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Diskussionsplatz - pädagogische Fragen - "spezielle" Kinder

Verschwundenes Handy

von rolimo (10.01.05 17:52:24)

Ich habe hier eingie Bespiele von Ereignissen, die sich in einem Lager, einer Gruppenstunde oder so abspielen könnten.
Mich würde interessieren, was du tun würdest. Wie du in dieser Situation reagieren würdest. Wenn du auch ein solches Situationsbeispiel hast, kannst du das selbstverständlich auch hinschreiben. (Bitte wählt pro Kommentar und neuer eintrag höchstens einen GW von 0.1!)

3. Ihr macht ein Hauslager. Ein Leiter erklärt an einem Höck (Sitzung (Wie sagt ihr dem?) ), dass sein Handy, welches er während dem Programm auf seinem Bett liegen gelassen hat, verschwunden ist. Wahrscheinlich sei ein Teilnehmer während dem Programm in das Leitungszimmer gegangen, und es mitgehen lassen...
Kommentar von Tobias (10.01.05 18:26:50)

Ich wäre etwas vorsichtig mit zu schnellen Vorurteieln. Oft ist man in einem Lager im Streß und man legt es aus versehen wo anders hin. Ich denke man sollte es evtl. einmal anrufen und wenn man es dan nicht findet einfach mal die Teilnehmer fragen ob sie es gesehen haben. Wenn es dann immer noch nicht auftaucht kann man auch eine Belohnung z. B. eine Flasche Limo auschreiebn. Bis jetzt ist bei uns immer alles wieder aufgetaucht, besonders die Dinge von Leitern waren meistens schnell wieder da.

Gruß´
Tobias
Kommentar von mehlersoft (10.01.05 18:32:58)

Ich stimme da auch eher Tobias zu, wenn ich daran denke, wie ich letzten Sommer meine Digitalkamera gesucht habe (die sich übrigens in meinem Schlafsack "versteckt"). Normalerweise lassen sich auch solche "Diebstähle" zwischen Kindern ganz harmlos durch einiges Miteinander-Reden aufklären.

(Ein "Höck" heißt bei uns "Lagerkreis")
Kommentar von Gerard (11.01.05 09:13:03)

Ich würde die Angelegenheit ebenfalls so wie Tobias angehen. Eine indirekte Anschuldigung wie sie Roland in der Problemstellung erwähnt kann das Vertrauensverhältniss zwischen Leitern und Teilnehmern arg gefährden. Die Folgen hiervon sind nicht abzusehen.
Kommentar von rolimo (11.01.05 22:35:18)

Zu Tobias' Antwort:
Bis jetzt ist bei uns immer alles wieder aufgetaucht, besonders die Dinge von Leitern waren meistens schnell wieder da.

Ich denke, dass ein Kind, wenn es einem Leiter etwas weggenommen hat, viel mehr Mut aufbringen muss, dies auch zuzugeben, nicht?

zu allen
In einem Lager hat man Stress und verlegt schnell seine eigenen Sachen. Aber führen wir die Geschichte etwas weiter:

3. Ihr macht ein Hauslager. Ein Leiter erklärt an einem Höck (Sitzung (Wie sagt ihr dem?) ), dass sein Handy, welches er während dem Programm auf seinem Bett liegen gelassen hat, verschwunden ist. Wahrscheinlich sei ein Teilnehmer während dem Programm in das Leitungszimmer gegangen, und es mitgehen lassen...
Der Leiter ist 100% sicher, dass er es aus sein Bet gelegt hat. Nachdem ihr das ganze Leiterzimmer durchkämmt habt und aufs Handy angerufen habt, was erfolglos war, informiert ihr die Kinder. Niemand gibt etwas zu.

(ich möchte daruaf hinaus, dass ein Kind es wirklich genommen hat und dies nicht zugeben will...
Kommentar von Locke (11.01.05 22:51:55)

Ich denke das´es Kindern sehr schwer fällt so etwas zuzugeben, zum einen wegen der angst vor einer Strafe, zum anderen dies vor der gesamten Gruppe zuzugeben.

Wenn bei uns mal etwas verschwunden ist haben wir gesagt das wenn es wieder auftaucht es keine Strafen geben wird. Meist hat das verschwundene Objekt plötzlich irgendwo rumgelegen und wurde "wiedergefunden"
Kommentar von Gerard (12.01.05 08:23:35)

Vorausgesetz es ist wirklich sicher, dass eines der Kinder das Handy genommen hat, ist die Vorgehensweise von Thomas sicherlich geeignet um diplomatisch zum gewünschten Ziel zu gelangen (sprich das Handy zurück zu bekommen).
Ein "verschwundenes" Handy ist jedoch kein Kavaliersdelikt. Zusätzlich würde ich deshalb allen Kindern unmissverständlich klarmachen, dass die "Straffreiheit" eine einmalige Sache ist und der Nächste mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen hat.
Kommentar von rolimo (15.01.05 20:43:49)

Euch ist vielleicht aufgefallen, dass ich mit diesem Beispiel auf etwas hinaus wollte.
Bei uns verschwand ein Handy aus dem Leiterzimmer. Nach dem Zimmer-Durchsuchen, Kinder-Fragen (Wenn es jemand von euch genommen hat, dann legt es bitte wieder zurück... Wir wollen nicht wissen, wer es war aber gebt es zurück...), Darauf-Anrufen,... suchten einige Leiter in den Kinderzimmern nach diesem Telefon. Es wurde bei den Sachen einer Person gefunden, welcher wir es am wenigsten zutrauten. Was nun? Einzel-Gespräch mit allen Zimmerbewohner (vielleicht hat es ein anderer bei einer anderen Person versteckt...) Jedoch gab es diese Person zu, bei der es gefunden wurde... sie habe den Mut nicht gehabt es wieder zurück zu legen...
Nach einer kleinen internen Bestrafung war die Sache für uns erledigt.

Wie hättet ihr reagiert?

@Christian
Darf ich das so schreiben, wegen Datenschutz und so?
Kommentar von mehlersoft (16.01.05 11:46:27)

Jepp, werden weder Namen noch Zeltlager noch Ort, etc. genannt, hallte das für möglich. Allgemein gilt: Eher Fantasienamen einsetzen, dann ließt es sich meist anschaulicher und ist trotzdem okay. (Also Fanatsienamen bedeuten jetzt nicht, dass das erste Kind Sternschnuppe hießt und das nächste Feenstaub :-))

Darf man Fragen, im Anbetracht der "Tat", welche Bestrafung Ihr gewählt habt?
Kommentar von rolimo (16.01.05 15:21:27)

Es ist schon eine längere Zeit her... Ich glaube Sternschnuppe :-), musste einen Tag lang in der Küche helfen und seinen Eltern selber von seiner "Tat" erzählen. Die Eltern wollten ihn nach Hause holen, was unsere Leiter jedoch nicht für richtig hielten. Nur schon das schlecht Gewissen, dem er die ganze Zeit ausgesetzt war, ist aj schon fast Strafe genug.
Kommentar von Unbekannt (31.01.05 22:56:52)
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Also ich hätte ehrlich gesagt mein Handy aufgegeben.

1.) bei einem Spiel (nehme ich mal an) das eine Durchsuchung meines Zimmers beinhaltet hätte, wäre mir klar gewesen das soetwas passieren könnte und hätte ich mein Handy nicht weggetan wäre eine klare Teilschuld bei mir gelegen :-(

2.) gefragt hätte ich die Kids auch. Evtl sogar die aktion mit dem "Leiter hören beim Klingeln in Zimmer" wäre okay für mich gewesen.

3.) anschuldigungen hätte ich nicht verteilt evtl eine Belohnung

Wenn sich dann nichts tut, gilt da immer der heilige Grundsatz: im zeifel für den angeklagten. So schmerzlich es auch ist.

eine Bestrafung hätte sogar unter Umständen vermieden, wenn der Junge behauptet hätte er habe es gefunden. Was willst du da als Teamer machen? Ich meine wenn er nichts zugibt dann kann ich ihn nicht auf grund von vermutungen bestrafen.
Wobei dem wahrscheinlich auch nach einem ernsten Gespräch mit mir, sein Hintern auf Grundeis gegangen wäre, hätte ich Beweise gehabt das er er geklaut hätte.



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