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Kind will keine Leiter hochklettern

von rolimo (09.01.05 11:21:17)Ich habe hier eingie Bespiele von Ereignissen, die sich in einem Lager, einer Gruppenstunde oder so abspielen könnten.
Mich würde interessieren, was du tun würdest. Wie du in dieser Situation reagieren würdest. Wenn du auch ein solches Situationsbeispiel hast, kannst du das selbstverständlich auch hinschreiben.
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(Die Beispiele und Namen sind frei erfunden)

1.
Du bist mit deiner Gruppe auf einer Bergwanderung, vor euch hat es eine zirka 10 Meter hohe Leiter, die ihr besteigen müsst, um weiter zu kommen, anderfalls wäre die bis jetzt drei-stündige Wanderung umsonst gewesen, denn ihr seid fast am Ziel! Ein Kind weigert sich die Leiter zu beteigen, da es Angst vor dem herunterfallen habe. Alle anderen Kinder steigen ohne irgendwelche Hemmungen die Leiter hoch und warten oben... nur du und das ängstliche Kind sind noch unten.
Kommentar von mehlersoft (10.01.05 06:16:31)

Gute Frage! Ich würde als erstes mit dem Kind etwas darüber reden (ohne direkten Druck aus zu üben). Wenn ich jetzt ein Seil dabei hätte, würde ich ihm noch den Vorschlag machen, dass er von oben gesichert wird.
Klappt dass nicht - und wir sind genügend Betreuer - so würde ich wohl mit dem Kind umkehren. Ansonsten muss halt die ganze Gruppe.
Viel mehr Möglichkeiten hat man ja nicht.
Kommentar von kassiopeia (10.01.05 08:39:25)

Es sei denn, man hat vorher eine Umgeheungsroute rekognosziert. Für den Fall von Schlechtwetter etc. sollte man das für schwierige Wegstücke sowieso tun (Anforderung von Jugend und Sport). Allerdings ist das nicht bei jeder Route möglich. Das vorher abzuklären lohnt sich aber auf jeden Fall.
Kommentar von Tobias (10.01.05 17:00:15)

Ich hab die Erfahrung schon gemacht beim Besichtigen unseres Kirchturms. Wir haben die Kinder vorsteigen lassen und sind als Gruppenleiter unmittelbar danach, ca. eine Stufe dahinter hochgetiegen. Dadurch fühlten sich die Kinder sicherer.
Kommentar von rolimo (10.01.05 17:20:26)

Wir machen in der Regel eine grosse und eine kleine Wanderung. Die Grosse ist für die, welche "hoch hinaus" wollen und freiwillig, und sie dauert so um die 5 bis 6 Stunden. Die kleine ist eher etwas flacher, kürzer und am Ende geht man noch in die Badi, Minigolfspielen oder ähnlich.

Nachdem informert wird, wie "schlimm und schwierig" die grosse Wanderung ist, können die grossen Teilnehmer selber auswählen, auf welche sie gehen wollen. Die jüngeren müssen auf die Kleine gehen.

Wir waren einmal auf einer grossen Wanderung und dort mussten wir eine Leiter hinuntersteigen. Wir hatten ein Seil zur Sicherung dabei, welches aber "nur" von jemandem gebraucht wurde.
Kommentar von albert (13.05.05 23:05:25)

Eine gute Möglichkeit bei der Leiter ist es, direkt hinter dem Kind mitaufzusteigen. Es geht zwar etwas langsamer, aber das Kind spürt mit dem Leiter "im Rücken", dass es gar nicht herunterfallen kann. So birgt die Feuerwehr auch Personen mit Angst auf der Leiter.

Grundsätzlich ist aber damit zu rechnen, dass ein Kind Höhenangst hat, auch wenn das Beispiel mit der Leiter vielleicht etwas krass ist. Auf jedenfall ist es gut, seine Gruppe so gut zu kennen, dass man über solche Dinge vor der Tour bescheid weiss.



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