ausgleich, Jugendhilfe usw.
Von Altenheim übern Kindergarten bis hin zu psychatrischen Zentren hat die AWO so ziemlich alles. Da bleibt nicht viel Geld für die normalen Ferienfreizeiten über, leider :-(
Mittlerweile sind wir bei einem astronomischen Preis für 3 Wochen auf Sylt angekommen: 840 Euro. Da kann man dann zwar noch Krankenkassenzuschuss abziehen und auch das Land zahlt ein wenig dazu, aber so viel macht das auch leider nicht aus :-(
Also ich habe einen Beispieltext hochgeladen, wobei ich jedoch einige ANgaben herauszensiert habe. Was fehlt bei dem Brief noch?
Zu Christian
falls im Brief noch eine richtige Adresse vorhanden ist, habe ich den falschen Brief hochgeladen...
Ich habe dieses 20 Briefe und 3 Mails verschickt.
Zirka von sechs habe ich bis jetzt eine Antwort erhalten.
Alle schreiben ungefähr das selbe:
"Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass uns eine Unterstützung nicht
möglich ist. Wir erhalten wöchentlich viele interessante Sponsoringanfragen
und können nicht auf jedes einzelne eingehen, weil schon viele unserer
Projekte definiert sind. Deswegen müssen auch unsere zusätzlichen
Aktivitäten sehr gut überlegt sein, da unser Sponsoringbudget schon jetzt
sehr belastet ist. So kann es vorkommen, dass wir auch mal ein
interessantes Sponsoringangebot ausschlagen müssen."
Ich werde euch später wieder infomieren, wie es herausgekommen ist.
Hat von euch sonst schon jemand Erfahrung damit gemacht?
Ja, deswegen gilt immer: persönlich auftauchen, am Besten noch mit Kids.
Hat den netten psychologischen Effekt, dass die Leute eine größere Hürde übwerwinden müssen um Nein zu sagen :-)
Briefe und Mails haben bei uns auch noch nie wirklich was gebracht, ab und zu kommt uns aber auch da unsere Bekanntheit zu Gute. Die AWO is ja in jeder Stadt zu finden und erreicht halt auch eine große Maße von Menschen.
Fragen kostet nicht. Lustig finde ich denn noch, dass eigentlich alle genau das selbe zurück schreiben.
Ich bin der Meinung, dass diese Bettelbriefe nicht mehr wirklich was bringen.
Habe bis jetzt nicht wirklich nennenswerte Erfolge gehabt. Im Gegenteil eigentlich nur mehr Aufwand und Auflagen. Und um einen Wasserball zu erschnorren ist mir die Hemmschwelle irgendwie zu hoch.
Habs mal mit einer richtigen Sponsoring Anfrage bei mehrern größeren Unternehmen versucht. Hat auch fast geklappt, jedoch durch Insolvens des Unternehemens gescheitert. *shithappens*
Naja jetzt geh ich mal wieder auf die Adresssuche für den nächsten Seriendruck ;)
Also solche Briefe haben bei uns auch nichts gebracht und in der Gemeinde in der ich wohne wurden dieses Jahr kurzfristig alle Zuschüße für Fahrten, Anschaffungen oder Juleica Aus- und Fortbildungen aus finanziellen Gründen gestrichen. Das ist natürlich richtig Mist!
Trotzdem haben wir mit Sponsoring gute Erfahrungen gemacht und werden von Bäckereien, unserer Brauerein, Lebensmittelgeschäften usw. regelmäßig unterstützt. Auch haben wir einen Computer-Elektrohandel gefunden, der uns bei unserem Jugend-Internet-Cafe unterstützt hat. Wir hatten nur einen festen Betrag und haben dafür einen PC mehr, alle PC´s etwas besser und passende Bürostühle bekommen. Die Besitzerin wollte unbedingt Alleinsponsor sein und hat uns vieles ermöglicht, was sonst nicht machbar gewesen wäre. Solche Beispiele gibt es übrigends auch, aber durch Briefe haben wir das nicht erreicht, sondern durch persönliche Gespräche....
Nadine
Ich kann euch (wie oben gesagt) auch nur nochmal ans Herz legen persönlich hinzugehen. Briefe alleine bringen nichts. Wir haben diese Briefe im Rucksack und verschicken sie genau deswegen nicht, sondern wir laufen mit denen herum *gg*
Das wichtigste bei Sponsoren ist und bleibt Vitamin B (Beziehungen). Wenn einer der Betreuer einen Onkel hat der in der Sparkasse arbeitet oder so ist man schonmal einen großen Schritt weiter.
@Chris: da wirst Du wirklich recht haben ... hab jetzt auch festellen können, dass bei persönlichen Anfragen meist mehr bei rum kommt
Guten Tag erstmal,
nun haben wir in einer Kleinstadt - 70.000 Einwohner - einen Bastelladen mit Büchern, Drachen, Jonglierbedarf, ... und wir habe alle Jugendarbeit gemacht bzw. arbeiten noch in Projekten mit. Wir wollen Jugendarbeit fördern und tun dies auch ... aber
wenn man in den Sommermonaten pro Woche 25 - 30 Anfragen bekommt - nach Geld, Preisen für ´ne Tombola auf der Schulkirmes, dem Pfarrfest, der Strassenparty, dem Kindergartenfest, ... dann hat man keine Lust mehr.
Eine Karte von einem Ferienlager haben wir noch nie bekommen - aber die Gruppe hätten wir uns gemerkt - denn nette Aktionen merkt man sich. Und im nächsten Jahr ist man schon vertraut miteinander.
Sparkassen haben dafür dicke Etats - wir geben Material hinzu wenn die Bastelmaterialien bei uns gekauft werden. Und um so mehr Gruppen fragen - manche Schule schicken alle Kinder los - dann kommen 40 - 60 Kinder an einem Tag - und man kann die Kinder nur bedauern, denn die bekommen im Prinzip nirgendwo etwas - schei... Lehrer.
Wenn dann unterstützen wir nur noch Gruppen mit denen wir zu tun haben - die auch unsere Kunden sind - dafür tun wir für diese lieber mehr. Dort wo sich ein Beziehung aufgebaut hat, der Gruppenleiter der schon mal um Rat gefragt hat bei einer Basteltechnik, der auch beim Buchkauf über seine Gruppe erzählt - den vergißt man nicht - auch wenn er wenig Umsatz macht - und dann klappts vielleicht.
Vielleicht bietet Ihr Eure Hilfe an - wir haben ja selber Erfahrung mit vielen Aktionen - aber meine Händlerkollegen selten.
Vielleicht mal anbieten bei einem Strassenfest die Kinder zu schminken - der Händler bezahlt Material & Getränke - die Betreuer / Schminker stellt Ihr --- dafür gibt´s ne Spende für die Lagerkasse.
Mancher Händler suchen Prospektverteiler
andere suchen Leute die zu bestimmten Festen im Laden mit Kindern basteln.
Bietet Eure Kompetenz an -
- Ihr könnt basteln
- Kinder belustigen
- Spielaktionen durchführen
- Strassenmalerei
- Spielfest mit Papkartons
- Bauzäune bemalen
- Laternen basteln (Halloween, St. Martin, ...)
- Stofftaschen bemalen
- Klemmentinis basteln (Wäscheklammern)
- Luftballonaktion / Wettbewerb im Auftrag einer Firma
- Spielrunden bei Betriebsfesten
- Maltische
- Kartoffeldruck
- Lesezeichen basteln
- Kerzen bemalen
Euch fallen sicher noch dutzende Dinge ein.
Wir, bzw. meine Kinder - haben vor fünf Jahren die Kinderstadt gegründet, die ist nun bei jedem Stadtfest aktiv - macht den Kids viel Spaß - und mit Gesichter schminken, Spielaktionen, ... verdienen sich die Kids (kommt alles in die Kasse) mehrere tausend Euro im Jahr - dafür gibt Fahrten
oder man schafft neue Spielgeräte an - beginnt ein neues Projekt, ....
Wenn die Kinderstadt nicht angeheuert wird - dann kostet das Schminken halt 2 Euro, das Basteln - je nach Material 1-3 Euro und die Verkehrsvereine / Werbegemneinschaften sind dankbar für Eure Aktionen.
Nach einer gelungenen Aktion hat unser Verkehrsverein schon mal 1000 DM / also 500 Euro - als Danke schön überwiesen.
Das könnt ich auch und wenn in unserer Kleinstadt mehr als 30 Anfragen im Jahr allein wegen unseres "Schminkteams" kommen ( 6-10 € Pro Stunde /Schminkteamer + Material) - da kommt schon bei zwei Aktionen mehr rein als bei 100 betelbriefen oder Ladenbesuchen - und die Geschäftsleute sind dankbar Euch als Partner zu haben.
Ganz nebenbei eine super Werbung für Euren Verein / Gruppe. Zieht Eure Vereins-T-shirts an (oder macht Euch welche mit Stoffmalfarbe) und die Zeitung ist interessiert, andere Kinder werden ganz neidisch, und manche Ältere drücken Euch noch zusätzlich ein paar Euro in die Hand - den Selbsthilfe imponiert.
Macht ein Flugblatt über Eure Angebote - ohne Preise - aber mit Kontaktadressen - manche Anfrage kommt sofort - andere sprechen Euch erst in zwei Jahren an - aber in fast jeder Firma wird Euer Flugblatt aufgehoben.
Schon kurzfristig ein Erfolg (vielleicht nicht mehr bis zu diesem Sommer)
aber innerhalnb der nächsten 2-3 Jahre eine Erfolgsstory
Gruß aus Rheine an der Ems
Jürgen
Ich kann nur meinen Vorredner unterstützen. Bleibt eurem Spendern positiv in Erinnerung. Eine Dankeschönkarte, ein Bild der Spende im Einsatz, Einladung zu eigenen Veranstaltungen. Unser Holzlieferant auf dem Abenteuerspielplatz ist zu unserem Tag der offenen Tür eingeladen. Wenn er kommt, bekommt er Essen und Trinken umsonst.
Oft ist auch billig nicht besser. Vor Ort kaufen bei den einheimischen Händlern, kurz ein paar persönliche Worte und schon kosten die Nägel nur noch die Hälfte und sind damit billiger als vorher, als sie teurer waren als bei den Großen anonymen Kaufhäusern. Und ich kann dann verstehen, wenn die Händler vor Ort wie Jürgen K. Niehus keine Lust mehr haben die Leute zu unterstützen, die dann nicht mal bei einem einkaufen. Und unter Freunden lässt sich doch oft etwas machen.
Hier auch ein positiver Erfolgsbericht (und versteckter Hinweis) eines Spenden E-Mails bzw. eines persönlichen Kontakts. Vor zwei Jahren brauchten wir Bohrerhülsen und haben bei der Firma Würth in Künzelsau angefragt. Hilfsbereit hat die zuständige Frau versucht, diese Plastikdosen aufzutreiben, da sie diese aber mit den Bohrern komplett geliefert bekommen, war da nichts zu machen. Sie meinte aber, wenn wir mit unserem Abenteuerspielplatz etwas bräuchten, dürften wir uns gerne wieder an sie wenden.
Nun brauchen wir einen Akkubohrer. Natürlich haben wir angefragt, aber es kam das übliche - wir haben zuviel Anfragen und wir müssen uns aufs wesentliche konzentrieren. Zwei Wochen später kommt nun ein kurzes E-Mail : Gerne stellen wir ihnen einen Akkubohrer zur Verfügung. Wohin sollen wir sie schicken.
Jubel
Diese Firma bekommt ein Dankesschreiben, ein odwer mehrere Bilder mit dem Schrauber im Einstz und ein Weihnachtsdankeschön. Wenn sie es wünschen,nehmen wir sie auch auf unserer Internetseite als Sponsor auf - denn wir wollen positiv im Gedächtniss bleiben. (siehe auch Artikel Spenden /Bettelbriefe)
Nun ist er da, ein Super bohrer und nicht mal eine Spendenbescheinigung etc wollen sie.
Die Idee von Jürgen, ein Kinder- bzw. Jugendlicheneinsatzteam zu gründenfinde ich super. Dafällt mir eine Idee aus Freiburg ein. Da haben sie einen Pizzaofen auf einen fahrbaren Untersatz gebaut, Den dürfen die Jugendlichen ausleighen und gegen einen Anteil des Gewinns auf Festen Pizza backen. ich schau mal, ob ich die Bauanleitung bekomme.
Gerne darfst du auf diese Seite verlinken.
Zur Verlinkung aus Beiträgen im Grik verwende den folgenden Code: [AL]1176[/AL] (weitere Informationen zu diesem Code und weitere Codes findest du in Youth and me vom 15.05.07 ab Seite 9). Für die Verlinkung von externen Seite benutze bitte die folgende Url: http://www.grik.de/a1176-Spenden-Bettelbriefe.html

















