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Diskussionsplatz - pädagogische Fragen - "spezielle" Kinder

Kind verschwindet während einer Nachtwanderung

von rolimo (18.01.05 16:07:33)

Ich habe hier eingie Bespiele von Ereignissen, die sich in einem Lager, einer Gruppenstunde oder so abspielen könnten.
Mich würde interessieren, was du tun würdest. Wie du in dieser Situation reagieren würdest. Wenn du auch ein solches Situationsbeispiel hast, kannst du das selbstverständlich auch hinschreiben. (Bitte wählt pro Kommentar und neuer Eintrag höchstens einen GW von 0.1!)
(Das Beispiel und die Namen sind frei erfunden.)

5. Ihr macht eine Nachtwanderung mit euren Kids (ohne Taschenlampen, aber auch ohne "Gruseleffekte"). Als ihr zum Schluß wieder an den Lagerplatz kommt, fehlt euch auf, dass ein Teilnehmer fehlt. Die anderen Kinder erzählen, dass er nur kurz austreten musste (die Blase war zu voll).
Was jetzt?


(von Christian Mehler)
Kommentar von mehlersoft (18.01.05 20:37:11)

Okay, um meinen Text jetztmal selbst zu beantworten, bzw. was ich mir dabei überlegt habe:
Zuerst würde ich fragen, wo das ungefähr war. Dann würde ich zuerst den entsprechenden Weg mit einem weiteren Betreuer nochmal ablaufen und dabei laut rufen. Dann möglichst schnell die Polizei sowie den Förster informieren.

Aber ich bin mir total unsicher, ob das so richtig ist und ob man nicht was anders machen muss?
Kommentar von Gerard (19.01.05 08:36:19)

Für den Fall, dass ein Kind von der Gruppe abgetrennt wird, sagen wir unseren Kindern sie müssen an der Stelle stehen bleiben wo sie sich verloren haben. Hier sollen sie sich bemerkbar machen (Hilfe rufen, Hallo, hier ist ..., hört mich jemand?). Die Kinder sollen auf keinen Fall versuchen selbst ihren Weg zum Lager zu finden. Die Gruppenleiter laufen den Weg nochmal ab und suchen das vermisste Kind. Falls dieses auch durch die Gegend läuft erschwert dies nur die Suche da höchswahrscheinlich jeder an dem anderen vorbeiläuft. Falls diese erste Suche erfolglos bleibt müsste natürlich die Polizei eingeschaltet werden. Glücklicherweise hatten wir noch nie einen solchen Fall.
Kommentar von suserlmaus (19.01.05 10:10:07)

Prinzipiell, sagen wir unseren Kids immer, dass sie uns bescheid sagen sollen, wenn sie mal ganz kurz ihre Blase entleeren müssen - Prävention ist die Mutter der Porzellankiste.
Bei kleineren Kindern haben wir es auch schon so gemacht, dass alle an einem langen Tau sich festhalten, und der Hintermann/frau jeweils sich für den Vorderman/frau verantwortlich ist, und auf ihn achten soll.
Erster und letzter ist natürlich ein GL.
Falls doch jemand unauffindbar wird, würde ich wie oben vorgehen.
Kommentar von Tobias (19.01.05 10:58:07)

Bei uns ist es schon immer so das ein Betreuer immer ganz vorne läuft und ein andere immer ganz am Ende, und kein Teilnehemer vor dem Ersten und keiner nach dem Letzten läuft. Die anderen Betreuer laufen in der Mitte, so ist es uns bis jetzt immer gelungen alle Kinder im Blick eines Betreuers zu haben. Ratsam ist es auch während einer längeren Nachtwanderung die Kinder des öfteren durchzuzählen, dadurch wird das Fehelen eines Teilnehmers schneller festgestellt.
Kommentar von Niklas21 (19.01.05 12:17:04)

Wir sagen unsren Kindern immer das sie sich bei einem Betreuer oder Helfer melden sollen wenn sie mal müssen. Wenn ein Kind früher gehen muß dann soll es das gleich zu Anfang der Gruppenstunde sagen und sich dann auch noch zusätzlich abmelden. Außerdem ist immer mindestens ein Betreuer oder Helfer mit bei einer Gruppe so sind sie nie allein, und es kann auch kein Kind verschwinden.
Wir zählen auch immer am Anfang und Ende des Spiels wie viele Kinder da sind.
Sollte doch ein Kind fehlen würde ich auch wie oben vorgehen.
Kommentar von rolimo (19.01.05 17:22:58)

Man kann sich auch mal ins Kind versetzten; was tut ein Kind, wenn es alleine im dunkeln Wald ist?
-Weinen?
-Schreien?
-Läuft es den Weg zurück, auf welchem es schon gekommen ist?

Ich wäre sicher mehr oder weniger in Panik ausgebrochen und ich denke, dass würden noch viele tun. Was macht ein Kind in Panik?
Kommentar von Unbekannt (20.01.05 23:42:40)
Unbekannt
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Ich würde fast sagen, dass ein Kind mit Angst oder Panik sich wahrscheinlich nicht von dem Fleck wegbewegen wird, wo es verloren ging.

Auf jeden Fall muss man VOR der Nachtwanderung solche Fälle besprochen haben.

Eine weiter meinung ist auch:
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich aber auch sagen, dass es nicht viele Kinder gibt, die einfach so von der Gruppe weggehen, um zu Pinkeln.
Kinder, die nicht vorraussehen, dass die Gruppe schon längst über alle Berge ist, bis dass sie fertig sind, sind im Allgemeinen noch so jung, dass sie auch nicht allein im Dunkeln pinkeln gehen.
Ältere Kinder, die das eher tun würden, würde auch eher schon einsehen, dass sie damit von der Gruppe abgehängt werden.
Kommentar von rolimo (05.02.05 19:30:16)

Was macht man im allgemienen, wenn ein Kind verschwindet?

Heute waren ich mit meiner Schar nämlich schlitteln. Wir sind heute ausnahmsweise bei diesem Scharanlass nur 4 Leiter gewesen. Für das befahren der ganzen Bahn (inkl. Sesselbahn) braucht man zirka eine Stunde. 45 Minuten bevor der Bus uns zum nächsten Bahnhof bringt, fällt uns Leier auf, dass ein Junge fehlt!!! Hilfe!!! Wo ist der? Die 45 Minuten waren um und der Knabe -er ist eher ein Einzelgänger- war immer noch nicht dort. Zwei leiter blieben zurück und mahcten sich auf die Suche nach ihm, die anderen zwei -darunter ich- fuhren mit den restlichen Kindern nach Hause...
Glücklicher Weise haben sie ihn gefunden. Ich weiss aber noch nicht wo...
Wir als Leiter sind in Stress geraten und ich muss sagen: " Es ist extrem mühesam, wenn man zu zweit eine Schar bestehend aus sehr lauten Kindern in einem Zug nach Hause bringen muss"
Was hättet ihr gemacht?

(Ist der Text verständlich? Ich bin erst vor kurzen von dem Schlittelausflug nach Hause gekommen und habe dies hier geschrieben, um mich etwas zu beruhigen... *g* )
Kommentar von Unbekannt (05.02.05 20:18:50)
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Ich hätte genau dasselbe getan.
Wir hatten eine ähnliche Situation in Oberstdorf. Doch der Junge kam Gott sei Dank mit einem Polizeiauto an den Busparkplatz. Dank Handy konnten wir gleich die zwei Leiter die in ganz Oberstdorf herumgerannt sind zurückrufen und wir kamen sogar noch pünktlich weg. Das war das erste Mal, dass wir einen Zeitpuffer von 30 Minuten eingeplant hatten und seit dem ist der Pfuffer bei allen Ausflügen in denen die Kinder alleine laufen dürfen Pflicht bei uns *gg*

Dazu muss man sagen das die Kinder in Gruppen gelaufen sind und der Junge einfach an einem Laden stehen geblieben ist und keiner der Gruppe hats gemerkt und so sind die anderen Kinder weitergelaufen und der Kleine stand alleine da.

Wenn ich als Teamer dabei bin dann zähle ich alle 20 Minuten durch. Das geht natürlich nur bis zu einer gewissen Gruppengröße (15 Kids sind schon zu viel).

Ansonsten gilt bei uns: 1 Betreuer ganz vorne und einer ganz Hinten. Vor dem ersten und hinter dem letzten Betreuer darf niemand laufen. So hat man einen relativ guten Überblick auch bei größeren Gruppen.
Kommentar von rolimo (11.02.05 22:19:36)

Was macht ihr als "Vorbeugung"?
Informiert ihr die Kinder, was sie tun müssen, wenn sie (allgemein) verloren gehen? Gebt ihr ihnen am Anfang jedes Ausfluges ein Zettel mit deiner Handynummer? oder was macht ihr?
Kommentar von Locke (12.02.05 02:42:49)

Als Vorbeugung eigendlich nichts, wir passen nur gut auf, also einer läuft vorne 1-2 in der Mitte einer hinten, vor dem Ersten sowie hinter dem Letzten läuft niemand!
Kommentar von thoeft (05.10.06 11:06:55)

Also ich kann mich an eine Situation erinnern, an der ich selber als Teilnehmer beteidigt war. Also wir sind an einem Freitagnachmittag (nach Schulschluss) zur Neuerburg (Jugendburg der KSJ) aufgebrochen. nach dem Abendessen stand ein Nachtpostenlauf auf dem Programm. Nach der zweiten Station wurd euns gesagt, dass wir nur immer weiter geradeaus gehen sollten. Doch auf einmal war da eine eingezeunte Weide und es ging nur link rauf oder rechts runter. Auf den Gedanken, dass wir über die gesamte Weide laufen mussten (da war ja ein Zaun) kam keiner. Also sind wir herunter gelaufen und haben uns in einem fremden Ort total verlaufen. Wir waren außerhalb der Ortschaft also am Ortseingang am Sportplatz. Da wir echt nicht mehr weiter wussten, liefen wir die Bundesstraße (an welcher der Sportplatz lag) entlang, bis wir den Hinweis sahen (Neuerburg gerade aus). Nun viel mir ein, dass ich Mittags die Handynummer von einem Lehrer bekommen hatte, der die Tour begleitete. Diesen riefen wir an und der schickte uns einen Leiter mit dem Bulli. Aber als der Bulli kam, durften wir nicht einsteigen. Wir bekamen den Weg erklärt und der Leiter war wieder weg. Nun standen wir wieder im Dunkelen. Nach etwa einer 3/4 Stunde haben wir dann den Weg zur Burg aleine gefunden und waren heil froh wieder angekommen zu sein.



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