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Diskussionsplatz - organisatorische Fragen

Handy, Natel, Mobil-Telefon und CO

von rolimo (09.01.05 15:58:25)

Uns ist in den letzten Lagern aufgefallen, dass während den Programmpausen einige Kinder sich immer absondern und mit ihrem Handy Kollegen und Kolleginnen SMS-len oder telefonieren, während dessen hängen jene, die kein solches Telefon haben herum und wissen nicht, was tun.

Um dies zu verhindern haben wir im letzten Lager allen Teilnehmer (TN's) verboten ein Handy mitzunehmen. Die Leiter hatten ihr Handy für den Notfall dabei und mussten jedoch dafür schauen, dass die TN's so wenig wie möglich ein solches Leitertelefon zu sehen bekamen.

Ich fand es sehr erstaundlich. Als wir diese Regel an der Infoveranstaltung unseres Sommerlager sagten, sagte weder die TN's noch deren Eltern etwas.
Wenn jemand während dem Lager nach Hausetelefonieren wollte, musst er zur nächsten Telefonkabine gehen.

Wir fanden das Lager mit dieser Neuerung sehr gelungen und ich rate allen an dies auch mal zu versuchen. (Die Handy-Rechnung wird euch dankbarsein! :-) )

Wir machen ein Lager für Kinder von zirka 8-13 Jahren und bei diesen funktioniert es sicher gut, jedoch würde ich es z.B. in einem Firmlager nicht machen.

Wie seht ihr das? Was habt ihr für Handy-Regeln?
Kommentar von Tobias (10.01.05 17:12:10)

Ich habe schon eine ganze Menge Lager geleitet und bei uns war grundsätzlich für alle Teilnehmer (9-16) Handyverbot, nur die Leiter hatten immer eins dabei für Notfälle. Ich finde es auch besonders bei kleinen Wanderungen wichtig das der begleitende Leiter ein Handy dabei haben um Notfalls Hilfe zu holen oder auch im Lager anrufen zu können wenn sich eine Gruppe mal verläuft oder länger braucht um zurückzukommen.

Gruß Tobias
Kommentar von Kleistermonster (13.01.05 20:09:11)

Also ich war in den letzten Jahren meist mit Jugendlichen zwischen 15 und 19 unterwegs und die lassen es sich nicht mehr verbieten, kein Handy mitzunehmen. Auf der Packliste haben wir dennoch stehen, dass sie keine Handy mitnehmen sollen und auch auf dem Elternabend raten wir grundsätzlich davon ab. Ein Versicherungsschutz besteht auf jeden Fall nicht und das sollen die Teilnehmer vor allem in südlichen Länder beachten, in dennen wir meist in Zelten untergebracht sind.

Für den Notfall haben alle Eltern eine Telefonnummer des Leiters, die sie jeden Abend für zwei Stunden erreichen können, denn dann ist man auch nicht ständig auf das Handy angewiesen. Bei Ausflügen haben wir jedoch vor zwei Jahren eingeführt, dass alle Teamer ihr Handy dabei hatten und wir haben vor den Ausflügen Karten mit allen Nummern an die Teilnehmer verteilt, damit diese im Notfall jemanden erreichen können. Das hat sich bewährt, denn vor allem in größeren Städten verlaufen sich die Teilnehmer leicht und können dann anrufen und das ist für alle Beteiligten eine entspanntere Atmosphäre.

Nadine
Kommentar von Niklas21 (19.01.05 12:41:58)

Bei uns gilt auf Lager Handyverbot. Es gibt ein paar Handys die als Notfallhandys da sind.
Denn das Problem ist wenn alle ein Handy mithaben kann mal eins wegkommen und dann ist das Geschrei groß und die vertächtigungen da, oder sie spielen nur mit ihren Handys rum und haben kein interesse mehr am Programm.
Bisher hat das gut funktioniert und ich denke das wird es auch weiterhin.
Kommentar von natus86 (23.01.05 22:01:46)

bei unserem 2 wöchigen zeltlager von 9-17 jahren gibt es zwar kein handyverbot, allerdings haben die Teilnehmer keinen Zugang zu Steckdosen(oder manchmal haben wir im Lager überhaupt keinen Strom, Kühlschränke stehen dann auf einem Bauerhof ein Stück entfernt). Wenn sie dann zu viel am Spielen sind, sind die Handys dann einfach leer.
Kommentar von Unbekannt (02.02.05 19:16:55)
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Bei uns gab es das Problem nicht so sehr unter dem Tag sondern Abends wenns Zeit fürs Bettchen war.
Da gab es dann die Jungs (natürlich wieder meine Primärgruppe, wie immer *gg*) die meinten sie müssten dann Nachts SMS an alle Kumpels schicken und sich untereinander anrufen. 2 Meter Luftlinie zum Freund der gegenüber im Bett liegt und was machen die klugen Köpfchen? Klar, sie rufen an *gg*

Wir haben das ziemlich schnell gemerkt und seit dem ist Schluss mit Handys. Wir verbieten auch das Mitnehmen von Handys. Aber auf Freizeit drücken wir ein Auge zu sollte dann doch eines auftauchen. Wir dulden es dann solange es uns, das Programm oder die Gruppe nicht stört. Sehen wir uns gezwungen einzugreifen, verwahren wir das Handy in einem Betreuerzimmer und geben es auf der Rückfahrt wieder aus.

Seit der Regelung haben wir kein Problem mehr damit.
Kommentar von Marv76 (18.03.05 09:38:03)

Bei uns auf dem Sommerzeltlager gibt es für die Teilnehmer (9-16) ein Handyverbot. Die Leiter haben meistens ihre Handys dabei, sei es als Kontaktmöglichkeit für die Eltern (eine Nummer und Sprechzeiten werden vorher bekannt gegeben) oder für Notfälle. Wir achten allerdings darauf, dass die Leiter nicht fröhlich telefonierend über den Zeltplatz laufen (zumindest, wenn es sich um Privatgespräche handelt und bei "dienstlichen" Gesprächen, z.B. mit Eltern, will man normalerweise eh etwas Ruhe haben).
Meiner Meinung ist man durch ein offizielles Handyverbot rechtlich auf der sicheren Seite, falls mit irgendwelchen Handys etwas passieren sollte (Verlust oder Beschädigung).

Noch ein kleiner Tipp: Fahrt einfach irgendwo hin, wo es kein flächendeckendes Netz oder keinen Strom gibt (zweiteres ist bei uns eh immer der Fall) und das Handyproblem löst sich ziemlich schnell von alleine ;-). Besonders gut funktioniert das Ganze, wenn man ein anständiges Netz nur mitten auf dem Platz hat - und welches Kind stellt sich schon freiwillig zum Telefonieren direkt vor die Lagerküche?
Kommentar von schultzeand (18.03.05 13:53:02)

Wir veranstalten Sommerlager für Kinder von 9-15 Jahren. bei uns ist das Handy auch nicht erlaubt. Wir sammeln sie am Anfang der Freizeit ein, weil die Kinder sonst zu viel damit angeben, spielen und telefonieren. Münztelefone im Haus werden auch abgebaut, weil die Kinder Heimweh bekommen wenn sie jederzeit mit ihren Eltern telefonieren können.
Die Leiter haben die Handys in der Regel auf den Zimmern und nur bei Geländespielen usw. dabei.
Die Kinder haben TV PC und Telefonkonsum schnell vergessen wenn sie nicht andauernd daran erinnert werden und das Spieleprogramm am Anfang schon interessant und nicht langweilig ist. Zugegeben gegen Computerspiele und TV ist es in letzter Zeit zunehmend schwerer geworden atequaten Ersatz zu bieten. Dabei werden unsere Spiele immer professioneller und aufwändiger.
Kommentar von Kraftweaklugge (18.03.05 14:57:47)

Bei unseren Ausflügen mit den Kindern (ab 11 Jahre) gibt es eigentlich auch immer die Regelung, dass Handies zuhause bleiben müssen! Sonst werden sie halt konfisziert! Zumindest rein theoretisch! Das Problem ist nur, dass unsere Kids scheinbar schon dermaßen Handyabhängig sind, dass sie trotzdem ein Handy mitnehmen! Super Sache, echt! Und wenn wir da alle konfiszieren haben wir nichts anderes mehr zu tun, als Handies nachzulaufen! Nicht so toll diese Lösung...
Kommentar von natus86 (18.03.05 16:24:13)

Nunja, da hilft es vielleicht zu sagen, dass wenn sie Handys mitnehmen, sie dann weniger Zeit am Ausflugsziel oder bei irgendetwas, wo sie Spass dran haben, haben.
Kommentar von Unbekannt (18.03.05 16:33:07)
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Das beste Mittel gegen Handys ist das Programm. Wenn das Problem wirklich nervig wird, dann macht zwei Tage Power-programm. Also non-stop.
Viel Arbeit, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kids nach einer Weile das Handy links liegen lassen.
Ich habe noch nie so ein extremes (und sehr stressiges für Betreuer) Non-Stop Programm wegen Handys abgezogen, aber ich beobachte dieses "Gutes Programm lässt Handys verblassen"-Phänomen bei unseren Freizeiten sehr oft.
Kommentar von rolimo (18.03.05 18:14:41)

Wie geht ihr mit MP3-Player, Discman und ähnlichem um?

Dürfen die Kinder bei euch solche musikalishce Geräte mitnehmen? Zieht ihr die zum Schutze des Eigentums auch ein?
Kommentar von Tobias (19.03.05 12:11:33)

Wir haben Musikabspielgeräte bis jetzt immer erlaubt. Besonders auf Busfahrten hat sich das schon oft ausgezahlt, da die Kinder nicht so nervig sind. Man sollte bloß darauf achten, dass Kinder es nicht übertreiben, da sie sich sonst schnell ausgrenzen, aber oft reicht dann ein Kind darauf hinzuweisen. Wir finden es wichtig dass die Kinder aber bei Spielen und Ausflügen ohne Geräte unterwegs sind, um auch die Kommunikation zwischen den Kindern zu fördern.
Kommentar von Marv76 (20.03.05 11:26:07)

Bei uns sind Discman u.ä. verboten. Zum einen wäre das Geschrei sicher groß, wenn da was verloren oder kaputt geht, was gerade bei einem Zeltlager schnell geschehen kann.
Außerdem schadet es den Kindern bestimmt nicht, wenn sie merken, dass sie eine Woche auch ohne jegliches elektronisches "Spielzeug" (Handy, Discman, Gameboy, ...) auskommen und sich stattdessen mit anderen beschäftigen.
Kommentar von schultzeand (20.03.05 16:25:08)

Musik ist was tolles. das gehört irgendwie dazu. es muss aber in Maßen sein. viele Kinder brauchen mittags mal ihre Zeit für sich und lesen ein Buch oder hören walkman. das ist nicht schlimm. Computerboxen haben bei uns auch viele dabei. aber alles was größer / lauter ist stört die anderen und überlagert sich mit der Musik die wir über unsere Discoboxen abspielen. bei uns ist immer was los. dafür haben wir aber auch Tage mit Ruhezeiten (Siesta) bei denen keine Musik und lautes Geschrei geduldet wird.
Kommentar von Unbekannt (20.03.05 19:16:06)
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Bei uns fallen alle elektrischen Geräte unter unsere Handyregel (siehe oben). Allerdings nehmen wir Gameboy & Co schneller weg falls es störend wird als Handy's oder Walkmans.

Wir hatten bisher noch nie wirklich Probleme mit Discmans (und ehrlich gesagt würde ich auf einer Freizeit ohne meinen Discman oder MP3-Player selbst sterben, und kann ich die Regel nicht halten müssen auch die Kinder es nicht!).
Kommentar von albert (13.05.05 23:32:05)

Grundsätzlich dürfte man davon ausgehen, dass die Kinder das Lager oder die Freizeiten auch ohne Handy, GameBoys usw. überleben.
Wir empfehlen den Eltern, dass sie den Kindern keine "Spielzeuge" mitgeben, da wir schliesslich ein Programm anbieten.
Ansonsten kann man ja tagsüber gewisse Kommunikations- und Gamezeiten einrichten und zb. den Handy-Frei-Tag einführen.
Bei allem gilt jedenfalls: Die Leiter sind Vorbild in ihrem Verhalten!
Kommentar von Firewolf (21.06.05 12:57:14)

Ich finde dass Mobiltelefone in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit geworden sind. Daher würde ich meinen Teilnehmern nie verbieten ein solches Gerät mitzunehmen. Wir führen lediglich in der Anmeldung auf dass eine Mitnahme auf eigene Gefahr erfolgt!

Während den Gruppenstunden und Ausbildungsabenden versuchen wir allerdings den Gebrauch von Handys so weit wie möglich einzuschränken. Ein Verbot war dazu noch nie notwendig, die Gruppe selbst hat die Regel aufgestellt die Geräte auf einem separaten Tisch abzulegen und i.d.R. lautlos zu schalten.

Deshalb denke ich auch dass es im Zeltlager keine Probleme damit geben dürfte. Ich selbst muss während der Woche immer ein Handy dabeihaben, da wir Ausrüstung und ein Fahrzeug der Feuerwehr dabei haben und ich also für den Leiter der Wehr erreichbar (und bei Bedarf auch für die Eltern etc.) sein muss.

Und z.B. einem / einer verliebten 17jährigen zu verbieten wenigstens abends mit "dem Schatzi" zu telefonieren wäre wohl die schlimmste Strafe für unsere Teilnehmer!
Kommentar von DLRGTOBY (07.02.07 17:19:19)

Wir haben Teilnehmer von 6 - 14 Jahre und ich finde es nicht gut wenn die Handys dabei sind. Es geht auch ohne die 14 Tage.
Kommentar von araisch (10.02.07 11:05:31)

Wir haben es so geregelt, dass die Teilnehmer (13-16) in den Zelten ein Handy haben dürfen. Sollte das Handy allerdings während des Programms, mitten auf dem Zeltplatz oder beim Laden gesehen werden, wird es in eingezogen.
Wir empfehlen den Teilis allerdings die Handys am Anfang abzugeben. Sie werden dann in Wertboxen im Büro gelagert und können tagsüber jederzeit für ein Gespräch abgeholt werden.
Da sie in den 14 Tage nicht aufgeladen werden dürfen (können), benutzen die TN die Handys wirklich sehr sparsam. Die meisten geben das Handy freiwillig (oder auch weniger freiwillig) bei der Anmeldung ab :) Das hat den großen Vorteil, dass sie bei Heimweh nicht die Eltern anrufen können und diese direkt ohne Rücksprache zur Hilfe eilen (hatten wir schon!). Und wenn die erstmal da sind, nehmen sie das arme Kindchen natürlich gleich mit nach Hause.
Kommentar von Unbekannt (12.02.07 23:50:43)
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Unsere Fahrten/Lager haben den Sinn den Kindern und Jugendlichen nahezubringen, dass sie auch ohne den gewohnten technischen Schnickschnack auskommen können. Wer unbedingt mal telefonieren muss kann dafür ein Leiterhandy (nur für Notfälle, gilt für alle Seiten!) benutzen. Das fragen müssen erhöht auch die Hemmschwelle. Wird außerdem äußerst selten genutzt. Ein Weiterer Punkt ist, dass die Teilnehmer das Gruppenleben erleben sollen und auch wollen. Hier stören "Ein-Mann-Discos", und zwar jeden. Wenn wir Musik wollen, was auf jeden Fall auch äußerst wichtig ist und auf jeden Fall dazu gehört, dann machen wir sie selber. Das macht riesen Spass. Wenn die Kinder Zeit für sich selbst haben, können sie ein Buch lesen oder sich mit ihrer Umgebung beschäftigen. Man muss sie nicht mit der Nase drauf stossen, was die Natur für Möglichkeiten bietet.
Zugegeben, das funktioniert nur bei festen Gruppen und wenn die Teilnehmer wissen, dass sie sich nicht langweilen werden. Längere Lager führen wir sowieso nicht durch, meist sind wir auf Fahrt und bleiben nur maximal wenige Tage an einem Ort an dem es uns gefällt.
Kommentar von peppi68 (16.02.07 08:49:48)

Ich führe seit Jahren ein dreiwöchoges Zeltlager an der Ostsee für 130 Kids im Alter von 7 bis 15 Jahren durch. Auch wir haben Handyverbot. Dies haben wir aus zweierlei Gründen:
Zum Einen ist es tatsächlich so, dass wesentlich mehr Gruppendynamik entsteht wenn die Kids sich miteinander beschäftigen müssen, und nicht ständig aufs Handy "ausweichen" können.
Der viel gravierendere Grund jedoch ist die Tatsache, dass ein Handyverbot sowohl Heimweh-Probleme minimiert, und weiterhin die Nerven der Leiter und Betreuer schont.
Heimweh: Wir haben ganz eindeutig die Erfahrung gemacht, dass Kinder die Mamis Stimme am Telefon hören eher Heimweh-Einbrüche haben, als wenn sie nur eine Postkarte, ein Brief oder ein Paket bekommen.
Geschonte Nerven: Leider ist es heutzutage immer mehr der Fall, dass Kinder zu Hause alles "vorgekaut" bekommen, und daher nicht konfliktfähig, also nicht in der Lage sind Probleme (vor allem zwischenmenschliche) zu lösen. Dies führt dazu, dass die lieben Kleinen bei jedem Problemchen die Eltern anrufen, und diese dann wiederum die Leiter nerven. Ohne Handy´s, also wenn die Kids einen Brief schreiben müssen, klärt sich dann doch vieles unter- und meiteinander.
Natürlich besteht immer das Problem mit den Diskusionen im Vorfeld der Freizeit, und auch mit trotzdem mitgebrachten Handys. Hier kann man nur an die Vernunft der Eltern appellieren (sowohl in Info-Schreiben, wie auch auf ´nem Infoabend. Ich versuche das immer mit ein wenig Humor rüber zu bringen, indem ich den Eltern eine Problemsituation beschreibe, und Ihnen dann ein solches Telefongespräch übertrieben simuliere.
Auch ich kann allen nur raten KEINE Handys zuzulassen! Gleiches gilt übrigens für Gameboys, mp3-Player und sonstigen "Solo-Geräte.
Kommentar von ToJan (22.03.07 09:17:03)

Im Gegensatz zu Gameboys & Co. sind Handys bei uns nicht grundsätzlich verboten. Wir stellen bei der Begrüßung der Teilnehmer jedoch die Regel auf, dass Handys ausschließlich zum telefonieren da sind und dass ein Telefongespräch mit den Eltern doch wohl nicht länger als 5-10 min pro Tag dauert. Wenn wir bemerken, dass jemand deutlich länger am Handy hängt, wird es einkassiert und nur für genau diese 5-10 min pro Tag ausgegeben. Die Eltern haben die Nummer der Lagerleitung, auf der sie in dringenden Fällen mit uns und ihrem Kind Kontakt aufnehmen können.
Das Problem mit dem Heimweh aufgrund von Handytelefonaten ist bei uns noch nicht aufgetreten, da die ganz jungen Teilnehmer meist noch kein Handy mitbringen.
Handys sind in der heutigen Zeit zur Selbstverständlichkeit geworden. Verbote würde ich deshalb nur äußerst ungern aussprechen. Viel lieber möchte ich den Kindern zeigen, wie sie mit solchen Geräten sinnvoll umgehen.
Kommentar von AMR_JWB (31.10.07 23:24:46)

Bei uns dürfen die Kinder kein Mobiltelefon mitnehmen ins Lager. Ebenfalls sind alle elektronischen Unterhaltungsmedien wie CD-Player, Gameboy, Fernseher verboten. Die Leiter haben für Notfälle ihre Telefone dabei. Die Kinder sollen in unserem Lager die Zeit mit ihren Kollegen verbringen und nicht vor den Kästen sitzen.
Kommentar von monnica (01.11.07 20:12:10)

Ich verstehe, weshalb ihr Handys verbieten wollt, aber ich habe auch schon umgekehrt die Erfahrung gemacht: Einem jungen wurde auf einer Fahrt mit der Schulklasse das Handy  verboten, und er konnte nicht Zuhause anrufen, wenn er Probleme und Heimweh hatte. Ich denke, es ist wichtig, wenn die Kinder sich mit ihren Eltern besprechen können. Wenn man vorher den Eltern klar machen kann, dass sie ihre Kinder unterstützen sollen, auch bei Heimweh durchzuhalten, und sie nicht einfach abholen kommen, ist es doch sinnvoll, da sie ihre Kinder auch meistens besser kennen als die Leiter, dass sie mit ihnen reden können. Allerdings sollte man meiner Meinung nach nicht jeden Tag nach Hause anrufen, und daher könnte man die Handys einsammeln und zum "Telefon-Termin" oder so wieder austeilen. 

Gameboys würde ich verbieten, MP3 und iPod nur abends erlauben, da die Kinder so etwas haben, was wie Zuhause ist, und es fällt ihnen dadurch vielleicht leichter einzuschlafen, da ja viele abends das Heimweh packt, wenn das Programm vorbei ist, und sie wieder Zeit haben, an Zuhause zu denken. 

Ich weiss allerdings nicht, wie schlimm Heimweh wirklich ist, weil ich damit nie Probleme hatte. Von daher kann ich nicht beurteilen, ob ein Kind jetzt nach Hause anrufen muss oder nicht.  

Kommentar von rmggeologe (04.11.07 12:33:51)

Auf unserer Zeltfreizeit(6-9) gilt relativ strenges Handyverbot, sodass die Teilis ihr Handy absichtlich vor den MAs verstecken. Das führt dann dazu, dass sie das Handy praktisch nie aus ihrem Versteck holen können. Beim Heimweh machen uns mehr die Eltern zu schaffen die täglich anrufen um zu erfahren ob ihr Kind auch ja gut behandelt wird. Die Kinder reagieren da viel cooler. Das einzige Problem ist dann wenn ein Kind anfängt aus Heimweh abends zu heulen und sich dann das Ganze Zelt um das Kind sorgt. Bis man da dann Ruhe reingebracht hat... Gameboys und Musik ist bei uns eigentlich nur während der Ruhephase im Betrieb. Die Kinder wollen sich dann gerne etwas zurückziehen. Wenn sie das nicht können, steigt das Aggressionspotential schon etwas an. 
Kommentar von uebbi (05.11.07 23:06:45)

Wir informieren am Elternabend darüber, daß wir keine Handys und sonstigen elektronischen Geräte im Lager sehen möchten. Wenn jemand unbedingt ein Handy braucht (vor allem ältere Teilnehmer) oder ein Kind in der Mittagspause oder zum Einschlafen gerne mal den Walkman oder wie die DInger heute heißen anmacht ohne sich aus dem Programm zurückzuziehen oder sonst jemand stört, dann ist das geduldet. Die Duldung ist in der Praxis eher eine Sache nach dem Motto " was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Wer also nicht auffällt kommt durch.

Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Die kleinen nehmen gar nichts mit typischerweise und die Älteren gehen damit gefühlvoll um. In Ausnahmefällen haben wir auch schon mal Geräte eingezogen und mit viel Erklärung am nächsten Tag wieder ausgegeben. Dann funktionierte das fast immer reibungslos.

Ich denke auch hier ist der verantwortungsvolle Umgang entscheidend und wir können den Kindern neben einem reinen Verbot auch etwas mehr Verantwortung zutrauen, indem wir die Regel erklären und die Teilnehmer selbstmitbestimmen lassen.

Natürlich ist das A und O, daß das Programm so gut ist, daß überhaupt keiner auf die Idee kommt, sich solchen Geräten zuzuwenden. Und das wichtigste ist überdies, daß es keine Gruppenleiter gibt, die diese Geräte "missbrauchen" auf dem Platz.

Kommentar von tim88 (06.11.07 15:12:41)

Bei uns im Lager (Kinder von 8-16) herrscht Handyverbot, die Kinder nehmen sich diese zwar mit, jedoch werden alle eingesammelt und nur für Telefonate nach Hause abgegeben und dann wieder eingesammelt, die die keines haben, Telefonieren mit den Handys der Leiter. Das funktioniert wunderbar. Bei Ausflügen in die Stadt werden diese ausgegeben, so das man uns und wir die TN immer erreichen können, falls was sein sollte.

Kommentar von heidom (06.11.07 19:25:35)

Bei uns auf den Lagern haben wir es nicht generell verboten;

In unserem einen Lager (Kids zwischen 9-12 Jahren) haben wir Handys verboten, bzw hatten da auch noch nie Probleme damit. Hier bieten wir immer eine Telefonaktion (ca. alle 2Tage ) an, wo die Kids vom Ferienhaus zum Selbstkostenpreis daheim anrufen können.

In unserem anderen Lager( Kids zwischen 13-16 Jahren) war (wäre) es uns nicht wirklich möglichgewesen ein verbot durchzusetzen. Da wir hier zumeist in Österreich sind, wird hier auch nicht allzuviel gesimst/telefoniert da es ja viel zu teuer wäre. Bieten auch hier eine Telefonaktion vom Festnetz aus an! Handys durften nur nicht bei Aktionen klingeln, sonst hätten wir es einkassiert oder ähnliches; kam aber nicht vor!!

 

Kommentar von stock_n (15.07.11 19:52:20)

Hallo,

bei und gibt es kein vollständiges Handyverbot. Die Kinder dürfen also ihre Handys ins Lager mitnehmen. Der Gebrauch ist aber dann doch sehr eingeschränkt. (s.u.)

 

Wir haben uns seit je her dagenenetschieden Handys einfach so im Lageralltag zu erlauben. Die Gründe haben sich zwar mit der Zeit etwas geändert, sie sindaber nach wie vor zahlreich:

1. Nicht alle Kinder haben die gleichen Möglichkeiten: Auch wenn mittlerweile die meisten Kinder ein Handy haben, haben nicht alle Kinder den gleichen Empfang und die gleichen finanziellen möglichkeiten, was das Guthaben angeht.

2. Teure technische Geräte in der freien Natur sind immer ein Fall bei dem es schnell zu Schäden und Verlusten kommen kann.

3. Wir möchten gerne, dass unser Lager sich vom normalen Alltag unterschieidet und den Kinder die Möglichkeit gibt "mal raus zu kommen". Wenn die Kinder aber (im schlimmsten Fall) ununterbrochen mit zu Hause und all ihren Kollegen im Kontakt stehen oder im Internet surfen, wird das ein bisschen schwierig.

4. Es gibt einfach ein besseres Gruppengefühl wenn die Leute mit denen man im Lager was zu tun hat, auch tatsächlich die Leute sind, die da sind.

5. Die Kinder beschäftigen sich mehr miteinander, wenn sie nicht ihr Handy als Rückzugsmöglichkeit haben. (Klar kann man sich auch mal alleine beschäftigen, das ist ja auch OK und mitunter nötig. Aber Handys und gerade Smartphones lassen den Zeitanteil etwas in höhe schießen)

 

Wir handhaben das deswegen so: alle Handys werden zu Beginn des Lagers eingesammelt. Wir Leiter verwahren die dann sicher, bis das nächste Mal ein Ausflug gemacht wird.

Auf Ausflügen händigen wir den Kindern ihre Handys aus. Dann gilt zwar immernoch, dass sie diese nicht während des Programms benutzen dürfen. In der Freizeit auf Ausflügen, dürfen sie aber durchaus telefoniern und die Kinder, die kein Handy haben, haben hier meistens die Möglichkeit eine Telefonzelle zu nutzen. In Ausnahmefällen dürfen Kinder ohne jegliche Telefoniergelegenheit auch mal von einem Leitertelefon aus zu Hause anrufen. Solche Kinder gibt es aber heute fast nicht mehr.

Diese Regelung haben wir immer als Kompromiss mit vielen Vortielen empfunden:

1. Die Handys sind aus dem allgemeinen Lageralltag gebannt.

2. Kinder die das dringede Bedürfnis haben trotzdem mal mit der Außenwelt in Kontakt zu treten, haben dazu die Chance.

3. Auf Ausflügen (besonders auf solchen, bei denen sich die Kinder auch mal ohne Leiter in kleineren Grüppchen durch einen Ort bewegen dürfen) haben wir immernoch die Möglichkeit die Kinder zu erreichen und die Kinder können uns erreichen. 

4. Die Handys gehen nicht verschütt im Lager.

 

Zusätzlich gilt bei uns die Regel (und das gilt für alle elektronischen Geräte), dass Handys nicht aufgeladen werden dürfen. Da wir normalerwise in Zeltlager fahren und den Kindern nur die wenigen Föhnsteckdosen im Bad zur Verfügung stehen, lässt sich das auch ganz gut kontrollieren.

 

Wie oben schon teilweise mitgeschwungen ist, herrscht für die Leiter nicht diese Form des Handyverbotes. Hier gilt aber auch, dass die Leiterhandys den Teilnhemern gegenüber möglichst unsichtbar bleiben sollen. "Privatgespräche" sind nach Möglichkeit zu unterlassen oder auf ein Minimum zu begrenzen. Hier ist aber jeden für sich selber verantworlich und das klappt auch ganz gut.

 

Was die Eltern angeht, geben wir vorm Lager ein oder zwei Notfallnummern raus. Dabei betonen wir den NOTFALL immer. Diese Nummern sind Nummern von Leiterhandys (oder falls vorhanden, eines Festnetzanschlusses vor Ort). Wenn die Eltern sich also dringed bei uns oder ihrem Kind melden wollen (Geburtstage zählen hier auch als Notfälle) geschieht das über diese beiden Nummern. Bis jetzt haben wir auch mit dieser Regelung gute Erfahrungen gemacht.

 

Wenn es von Seiten der Kinder aus Notfälle gibt, gibt es auch schon mal eine Ausnahme des Handyverbotes. Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich auch die Regel. Aber diese werden auch nicht leitchtferig gemacht. Sonst gilt nur wieder darf einer, wollen alle. Ob man einem Kind dann in einem solchen Fall dessen eigenes Handy gibt oder gleich ein Leiterhandy, hängt dann auch nochmal von der Situation ab. Wenn man andere Möglichkeiten hat, muss man von den Kindern ja nicht unbedingt verlangen, dass sie in einem wirklichen Notfall ihr eingenes kostbares Guthaben vertelefonieren. Diese Art Notfall kommt aber wirklich selten (nichtmals in jedem Lager) vor.

 

Diese Regeln stellen wir den Eltern immer am Elternabend vor. Bis jetzt hat es noch nie Proteste gegeben.

Kommentar von Herzblutloewe (21.08.11 15:12:00)

Bei uns gilt auch Elektro-zeugs-verbot!
Jegliche Elektronik muss zu Hause bleiben.  Dazu gehören Handy, Mp3-Player, Gameboy, etc.

Da wir Pfadfinder sind, gehört es einfach zum Lager dazu, sich mal von der Außenwelt abzuschottern.  Wir sind eine große Gruppe, da wird man ja wohl eine Beschäftigung finden und auf jegliches Elektrokram mal verzichten können.   Wird dennoch was gesichtet, wirds einkassiert und erst ganz am Ende zurückgegeben.

Natürlich gilt das nicht für Leiter, da diese immer ein Nottelefon brauchen!  Aber auch für sie gilt: keine Mp3-Player und Gameboys....

Bei richtig starkem Heimweh oder Ähnlichem (Geburtstag, Verletzung, ...) wird dem TN natürlich angeboten nach Hause telefonieren zu können.   Oder auch eine Gruß-SMS von Eltern geben wir (mündlich) weiter.

UNd trotz dem ganzen Verzicht haben wir alle eine menge SPASS !!!!




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